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Luckner
Lucullus
1er in ihrem Tempel versammelten, ihn mit Blumen schmückten und sich eine glück-liche und tapfere Nachkommenschaft, Fruchtbarkeit und eine leichte Entbindung er«flehten. (S. Zlithyia.)
Luckner (Nicolaus), franz. Marschall, geb. 1122 zu Campen in Baiern ,studirte 1131 zu Paffau. Zm siebenjühr. Kriege errichtete er ein CorpsHusaren si'"'Hanover, an dessen Spitze er tapfer und glücklich focht. Als dieses Corps nach deMFrieden entlassen wurde, ging er aus Verdruß in franz. Dienste, wo er sich untckLudwig X Vl. zu der Würde eines Marfchalls von Frarrkreich emporschwang. Se>n<Bildung hatte nichts Einnehmendes; er war klein von Person und der franZ-Sprache nicht recht mächtig, wie er selbst einmal in der Nationalversammlung ^klärte. Dessen ungeachtet stand er in großer Achtung bei den Soldaten und erwarbsich auch das Zutrauen der Regierung. Beim Ausbruch des Krieges 1192 erhimer das Commando über die Nordarmee, später das der Centralarmee, mußte cS abckbeim Vordringen der Ällürten an Kellermann abgeben und wurde mit dem Tit"emes Generalissimus nach Chalons geschickt, neue Truppen zu sammeln.Bergpartei zweifelte endlich an seinem Patriotismus und rief ihn zurück. Er stosszum Lohne für seine Dienste, die er Frankreich eine lange Reihe von Zähren gelt''stet hatte, unter der Guillotine am 4. Zan. 1194.
L u cr e ti a, s. B r u t u s.
Lucretius (Tituö Carus), ein römischer Ritter, wahrscheinlich 95 vs'Chr. geb., studirte vermuthlich zu Athen die epikurische Philosophie. Man erzäh^er sei durch einen Liebestrank wahnsinnig geworden und habe dann in lichten Zü'!'schenrüumen verschiedene Schriften verfertigt, sich nachher aber, im 44. Zahlest''nes Alters, getödtet. Wir besitzen von ihm ein Lehrgedicht in 6 Büchern,rernm n-ilur-l", in welchem er die Grundsätze her,epikurischenPhilosophie »rutsch"'Pferischer Phantasie und in kräftiger, altkörniger-Sprache vorträgt. Der meist g§">unpoetische Stoff dieses! Gedichts mußte das Mißlingen desselben Herbeiführt''Zndessen zeigen mehre Theile, z. B. die Beschreibung des menschlichen §l>»d-sdie Gewalt der Leidenschaften, die schreckliche Pest Griechenlands »c., daß LutZ«inen großen Dichtergeist besaß. Es wird, der veralteten Wörter und neuersim^'nen Bedeutungen wegen, schön von Quintillian für schwer zu verstehen gehal'^lDie vorzüglichsten Ausgaben sind von Creech (Oxford 1695, Lond . 1111, W>st1110 und öfter), von Havercamp (Leyden 1125, 2 Bde., 4.) und von Wackestts(London 1196, 3 Bde., 4.). Nach /ehterer ist die unvollendete Eichstädtischr^ 'gedruckt. Eine meisterhafte deutsche Übers. (in der Veröart des Originals) h^,-Wir vomFrh. v. Knebel (Leipzig 1821, 2 Bde., 4.). Auch die ital. von Match"hat Verdienst, sowie die franz. von Pongerville. ,
Lucullus (L. Licinius), der Besiegen des Mithridates. Mit seinemder, Mareus Licinius, zugleich zum Ädilis Curulis erwählt, bewies er im E'.,,schen Kriege Klugheit und Tapferkeit; in den Bürgerkriegen des Sylla und Drius hielt er es mit dem Ersten. Zm Z. d. St. 619 ward er Consill und Befey'^Haber des Heeres, welches,nach Cisicien gegen Mithridates ziehen sollte. ^schön während seiner Quäflur den Mithridates als Unterfeldherr bekriegt hast"'^war ihm dieses Land bekannt. Er suchte zuerst die alte Kriegszucht, welche d'«mischen Soldaten unter den schwelgerischen Asiaten vergessen halten, wiederhcki ^stellen. MithkidateS hatte bereits den Feldzug durch eine Seeschlacht gege" !Mitconsul des L., AureliusTotta, siegreich eröffnet. L. war daher genöthigt'^,. ^mn Angriff zu Lande zu beschleunigen. Ät« er sich jedoch dem Heere des ^ ^
dates genähert ukid dessen Stärke erforscht hatte, hielt er es für raihsam, !
Hauptschlacht zu vermeiden. Mithridates belagert« nun die Stadt CycicuM- gSchlüssel von Asien , den die Römer besaßen, mit einer beträchtlichen Mach''schlug jedoch de» Nachtrüb desselben auf dem Marsche dahin und schnitt dem s?