Ribera
Riccardo
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räumliches Gegenbikd und in der Causalität ihren entsprechenden Begriff findet.Den finnlichen Ausdruck der Gesetzlichkeit im Raum, auf Rhythmus oder Evolu-tion bezogen, nennen wir daher Eurhythmie , sowie wir unter Symmetrie densinnlichen Ausdruck der Gesetzlichkeit in Beziehung auf Harmonie verstehen. Imsymmetrischen Verhältnisse werten die Gegensätze als von einander unabhängigund nur von einer gemeinschaftlichen Thesis (Einheit) abhängig gedacht, daherstehen sie unter sich nicht in dem einseitigen AbhängigkeitSverhältnisse der Causalität,sondern in dem die Abhängigkeit durch Gegenseitigkeit derselben compensirendenVerhältniß der Wechselwirkung. Im Verhältniß der Eurhythmie hingegen wirdder Gegensatz von seiner Thesis als abhängig gedacht und steht also unter ihm indem Abhängigkeitsverhältnisse der Eausalitäk ohne positive Zurückwirkung. Wasin der Musik Harmonie und Rhythmus ist, das zeigt sich also im Raum als Sym-metrie und Eurhythmie. Erinnert man sich, daß die erste Dimension des Raumes(Länge: Linie) ebenfalls der Zeit und der Succession angehört; die zweite hinge-gen (Breite: Fläche) dem Raume, also dem Zugleichsein (die dritte gehört nichtdem Sinne, sondern der Reflexion), so begreift sich, daß bei Längenverhältnissen(z. B. Höhen, Säulen) von Eurhythmie , bei Breitenverhältnissen hingegen vonSymmetrie die Rede ist. Will man nun sagen: Eurhythmie sei der im Raumesixirte Rhythmus, Symmetrie die zur Gestalt gewordene Harmonie, so sagt manetwas noch weniger Fremdartiges, als wenn man von Aufklärung eines dunkelnGegenstandes spricht, wo nicht bloß die Zeit in den Raum, sondern gar ein sinn-licher Gegenstand, Licht, meinen intellektuellen eingreift, und wer sich an den Aus-druck stößt, Architektur sei die Musik des Raumes (weil sie die Harmonie und dieRhythmen des Raumes ordnet), der hüte sich wenigstens, wenn er konsequentbleiben will, jenen Ausdruck eine frostige Metapher zu nennen, sonst vereinigt er' in seinen« Tadel zwei in noch entfernteren Sphären liegende Begriffe. AI.
Ribera (Giuseppe), s. Spagnoletto.
Riccardo (David), staatSwirthschaftlicher Schriftsteller, geb. 1767, gest.11. Sept. 1823 Zu Gatcomb-Park in der Grafschaft Gloucesier, war bis in seinreiferes Mannesalter als Bankier und auf der Stockbörse thätig, wo er durch Be-triebsamkeit und Verstand sich ein bedeutendes Vermögen sammelte. Schon in s.frühern Jahren trieb er wissenschaftliche Studien, und sobald er reich geworden war,zog er sich von den Geschäften zurück und widmete sich besonders der StaatSwirth-schaft, dieer durch s.„l'rineiple5 os nolitioal ,-cr>noniv.i>nI Mxn>mn"(deutschvonC.A.Schmidt, Weim. 1821 bereicherte. Dieses Werk zeichnet sich, ungeachtets.Mangel in derAnordnung undDarstellung, durch gewandte Erläuterung abstrakterLehren und scharfsinnige Entwickelung der Grundsätze und ihrer Folgerungen so sehraus, daß man es als die vonüglichste Schrift dieses Faches ansehen darf, die inEngland seit Adam Smiih erschien. Im Parlament, das ihm s. literarischen Ruhinerst in s. spätern Jahren öffnete, sprach er selten anders als über Gegenstände derStaatswirthschaft; aber s. Redlichkeit, sein sanftes Benehmen, die meisterhafte Er-örterung der Fragen, die er behandelte, und die unbezweifelte Reinheit s. Absichtengaben s. Meinungen Gewicht und Ansehen. An tiefes Denken gewöhnt, unab-hängig in s. Lage, von aufrichtiger Wahrheitsliebe beseelt und unerschütterlich in s.Grundsätzen, hatte er nichts mit dem großen Haufen der Parteipolitiker gemein.Das Gemeinwohl war der einzige Zwecks. Bemühungen im Parlament. Erbesaßim hohen Grade die Gabe, über die schwierigsten Gegenstände mit Klarheit undLeichtigkeit zu sprechen, und in dieser Hinsicht waren s. Reden vorzüglicher als s.Schriften, zu deren Verständniß eine angestrengte Aufmerksamkeit nöthig ist. Erwurde durch die Krankheit, die ihn zu früh hinraffte, in der Ausarbeitung einesWerks: „Über die beste Einrichtung einer Nationalbank", unterbrochen. Dashinterlassene Bruchstück wurde 1821 gedruckt. 28.