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Ludwig xvm. (König von Frankreich )
brenne, Lavalette und Savary verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt werden;38 Andre wurden nach der Entscheidung der Kammern aus Frankreich verbannt,namentlich Soult , Zarnot, Excelmans, Bassano, Vandamme, Lamargue, Lobau,Barröre, ?lrrighi, Regnault de St.-Iean d'Angely, Real, Merlin von Douay,Hulin, der Dichter Arnauld, der Oberste Bory de St. Vincent, Mellinet u. A.;29 wurden der Pairschaft entseht, wie Lefebvre, Suchet, 2lugereau, Mortier, Za-dore, Piacenza u. A. Doch reinigten sich Einige durch den Beweis, daß sie denSitz in der neuen Kammer von Bonaparte nicht eingenommen hätten. Von denRebellen, für welche mehre Umstände das Wort: Gnade, anriefe», wurden Lab,-.-doyi-re den 19. August, Ney den 7. Dec. 1815, und Mouton-.Duvernet den 26.Zuli 1816 erschossen. Lavalette (s.d.) entkam den 21.Dec. 1815 aus dem Ge-fängnisse, Drouot und Zambronne wurden freigesprochen; die meisten befanden sichaußer Landes in Sicherheit; einige, wie Debelle, wurden begnadigt; andre, wieDejean der Sohn, Laurence, Gamon, Alguier, Duboisdubai und Grandprä,erhielten 1818 die Erlaubniß zur Rückkehr. Unterdessen gewann die Partei derRoyalisten, die sich llc<.-ii>i^»es nannten, immer mehr Einfluß. Die Prinzenwaren mit der Ernennung Fouchä's zum Minister unzufrieden. Zugleich machtesich dieser durch feine Berichte an den König über Frankreichs neuere Lage den ver-bündeten Mächten verhaßt. Ohnehin wurden Talleyrand und Fouch.'-, obgleich sieder Sache des Königs ergeben waren, von den eigentlichen Royalisten als Männerangesehen, deren politische Rolle sich mit den neuen Verhältnissen nicht mehr ver-trüge. So erfolgte die Ministerialveränderung den 25. Sept. 1815. Fouch,-.nahm seine Entlassung; an Talleyrand's Stelle wurde, um Rußland zu gefallen,der Herzog von Richelieu Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Der ge-wandte Decazes erhielt das Polizei-, Zorvetto dasFinanz., und Zlarke, Herzog vonFeltre, das Kriegsministerium u. f. w. Nun erhoben sich die Ultraroyalisten. Znihren Augen war der Zustand vor 1789 der allein rechtmäßige. Die Wahlen derDeputieren wurden in dieseni Sinne geleitet, und viele, statt der gesetzlichen 40 I.,25 I. alt gewählt. Man sprach laut von einer Abänderung der Zonstitution;dagegen regten sich hier und da, von den Ultras zum Theil dazu aufgereizt, einzelneAnhänger der gestürzten Regierung, zu deren schnellerer Bestrafung Prevotalge-richte eingeführt wurden, die man jedoch 1818 aufhob. Decazes entdeckte mehreVerschwörungen, unter denen aber nur eine unter Didier, in der Gegend von Gre-noble, im Mai 1816 zuni Ausbruche kam. Die vielen Verhaftungen erregtenAufsehen, und mehre Ausländer, wie die Engländer, welche Lavalette s Fluchtbegünstigt hatten, Lord Kinaird (in seinem Briefe an Lord Liverpool ) und der pol-nische Graf Sierakowski beschwerten sich über die Willkür der franz. Polizei. Esfiel besonders auf, daß der Herzog von Richelieu als Minister in dem Processegegen Ney in der Kammer die Strenge des Gesetzes vor der Verurtheilung aufge-rufen hatte. Unter den Prinzen äußerte allein der Herzog von Orleans mildereGesinnungen. Denn als in der PairSkammer beim Vorlesen der von Chateau-briand verfaßten Dankadresse an den König die Stelle vorkam, in der man dieVerräther der Gerechtigkeit des Königs übergab, schlug der Herzog die Abänderungvor, man solle die genannten Personen der Gnade des Königs empfehlen. Die Zen-sur erlaubte den Abdruck seiner Rede nicht, und der Herzog, für den sich, ohnedaß er dies gewollt hatte, eine Partei in Frankreich zu bilden anfing, begab sich balddarauf (Oc>. 1815) nach England. Richelieu schloß jetzt mit den verbündetenMächten den Vermag vom 20. Nov. 1815 ab (s. Frankreich ), welcher denSchatz des Reichs, der vom 1. Dec. 1815 an jährl. I IO Mill. auf die Kriegsbußevon lOO Mill. und 130Mill. zum Unterhalte des Besatzungsheeres zahlen mußte,in drückende Verlegenheit setzte. Bald darauf erhob sich in den Kammern ein hef-tiger Kampf über das Amnestiezeseh. Die Ultraroyalisten setzten den 6. Zan. 1816