Band 
Sechster Band. K bis L.
Seite
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Schu'er an der Militan-schule zu Toulouse . 1770 wurde er zum Mitgl. der Akad.ernannt, und als der Erzbischof von Paris . Beaumont, starb, verhinderte nur diefrömmelnde Partei am Hofe. die den, Bischofv. Toulouses, durchgreifenden Klo-sterr-formen nicht vergeben konnte, daß er nicht an dessen Stelle erwählt wurde.Bei dem AuSbruche der VolkSunzufriedenheit in Frankreich bewies sich Briennc sehrtbätigz er erhob vor Allen s. Stimme gegen die Fmanzverwaltung von Calonne,und nachdem dieser Minister verabschiedet worden war, brachten es s. Anhänger da-hin, daßLvdwig XVl ihn, wiewol nur widerstrebend, an dessen Stelle an die Spitzeder Finanzverwalkung rief. Sein Bruder, der Graf». Brienne, wurde zu gleicherZeit zum Kriege- ninister ernannt (1787). Leider erfüllte der neue Finanzministerselbst die mäßigsten Erwartungen nicht, und wenn er gleich der grenzenlosen Ver-worrenheit wegen, welche damals in den Angelegenheiten Frankreichs herrschte, ei-nige Entschuldigung verdient, so mußten doch selbst Brienne 6 wärmste Anhängergestehen, daß sie sich dies Mal in ihm getäuscht hatten. Mit jedem Tage stieg dieVerwirrung, und der Minister, dessen Ehrgeiz es gelungen war, sich zum Principal-minister in dieser sturmvollen Zeit ernennen zu lassen, schwankte ohne Plan, Kraftund Einsicht. Bald wurde er von allen Seiten angeklagt, und schon im Aug. 1788sah sich der König gezwungen, ihm s. Dimission zu geben und Necker an s. Stellezu rufen, der indeß, wie bekannt, auch nicht helfen konnte. Vor dieser Periode warB. zum Erzbischofv. sens, an die Stelle des verst. Cardinals de LuyneS, ernanntworden, und um ihn für den verlorenen Ministerposten zu entschädigen, gab ihmLudwig l. einige Abteien und verschaffte chm von Plus V I. den Cardinalöhut.B. machte selbst eine Reise nach Italien, ohne dabei jedoch Rom zu berühren, und kehrte1780 nach Frankreich zurück, um s. Schulden zu berichtigen, die, trotz seiner großenEinkünfte, so bedeutend waren, daß er sich gezwungen sah, einen Theil seiner kost-baren Bibliothek aufzuopfern. Jetzt leistete auch der Cardinal de Lomenie sso wardB. nun genannt) den von der Constitution vorgeschriebenen Eid, und im März1701 bat er den Papst schriftlich um s. Entlassung aus dem CardinalScollegium,was Plus gern bewilligte. Dennoch wurde B., der dadurch gehofft hatte, sich denVerfolgungen der Revolukionspartei zu entziehen, im Nov. 1793 in Se»S festge-nommen, hierauf zwar entlassen, bald aber aufs Neue verhaftet und eines Morgensin k. Gefängnisse todt gefunden (d. 16. Febr. 1791)., Mißhandlungen und Be-schimpfungen, die er im Kerker von rohen Soldaten, s. Wächtern, hatte erduldenmüssen, verbunden mit den Folgen einer Indigestion, hatten ihm einen Schlag zu-gezogen, der seinem Leben im 67. Z. s. Alters ein Ende machte. Sein Bruder, derKriegsminister/Alhanase Louis Marie de Lomönie,Grafv. Brienne, dessen Nachfolgerim Ministerium de la Tour du Pin war, siel in dems, Z. unter dem Beile der Guil-lotine. Vom Cardinal hat man die „Or,->i-on lü,^b>r,l» I)a»p>>i>i"(Paris1766).Der ursprüngliche Name der H. H. v. Brienne ist Lom, nie. Sie stammen nichtvon dem Hause Brienne der Könige von Jerusalem ab. Die Lomönies erbten dieGrafschaft Brienne durch Heirath. Aus dem Archive dieses Hauses gab F, Bar-riere die zur Geschichte Mazarin's wichtigen „llem. ineclits clo Tonis llenri ileTonienie, comle cle Ilriciiiic, seerelaire cl'etat sous Toni; XI V" aus dessenHandschr. (Paris 1827) heraus. Dieser II. <1e T. verlor s. hohes Staatsamt,weil er sich durch spielsucht zu Ausschweifungen hatte hinreißen lassen.

Lomonosoff (Michael Wasiljewitsch), der Schöpfer derneuernDichtei-sprache s. Vaterlandes und Vater der russ. Literatur, geb. 1711 in dem D. De-nissowskaja bei Cbolmogovy, Cantonsstadt im Gouvernement Archangel, wo ihm1825, auf Betrieb des Bischofs Neophytus zu Archangel, ein Denkmal errichtetwurde. Er mußte seinem Vater, einem Kronbauer und Fischer, bei dessen Arbei-ten helfen und zum Unterhalte der Familie beitragen. In den Wintertagcn lernteer von einem Kirchendiener lesen. Der Gesang der Psalmen Davids in der Kirche