Darstellungen: „Handzcichmmgen von Menschen nach Geschichte und Erfahrung"(Lechz. 1194), und „Charaktere interessanter Menschen in moralischen Erzählun-gen dargestellt" (1194, 4 Thle.), dann seine „Denkmale glücklicher Stunden" zei-gen diese Borzüge. Unter den „Kleinen Romanen und Erzählungen" aber bifin-den sich die gelungensten erzählenden Darstellungen des Verfs. Eine Auswahl desBesten aus seinen sämmtl. Schlüssen gab N. in 6 Bdn. (Züllichau ) heraus. Seit-dem erschien von ihm eine ähnliche Sammlung: „Für ruhige stunden" (2 Thle.,Leipzig 1828), welche u. a. s. Briefe aus Wien 1822 enthält. — In der Ton-kunstlehre verdanken wir ihm die Gründung und erste Leitung der „Leipziger musi-kalischen Zeitung", die seit 1169 bis zu seinem Abgänge von der Redaction 1818sehr verdienstlich für die Kunst gewirkt hat. Die ausgezeichnetsten Abhandlungenund Mittheilungen über diese Kunst hat er in seiner zuletzt erschienenen Samm-lung: „Für Freunde der Tonkunst" (Leipzig 1825, 2 Thle.; 2. Aufl. in 3 Th.1830), zusammengestellt. R. privatisirt, allgemein geschäht, in seiner Vaterstadt.
Rochow (Friedrich Eberhard v.) auf Rekahn . Dieser um die Iugendbil-dung verdiente Mann war d. 11. Oct. 1134 zu Berlin geb. und kam aus die Ril-terakademie zu Brandenburg . Im 15. Jahre trat er in die Garde und folgte seinemKönig in den siebenjähr. Krieg. In Leipzig lernte er 1159 Geliert und mehre dasigeGelehrte kennen. Das folgende Jahr rief R. wieder ins Feld; da aber eine Ver-wundung ihn des Gebrauchs der rechten Hand völlig beraubte, so mußte er dieKriegsdienste verlassen. Er lebte nun auf seinen Gütern dem Landleben und derVerbesserung des ländlichen Schulunterrichts, der damals noch sehr vernachlässigtwar. Sein „Versuch eines Schulbuchs für Kinder der Landleute" (Berlin 1112),worin er eine bessere Methode aufstellte, fand vielen Beifall, und die Ausführungseiner Vorschläge auf seinen Gütern wurde von dem besten Erfolge gekrönt, na-mentlich zu Rekahn , wie denn auch die späterhin erfolgte Landschulenverbesserungin den preußischen u. a. Staaten größtentheils mit als sein Werk betrachtet werdenkann. Als Kinderschriftsteller zeichnet er sich gleichfalls aus, wie sein „Kinder-freund" (Berlin , zuerst 1116) beweist. Überhaupt war R. in allen seinen Verhält-nissen ein braver Mann. Seine Bestrebungen für die Aufnahme des Landbauegin den Mau ken sind höchst lobenswerth. Mit Geliert blieb er stets in dem freund-schaftlichsten Verkehr. Als warmer Anhänger seines Königshauses und Bewun-derer der Heldenthaten der Brandenburger, ließ R. bei Hakenberg unweit Fehrbel-lin ein Denkmal der 1615 auf diesen Feldern geschlagenen Schlackt zwischen demgroßen Kurfürsten und den Schweden errichten. Er starb d. 16. Mai 1805.
Rocky Mountainö, Felsengebirge, eine Fortsetzung der Andcskette,oder jener Höhenzug, der längs der nordwestlichen Küste in mehren von S. nachN. aufsteigenden parallel streichenden Ketten, die eine Breite von 4 Längengradeneinnehmen, sich erstreckt, das amerikanische Binnenland vom Australmeer scheidetund an der Grenze von Neunorfolk endigt. Das Gebirge gleicht einer zerrissenenFelsenmasse von grotesken Formen und hat daher wahrscheinlich seinen Namen.Es ragt über die Linie des ewigen Scknees hinaus, der aus dem höchsten, nachneuern trigonomelriscken Messungen 11,500 Fuß über das Meer sich erhebendenGipfel gegen 1650 F. unter der Spitze anfängt. Innerhalb der Ketten sind weitefruchtbare Thäler, und die Seiten der Berge mit hohen Fichten bedeckt. Das Klimader Umgegend ist rauh. Die Gestalt der Gebirgskette deutet auf frühere gewaltsameErschütterungen, und man findet mehre Spuren von Vulkanität. Über das-Ltrei-chen der verschiedenen Ketten, ihre Ausdehnung, ihre Höhe und ihre geoznostischeBeschaffenheit waren wir zeither nur dürftig unterrichtet, und selbst die von Le-wis und Clarke („I'i-iveis In tlx: 8o»r,-c-8 ok ibe HIi88Miri Kivo", London 1814, 4.) gegebenen Nachrichten waren unvollständig. Befriedigende Kunde hatneuerlich Edwin James, der den Major Long auf seiner Reise von Piltsburgh zu