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Neunter Band. R bis Schu.
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Russisch-deutscher Krieg (181245)

tulation genommen worden; dann hakten sich auch die Engländer nach dem Siegebei Orrhes über Soulr (21-Febr.) am 14. März der Stadt Bordeaux bemächtigtund Mai schall Ltwulr bis Toulouse zurückgetrieben; endlich waren von Paris selbstNach! ichke» im Hauptguartier eingetroffen, welche des Dasein einer antinapoleo-nischen Partei und die Eroberung dieser der Nationaleardc anvertrauten Stadtals leicht schilderten. Die Schlacht am 80. März öffnete ihnen die HauptstadtFrankreichs. Napoleons Familie hatte sich von hier schon geflüchtet; jetzt erklärteAlexander, er werde nie mit ihm und dieser unterhandeln. Den 1. April warddurch Tallevrand eine vorläufige Regierung eingerichtet, Napoleon von dieser fürabgesetzt erklärt, und darauf die Krone den Bcurböns übertragen. Napoleon eilte zu spät zur Rettung von Paris berbei; er kam nur bis Fontainebleau . Hiervereinigten sich die Trümmer der aus Paris eapitulationsmäßig abgezogenen Trup-pen; doch verließ ihn Marmont mit s. Corps schon am 4. April. Nach manchen Un-terhandlungen verzichtete Napoleon aus den Thron, und bedang sich nur den Kai-sertikel, die Insel Elba mit völliger Souverainetät, 2 Mill. Franken :c., was ihmAlles bewilligt wurde. Unter solchen Umständen hatte der Krieg selbst ein Ende.Schon am 0. April ward ei» Waffenstillstand mit allen franz. Befehlshabern ge-schloffen. Die meisten außer den (Nenzen des alten Frankreichs gelegenen Fe-stungen öffneten ihre Thore, die andern innerhalb gelegene» erkannten LudwigXVlil. gern oder ungern an. Am meisten zögerte Davoust in Hamburg , der erstam 2l). Mai abzog. Zugleich entschied die Einnahme von Paius über das Schick-sal von Italien . Hier hatte der Krieg theils durch des VicekönigS trefflicheVorkehrungen, theils durch das zweideutige Benehmen Murat'S von Neapel , derNapoleons Partei verkästen und die der Verbündeten, von -Östreich begünstigt,ergriffen hatte, ohne etwas Ernstliches für sie zu thun, am wenigsten einen ent-scheidende» (Karg genommen. Seit dein Treffen, das der Vicckönig am Minciodein östreich. Feldherrn geliefert hatte, behauptete er s. Stellung a» diesem Fluffemit einem Heere von höchstens 30,000 M. gegen ebenso viel Neapolitaner und50,000 Hstreieber. Die Nachrichten aus Paris gaben dem Gange der Dingeauch hier eine nette Wendung. Am 1k. April wart ein Waffenstillstand geschlos-sen, der den stanz. Truppen den Abzug nach Frankreich gestattete und die italieni-schen zu bleiben nöthigte. Ei» Aufstand in Mailand aber änderte die Bedingungdesselben, in Paris das Schicksal Italiens entscheiden zu lassen, dahin ab, daß derPrinz Eugen s. Befehl über die Truppen an den östreich. General Bellegarde (derHiller's Stelle eingenommen hatte) abgab und über Verona nach München reiste. Unterkeß war der Graf Arrois als Stellvertreter Ludwigs X VIII. in Paris ein-getroffen. Dieserschloß den 23.Apr. einen allgcm. Waffenstillstand mit den verbün-dete» Monarchen und einen vorläufigen Vertrag über die künftigen Friedensbedin-gungen. Ludwig XVIII. selbst zog in Paris am 8. Mai ei». Am 5. legte Schwar-zenberg den -Oberbefehl nieder, und die Heere zogen nun rasch nach dem Rheme zu-rück, obgleich der Friede erst am 80.Mai unterzeichnet wart. (S. Frankreich,seit 1814.) Im Ganzen war wegen der großen Eiwartungen des allgemeinenHasses gegen Frankreich die Freude über diesen Frieden sehr gering, obgleich er über100 feste Platze und 25Mill. Mensche» von Frankreich losgeriffen hatte.

Die Ruhe Europas wurde bald wieder gestört. In Frankreich gelang esLudwig XVIII. nicht, sich die Liebe dieses ihm so unbekannt gewordenen Volkeszu erwerben. Napoleon entfloh daher von Elba und bestieg den franz. Thron wie-der den 20. März 1815. (S. Bonaparte, Napoleon .) Seine Bemühun-gen, die Rückkehr aus einem günstigen Gesichtspunkte zu zeigen- d>e verspvcchentVeränderung s. Regierungsgrundsätze, Alles scheiterte jedoch an der Erinnerung stHinterlist und Verachtung aller Menschen- unk Völkerrechte, und so erging derRufzum Kriege wieder durch ganz Europa- diesmal nicht sowol gegen Frankreich -