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eigenthümlichem Talent nachstrebte. Diesem folgte seine „ Irmista" (1788) und s.Composition zu Metastasio'S „Halste ->> !>:, (1789), welche von ihm damals, u.
sv.ucr in Koblenz, Wien, Leipzig rc., mit verdientem Beifall aufgeführt wurde.Hier zeigte er sich in der Gattung und Weise, w elcher er von nun an neu blieb, mitgrößerer Meisterschaft. — „Righini'S Opern", sagt ein Kenner, „wie er sie von derZeit seiner Reife an schrieb, mithin „twiste", „1,0,„Lt-ilunUc",
sein „dlnca ,,el l.i/.io", „ I7^i iine", ,,l.a selc > inivnttul," U. „Oe: ,i> steni,i>e >>-bei it <", sind eigentlich keine Opern-, sondern Concertmusik. Die größern und auS-geführkern Stücke derselben gehören zu dem Herrlichsten, was jemals von Gelangfür Concerte geschrieben worden ist. Vor Allem ist das Terzett, Quartett, Quin-tett kaum von einigen, die recht eigentliche Baßarie aber von keinem einzigen Compo-nisten trefflicher bearbeitet worden als von ihm. Er setzte letztere für den Bassi-sten des königl. Theaters zu Berlin , Fischer den Vater. Für die Buhne habenseine Charaktere zu wenig Bestimmtheit, Begrenzung und Individualität, seineganze Schreibart geht zu sehr in die Breite; auch habe» die an sich trefflichen Aus-führungen bedeutender Scenen zuwenig Verschiedenheit gegen einander, und über-kaupl zu wenig von Dem, was sie einander unterordnen und erst als Hauptgruppeneines theatralischen Ganzen vereinigen sollte. Aber als Concerimusik betrachtetund von Orchester und Sängern gut ausgeführt, gewähren seine Operncomposino-nen einen unbeschreiblichen Genuß, und werden als Lieblingswerke gebildeter Kunst:freunde und als Fundgruben für Concerkdirecwren und vorzügliche Sänger nochlinge bilden und erfreuen. Vereinigen doch ihre Hauptstücke Alles in sich, wasuian von dieser Gattung nur wünschen kann: einen fließenden und doch kunstreichen,glänzenden und doch natürlichen, schön verflochtenen und doch stets klaren Gesang;musterhafte Behandlung der Instrumente — immer reich und nie überladen, im-mer obligat, nie zerstreut oder die Hauptsache verdunkelnd, immer effectvoll undnie den Gesang überbietend; dabei überall Ordnung, schönes Verhältniß derIdeengegen einander und eine stets anständige, edle und großartige Harmonie, erbautaus das sichere Fundament bedeutender und energischer Bässe; überall auch Aus-führlichkeit und Genüge, überall Benutzung der größten und natürlichsten Reizesowol jeder gebildeten Menschenstimme als jedes gut behandelten Instruments".Dem Charakter nach gehören seine Compositionen mehr der deutschen als deritalienischen Musik an; kein Italiener hat wie er den gediegenen Ernst unddie Harinoniesulle der Deutschen mit dem Flusse der italienischen Melodie ver-mählt, keiner steht Mozart so nahe als er, keiner besitzt diese Gründlichkeitder Ausführung. Nächstdem hat R. sich das größte Verdienst um den Ge-sang in Deutschland erworben, nicht nur durch seinen bis' zum Ende seines Lebensertheilten trefflichen Gesangunterricht, sondern auch durch seine Übungsstücke fürden Gesang und seine herrlichen Liedercompositionen. — Seme Solfeggien (1803)dürfen Keinem unbekannt sein, welcher sich zu einein guten Sänger ausbilde» will;sie sind gründlich, lehrreich und doch sehr geschmackvoll, sie vereinigen den Ernstder alten Meister mit der Anmuth und dem guten Geschmacke unsers Zeitalters.Seine Lieder, Canzonekten, Duetten:c. mit Begleitung des Pianoforte zeichneteine stets ausdrucksvolle, anmuthige und gesangreiche Melodie, durch fließendeHarmonie getragen, aus; einfach und »»gesucht, ohne trocken und flach zu sein,sind sie für eine von der Natur begünstigte und gebildete Stimme ungemein anzie-hend. Auch in ihnen erblickt man die innigste Verschmelzung des deutschen und ikal.Charakters, und man kann sagen, R. habe in ihnen die ital. Anmuth auf den Bodendeutscher Gemüthlichkeit, die im deutschen Liedergesang vorzüglich herrscht, mitgroßem Glück verpflanzt und sei in dieser Hinsicht unübertroffen. „In den deut-schen Liedern", sagt jener Kunstkenner, „wird man es ihm, der die Conversations-sprache seines zweiten Vaterlandes zwar verstand und allenfalls sprach, in der poe-