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ben nöthig wurden. Durch die ftnnonischen Gallier geriethRom an den Abgmnddes Verderbens. Es ward erobert und eingeäschert im I. d. St. 365. Camil-luS (s, d.), Roms Retter, setzte den Wiederaufbau der Stadt durch. Endlichward im I. 388 der erste plebejische Consul gewählt, und bald nahm das Volkan allen Magistralure» Theil, nämlich an der Dictatur 398, an der Censur 403,an der Prätur 417 und an dem Priesterkhume 454 <300 v. Chr.). So fand amEnde dieses Zeitraums eine völlige politische Gleichheit des Adel? und desBürger-slandes statt, die innern Unruhen ließen nach, und in gleichem Maße wuchsen dieKräfte des Staats nach Außen, worauf die glänzende Periode seiner Eroberungenbegann. In dieser ganzen Zeit hatten die Sitten der Römer noch ganz die alteEinfachheit und Rohheit; schöne Künste und Wissenschaften waren ihnen fremd,obgleich sie schon bürgerliche Künste und Geschicklichkeiten, Handlung (im I.40Sward ein Handelsvertrag mit Carchago geschlossen), Schifffahrt und Handwerke be-saßen. Der Ackerbau war noch die Hauprquelle des Dolksreichtl-uins. — Die erstenJahre des 2. Abschnitts waren noch mit Unruhen zwischen den Plebejern undPatriziern bezeichnet. Auch ward Rom von der Pest heimgesucht, welches dieEinführung der scenischen Spiele aus Etrurien veranlaßte. Über die Gallier er-fochten die Römer mehre Siege, wobei I. Manlius TorguotuS (s. Manlius)sich hervorthat. Zwei Gesetze bestimmten die Zinsen zum Vortheil der Schuldner.AuS dem einige Jahre früher mit den Samnitern (s. d.) geschlossenen Bünd-niß entstand 411 ein fürchterlicher Krieg zwischen beiden Nationen, welcher bis464 dauette, Rom den Weg mr Unterjochung Italiens bahnte und den erstenGrundstein zu seiner künftigen Macht legte. Dieser Krieg war die Heldenperiodeder Römer. Er lehrte sie die eigentliche Taktik, bestimmte ihre Verhältnisse mitden Nachbarn, den Lateinern unk ElruSkeim, indem jene gänzlich besiegt, dieseaber wiederholt getemüthigt wurden, und brachte die Römer auch mit den ent-fernten Lucanern, Apuliern und Umbrern in bald freundschaftliche bald feind-selige Berührung. Zn dieser Periode bildeten sich die Hauptideen über die politi-schen Verhältnisse, in welche sie besiegte Völker mit sich setzten, weiter aus. Alsnach Unterjochung der Samniter die Römer ihre Macht in Unterikalien befesti-gen wollten, riefen die Tarennner (im I. Roms 473) aus EpiruS den KönigPyrrhuS (s. d.) gegen sie zu Hülfe, welcher trotz seiner macedonischen Kriegs-kunst zuletzt unterlag und 479 Italien räumen mußte. Talent fiel 482 undbald darauf ganz Unteritalien in Roms Gewalt. Sein Ruhm drang bis nachÄgypten, dessen König (481) durch eine Gesandtschaft um Roms Freundschaftansuchte. Das Haupkmittel, wodurch Rom seine Herrschaft über die besiegtenVölker befestigte, war die Anlegung von Colonien römischer Bürg r, die den ein-genommenen Städten zugleich zur Besatzung dienten. Jede Colonie hatte ihreeigne, der römischen ähnliche Verfassung. Dies Colonialsystem umfaßte allmäligganz Italien . Zur Erleichterung der Verbindung wurden große Heerstraßen an-gelegt. Einige Städte und Völker Italiens halten das volle römische Bürgerrecht(i»uuioif>!a)z andre halten das Recht der Colonien (si>8 cnloniuiu»,); die übri-gen waren entweder Verbündete (<>oci>) oder Unterthanen (declilitii). Letzterewurden durch abgeschickte Präfecten regiert. Schon hielt Roni auf dem Meereeine Kriegsflotte und errichtete das Amt der Ou»l»vi,i iuivule8. welche die Auf-sicht über das Seewesen führten. Die Gei ichtsvcrwaltung gewann^ sehr durch dieEinsetzung der Prätoren, sowie die Polizei durch die curulischen Ädilen und die7'riumviri n.-.ssitsles. Die Geistesbildung begann. Fabüis Piotor führte die Ma-lerkunst in Rom ein, L. PapstluS Cursor brachte (461) den ersten Sonnenzeigcrdahin, und Sp. Carvilius ließ eine Bildsäule Jupiters gießen. Mit dem Äskulap-dienste kam die Arzneikunde nach Rom z die Werke dcs AppiuS und der Concor-dientempel des Caniillus beweisen die Fortschritte derBsukunst. Neben den schön -
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