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den Künsten blühten besonders die Baukunst» hie Bildhauerkunst und die Siein-schneidekunst. Nach Augusts Tode sank die Literatur; Schreibart und Sprachearteten aus. Doch zeichneten sich noch aus als Dichter M» Annäus Lucanus, Va-lerius Flaccus, PersiusFlacctzS; als Geschichtschreiber Vellejus Pgterculus, Dio-dorus von Lticilien und Valerius Mapimu-; als Rhetoren und Philosophen M.und L. Annäus Seneca ; als Arzt Zlurelius Cornelius CelsuS. ljber die Redendes Cicero commenzirte Asconiug Pedianus» und in der Rechtsgelehrsamkeit zeich-neten sich aus Masurius WabinuS» M, Coccejus Nerva, Cassius LonginuS undWempronius ProculuS. Die Künste geriethen ebenfalls in Verfall» Immer mehrnahn, das Sirtenverderbniß überhand durch Schwelgerei und unnatürliche Wol-lüste. Ausländer und Freigelassene wurden die Vertrauten der Kaiser; die Sol-daten bildeten einen eignen Stand und dienten nicht dem Staate, sondern demDespoten, densichinwiedcrabhängig vonsich machten, — 2) Nach DitelliuS's Sturzbestieg 823Flavius Despasianus den Thron. Er stellte dasReich her» indem er dieFinanzen ordnete, für den öffentlichen Unterricht sorgte, die Kriegszucht erneuerteund die Majestätsgerichte aufhob. Unter seine Regierung fällt der Krieg mit demBataver Civilis und die gänzliche Eroberung Britanniens durch Agricoka. Vespa-sian regierte bis 832, sein trefflicher Sohn TituS bis 831, dessen Bruder undNachfolger Domitian , der vollendetste Despot, bis 849. Unter ihm entstandder Krieg mit dem Könige der Dacier, DccebaluS, welcher die für Rom so un-glücklichen Kriege mit den Markomannen, Quaken und IazygM von 83N--84Zveranlaßte. Er wurde ermordet, und nun folgte» die rühmlichen Regierungendes Nerva (bis 851), der die Schreckensregierung aufhob, die Abgaben minderteund den Gewerbfleiß wieder weckte; Trajan's (big 840), der eine möglichst freieVerfassung herstellte und das Reich durch glückliche Kriege mit den Daciern, Ar-meniern und Parlhern vergrößerte; Hadrian's (bis 891), der vornehmlich das In-nere des Reichs verbesserte und die Kriegszucht schärfte. Am glücklichsten war Rom unter der friedlichen Regierung des AntoninuS PiuS (big 914); unter Marc Aurel oder AntoninuS dem Philosophen (bis 933) beunruhigten große Unfälle und blu-tige Kriege mit den Katten, Parthern und vornehmlich mit den Markomanne»dasReich, aber seine Weisheit wußte die Wunden zu heile». Mit ihm endet(180 n. Chr.) das blühende Zeitalter Roms. Die Staatsverfassung hatte denCharakter einer gemäßigten, auf bürgerliche Freiheit gegründeten Monarchie. Dietr Staatswürden wurden zum Theil zu leeren Ehrentiteln , und dagegen eine Mengevon Hofsiellen eingeführt, die immer mehr Macht an sich rissen. Italien ward in4 Provinzen getheilt, denen Consularen vorstanden. Große Veränderungen de-nn kre im Gerichtswesen das Edictum perpetuum; die kaiserl. Befehle verdrängtenimmer mehr die SenakSconsulte. Auch im Kriegswesen fanden Veränderungenstatt, namentlich eine andre Eintheilung der Truppen. Die Literatur, besondersdie Dichtkunst und Beredtsamkeil, waren zwar im Sinken; aber die Kaiser be-mühten sich, durch Anlegung von Bibliotheken und VersammlungSsäken, sowiedurch Besoldung von Lehrern der geistigen Bildung aufzuhelfen. Dichter aus die-sem Zeitraume sind Silius Italiens, StatiuS PapinianuS, Iuvenal , Martial;Geschichtschreiber TacituS, Appian, Florus, Iustinus, Curtius, Arrian, Sueton ,Plutarch; Redner Plinius der Jüngere; Philosophen Epiktet, Marc Aurel alsStoiker, und mehre Neuplatoniker; Arzte Galenus und Scribonius Largus . Überdie Wasserbaukunst schrieb Frontinus, über Erzeugnisse der Natur und Kunst Pli-»ius der Altere, über den Landhaushalt Columella , über die Kriegslisten Polyä»und Frontin ; in der Alterthumsrvissenschaft machte sich GelliuS berühmt; in derGeographie Ptoleniäus, und durch sein Reisebuch nach Britannien Antonin; inder Rhetorik O.uintilian. Große Rechtsgelehrte waren Salvius Iulianus , Abur-nus ValenS, SeMS Cäcilius Afticanus, Terentius Clemens , Dinidius Derus,