Band 
Neunter Band. R bis Schu.
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Rußland (gcograph.-siatist.)

auf den asiatischen Theil. Die Nordamerika ». Grenze bestimmte der Vertrag zwi-schen Großbritannien und Rußland, Petersb. 28. Febr. 1825. Boden. Ruß-land ist großentheils eben; doch wechseln südl. Berg u. Thal. Zwischen dem schwar-zen und kaSpischen Meere liegt der Kaukasus (s. d.), südwestl. nach Galizien hinliegen die Karpathen, und im Nordwesten die Hochebenen des Wolchonskiwaldes.s)mO. dehnt sich der Ural (s. d.) zwischen Europa und Asien bis anS Eismeer aus.Don ihm ziehen sich mehre Kettengebirge durch das asiatische Rußland, darunter dieSalzberge Schooget, das Sokgebirge, das sibirische Grenzgebirge, der kleine Altai,das Baikalgebirge, das Apfel- und «tanwowoigebirge, welches, die chinesischeGrenze bildend, bis zum tschuktschischen Vorgebirge streift. Das südöstliche Ruß-land besteht aus«teppen, welche theils unbewohnt sind, theilsNomaden zur Vieh-zucht dienen. Das Klima ist verschieden. Zm «. herrschen kurze und gelindeWinter, ein zeitiger Frühling, ein heißer und langer Sommer mit seltenem Regen,und ein später Herbst; im mittlern Rußland rauhere und längere Winter, besondersim östlichen Theile desselben, und kürzere «ommer; nördlich friert das Quecksilber,daß man es in warmen «luden noch hämmern kann, und die Gewässer sind vomOct. bis Ende Mai mit Eis bedeckt. Wenn im mittlern Rußland Getreideerntendem Fleiße der Einw. noch gelingen, so sind sie im nördlichen selten und unsicher.In dem arktischen Kreise Rußlands sehen wir lange Sommertage, welchen das Eissich doch nicht unterwirft, und lange Winternächte, welche das Nordlicht Heller be-glänzt, aber eine heitere Kälte erfrischt das wenige Leben, das hier nicht erstarrt.Gewässer. Vom Eismeer im N. umflossen, welches hier das weiße Meer, dieBusen des Obi, Zenisei und der Lena bildet; im O. vom östlichen Ocean, mit derBerings-oderCooksstraße, mit den anadyrschen, kamlschatkischen oder ochotzkischenMeeren begrenzt; im S. an das schwarze Meer und im NW. und W. an die Ost-see mit dem finnischen, bothnischen und rigaischenMeerbusen stoßend, hat Rußland2 Hauptabdachungen nach NON. und OW., und nach «. und SO. Dorthinströmen die Dwina mit dem Iug und der «uchona, die Petschora, der Ob, derIenisei, die Lena; im NW. derNiemen, die Düna und die Newa ; im «.fließender Don, Dnepr, Dniester, Pruth und die Donau, der Kuban, die Wolga und derUral. Rußland zählt, außer vielen Salz- u. a. kleinen Seen, 14 größere, dar-unter das kaspische Meer, den Ladoga- und Onegasee , das tschudische Meer, denSacksee in der Krim, den Aval-, Baikal - und Altinsee. Die künstliche Wasserver-bintung wird immer mehr planmäßig erweitert. Der Canal von Wischnei-Wolot-schok verbindet Petersburg mit Astrachan ; dasselbe geschieht auch durch den neuenCanal von Nowgorod; der Canal der Beresina vereinigt die Ostsee mit dem schwar-zen Meere, und der Ladogakanal läßt die «chissfahrt auf dem stürmische» Ladogaseevermeiden. Seit 1821 verbindet der Kirilow'sche Canal (l l8 Werst) Astrachan ,Petersburg und Archangel; derVollendung nahe sind: der Windau'scheCanal, der200 Werst lange Canal mit 36«chleusen, der die Moskwa mir der Wolga verbin-det, und der von Peter d. Gr. schon beschlossene, von Alexander 1825 wieder auf-genommene Canal, der 114 Werst lang 20Schleuse» zählt, welcher denDon unddie Wolga , dadurch aber das baltische, schwarze und kaspische Meer verbinden soll.Diesi.nrischeWasserverbindung erstreckt sich von der chinesischen Mauer bis Peters-burg, Archangel und Riga; daher kann man in Kolywan, Tomsk und Zrkutzk alleeuropäische Waaren um billige Preise haben. Erzeugnisse. Rußland bautungleich mehr Getreide als es verbraucht: Obst, Wein, selbst «üdfn-chte und diezuckerreichen Arbusen werden in Menge erzeugt. Die Waldungen gewahre», außer-dem starken Verbrauch, reichliche Ausfuhr, und der Nutzen würde noch bedeurendersein, wenn es nicht an tüchtigen Forstmännern fehlte; erst seit 1804 wird dieser Ge-genstand wissenschaftlich behandelt. Maulbcerbäume werden jährlich angepstanzt,1802 allein über 1 Mill. Fast alle Arten Gartenfruchre sind dem Lande nicht niehrfreind. Gcwinnreich sind die Rindvieh- u. Pferde ucht, die Schaf- u. Bienenzucht