Band 
Neunter Band. R bis Schu.
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Roin, das Kaiserthuui

Muth im Müßiggang und war um so williger, sich von Denen leiten zu lassen, dieihm beschenke und Vpcnden zukommen ließen. Durch Geld war Alles zu errei-chen. tll. Rom als ungeiheiltes Ka iserthum, oder als Monarchie, unterden Cäsaren, vom I. d. Wt. 7271148 (oder L95 n. Chr.). Wir theilen diesenZe-kraum in 4 Abschnitte. 1) Octavian war 725 als Sieger nach Rom zurück»gekebrt und siand seht 43 I. an der Spitze des Staars. Er war Roms ersterVionarch, ohne diesen Namen zu führen. Zufrieden mit dem Beinamen Au-gustus (s. d.), welcher ihm 727 ertheilt wurde, herrschte er nnld und mit Beibe-haltung der republikanischen Formen. Die Ämter, welche er in sich vereinigte,waren: das Eonsulat, die tribunizische Gewalt, die Imperaiorstelle und das Ini-perium preconsulare in allen Provinzen, endlich das Amt eines Magister morumund desPontifex maximuS. Den Schein der Anmaßung zu vermeiden, ließ ersich die höchste Gewalt von Zeit zu Zeit bestätigen. Der Senat bestand als Staats-rath fort. Die republikanischen Magistrakuren wurden beibehalten, verloren aberihre Wirksamkeit; dagegen wurden die Präfeclureu der Stadt »nd der Lebensmit-tel die ersten und wichtigsten Stellen, weil von ihnen die öffentliche Ruhe abhing.Es wurde eine Skammmiliz (unbortes ni-l^i,-,,') und eine Leibwache (>:n!>o> ><-;zunsliieintu,,) errichtet. Die Statthalter der Provinzen wurden besoldet und inihrer Macht beschränkt. Im Finanzwesen wurden Verbesserungen gemacht. DerUnterschied zwischen der Staats- und Privateasse des Kaisers ergab sich von selbst;in der Folge wurdenbeide eins. Die Grenzen wurden erweitert, vornehmlichdurch die Einnahme Ägyptens 724, Pannonienü 719, Mösiens 725, Rhätiens,Vindeliciens und Noricums 739, und durch die völlige Unterwerfung des nörd-lichen Spaniens und westlichen Galliens 729. Dagegen kriegten die Römerunglücklich gegen die Deutschen . Augusts Nachfolger war sein Sti/fsohn Ti-berius (s. d.), von 76790. Unter ihm wurde durch die Majestätsgerichte(.lixlicü, ni.ijezluti«. eine Art von Cabinetsjustiz der Despotismus gegründet.Daran war ebenso sehr die Feigheit und Niederträchtigkeit des SenatS als dert. ranniscke Cbarakrer des Fürsten Schuld, der sich überdies von 77678t vondem Bösewicht Sejan leiten ließ. Seine Nachfolger, Caligula (bis 794) undClaudius (bis 807), waren jener ein wahnsinniger Triann, dieser ein Schwäch-ling. Unter Letzteren singen seit 796 die Eroberungen in Britannien an, und zuProvinzen wurden gemacht: Mauritanien 795, Lycien 796, Iudäa 797 undThrazien 800. Sein Nachfolger Nero (von 807821), ein heuchlerischer, zurSchwelgerci und Grausamkeit geneigter Tvrann, war der letzte Kaiser aus den»Hause Augusts. Unter ihm wurde der größte Theil von BritannienrömischeProvinz,und der Krieg in Armenien und gegen die Iudeu glücklich geführt. AufNery'gTod folgten so heftige Stürme, daß in nicht vollen 2 Jahren 8 Regenten sich ge-waltsam des Thrones bemächtigten, Galba, Dtho und VitelkiuS (f. d.)>Für die römische Literatur und Kunst war dieser Zeitraum, besonders die RegierungAugusts , das goldene Alter. Statt der Politik beschäftigten sich die Vornehmenmit den Wissenschaften, besonders den schönen, oder gewährten ihnen doch Schutzund Beförderung, wie Mäcen und Agrippa. August und Asinius Pollio legtenöffentliche Bibliotheken an. In der Dichtkunst glänzten Dirgil. Dvid, Cornel.Gallus, Cornel. Severus, Tibull, Propcrz, GratiuS Faliscus, Manilius , Horar,Phädrus und eine Menge von Epigrammendichtern. In der Geschichte lieferten Li-ViuS und Dionysius von Halikarnaß allgemein geschätzte Werke. Die Dcredtsam-keit mußte sinken, aber die Philosophie und Mathematik fanden noch Verehrerund Bearbeiter; dahin gehört Vikruv wegen seiner Baukunst und Hygin wegenfeines Astronomikons. Als Grammatiker verdient M. Verrius Flaccus erwähntzu werden; die Geographie hatte einen Sirabo, die Rechtsgelehrsamkeit einen Q.Antistiuö Labeo, C. Antejus Capito und C. Trebaiius Teffa. Unter den bilden-.