414 Rose (Blume) Rose (Krieg der rothen u. weißen)
Weise vorträgt. An der Errichtung einer engl. Sprachakademie ward er durch denTod gehindert. Die neueste Ausg. s. Werke: I2srl vk üoi<xi,»,iioi„ no-liclvorle«", GlaSgow 1753.
Rose, ein Blumengeschlecht in der 5. Ordnung der 12. Classe (>«-->-.-»,<1«-»kolr^iiiu). Linnä beschrieb 14, WiUdenow30, Persoon46, Thory 56, Lind-lev 76 Arten. Trauinich will mehr als 200 Arten kennen; mit den Synonymenkönnte es wol an 500 Anen geben! Die Kunst hat nämlich eine Menge Spielar enerzeugt, die sich mehr ober weniger von der Grundgaitung entfernen und die Be-stimmung der einzelnen Gattungen ungemein erschweren. Alle Gattungen bringtman unter 2 Familien, je nachdem die Früchte b, mähe kugelrund oder eirund sind.Zur ersten gehört die pimpinellblätirige Rose. die Zimnit- oder Zuckerrose, die schwe-selgelbeRose, die gelbeRose, die provenzcrRose, d'e weichhaarige Rose; zur zwei-ten die hundertblätterige oder gemei!,e Gartenrose (Id. oe-iuilulun die schönste vonallen, welche, da man wegen ihrer starken Fülle keine Fruch t von ihr erhält, durch dieWurzel vermehrtw rt), d,e Zucker-oder Essigrose, die daniascener Rose, die wohl-riechende oder Weinrose, die Moor-rose, die Bisamrose, die weiße Rose, die gemeinewilde Rose (Hagebutte). S. das Prachtwerk: eslio-e-s, , u, ,l. I>.cloo ile« el ulussäes 7 lee,i>" (L.A. 1620, 3Bde.od. 30Likfer.), undRös:
stg'S Werk: „Die Rosen". Die Rose liefert das Rosenwasser für die Apoih, k, undauch Rosenessig, Roseisyrup u. s. w. Mit Rosen von Proviis (Suadr in Brie)wird nach fremden Läutern gehandelt. Alan sühn sie nach Zndi.n, wo sie in man-chen Gegenden mit Gold ausgewogen werben. Zu Ägypten , besonders in der Land-schaft Fajum , wo man ganze Haine von Ro^e,-stocken sind«, ist das Lesnllu.ii desRosenwassers (bekanntlich in de» Harems der Morgenlander ein Haiiptluyusa, likel)ein sehr einträgliches Gewerbe, und dieses Erzeugniß ein nicht unbedeutender Aus-fuhrartikel. Über die Rost von Zerichos. d. S. Lindley's „tlomniaal l>,»lo,g „kKv->c," (mitKpsrn., London 1821).
Rose, Krieg der leihen und weißen: die blutigen Kämpfe, welche die Häu-ser Lancaster und Vork über 80 Z. hindurch um den Thron von England führten;jenes hatte eme rothe, dieses eine weiße Rose im Schilde. Nach vielen Unruhenund Kämpfen waren unier 3 nach einander folgenden Eduarden, besonders unterEduard lll., Ruhe, Ordnung und inner« Macht gegründet worden. Die Freiheitder Bewohner Englands, sowie das Blühen ihres Handels, stand in schönem Ver-hältniß mit der Macht ihrer Könige, die damals die schönsten Provinzen Frankreichs im Besitz ha-tcn; aber bald nach dem Tote Eduards lll. gingen säst alle Vonheileverloren durch den wüthenden Kamps, der zwischen den Hooks und Lar.casters sicherhob. BeideHauftr waren in Eduard lll. vereint, auf dcnThron war ihm aberRichard II. von^ork 1377 gefolgt. Als dieser schwache Frust durch Heim ich IV.von Lancaster, genannt v. Bolmgbrocke (1399), Thron und Leben verlor, kamdas Haue Lancaster (Heinrich IV. , V.u. VI.bis 1461) an die Regierung. Hier-durch entspann sich der Kampf der beiden Rosen. Heinrich VI. von Lamas!« nardvon seinem herrschsuchiigm Vetter Eluard N., einem Pork, vom Thron gestoßen(1461) und ermordet rl47l). Noch Eduarde I V. Tode (1483) b,stieg sein 12jäh>.Sohn, Eduard >., den Thron, oder Richard v. l? loucester,sein Oheim (Eduarde I V.Bruder) bemächtigte sich --«'Regierung, ließ Eduard >. und seinen jünger» Biu-der im Tower ersticken und ward alsR chvrd lll. (der Bucklige) Kcnig. Dieserwilde Kronenstreit, welcher b0 Pefsrnen der königl.Familie und mehr als d e Hälftede« engl. Adels hlnwegnahm, endigte, als Heinrich von Richmond, aus d-mHause Lancaster-Tudor, nachhanget Kcnig Heinrich VII -, 1485 den grausamenRichard in der Schlacht bei Boo» onh «schlug und hieraus durch seine Vermäh-lung mit Elisabeth v.E)ork (1486) die bcid-n seuidlich getrennten Häuser vereinigte.Doch gab »S noch immer unruhige Leweoung n, bis Heinrichs VIII. Regierung