Salm (Haus) 602
Gerlachs, des jüngern Sohnes Heinrichs II., Herzogs von Limburg . ?lls» stammtdas Haus Niedersalm (Reiferscheid) all, ia von dem alten Hanse Salm in männ-licher Linie ab, und die Fürsten dies'? Hauses nennen sich deßhalb Altgrasen vonSalm. Es theilte sich 1629 in 2 Linie r. Die ältere besitzt Salm und Reiferscheid,die jüngere Dnk. — (.Die ältere th-ilre sich wieder in 3 Zweige: .->) Das fürstk.Haus Salm-Reiserscheid-Krautheim (sonst Bedbur). Dieses verlor s. Besitzungenim luneviller Frieden und erhielt dafür durch den EnsschädigungSrecek 1803 Län-dereien in Franken, die 1804 zu einem Fürstentbum Krautheim (6 ! !M., 14,000E. und 160,000 Fr. Eink.) erhoben wurden. Durch den Rheinbund kam diesesFürstenthum, dessen Fürst kathol. ist und zu Gerlachsheim an der Tauber wohnt,unter die Souverainelät von Würtemberg und Baden. I>)Das Haus Salm-Reiferscheid-HainSbach, welches allein noch den Grafentitel führt, hat niemals un-mittelbare Besitzungen gehabt. Seine Güter liegen in Böhmen , wo der Gras einKronerbamt bekleidet, u) Da« 1190 in den Fürstenstand erhobene Haus Salm-Reiferschcid hat ebenso wenig jemals unmittelbare Besitzungen gehabt. Es erbt? dieMajoratsherrschafien der 1184-ausgest. salm-neuburger Linie. Der Fürst wohntin Wien . — L. Die jüngere Linie Dvk hat ihre Besitzungen im Bezwke Köln despreuß. Großhcrzogth. IcikderrhkinundinWürlenib>rg(2 der Herrsch. Schu>>en-ried und Wcissenau). Sie ward 1816 in den königl. preuß. Fürstcilstand erhoben.— Das geqenwärt. Haus Obersalm ist ursprünglich ein Zweig der Mild-undRheingrafen. Die Güter d r alten Wildgiafen (nn ardenner Walde), Nachkom-men der Söhne Ottos v. Witlelkbach, des Mörders König Philipps v. Schwa-ben, welche im Anlange des 15. Jahrh, ausüarben, kamen durch Heirath an dieRheingrafen, die schon im 13. Jahrh, die Rheingrasschaft Stein an der Nahe be-saßen und sich nun W'ld- und Rheingrafen nannten. Von diesen stiftete Johann V. ,als Gemahl der Erbin von Obersalm, Johanna, das neue Haus Salm. SeineNachkommen theilten sich in mehre Zweige, von denen der ältere den Namen Salm,die übrigen aber den Namen Wild- und Rheingrafen führten, bis sie diesen 181kmit dem Namen Fürsten von Solm-Horstmar vertauschten. Nach mehren Ver-zweigungen sind gegenwärtig nur noch 3 Äste des Hauses Obei salm vorhanden:s)Die Fürsten von S alm-Salm, kath. Religion. Diese verloren in Folge derfranz. Revoluiion die noch übrige halbe obere Grafschaft Salm im Wasgau unddie wild-und rheingräfl. Länder. Sie behielten bloß die Herrschaft Anholt an derGrenze von Westfalen und Holland . Durch den Receß von 1805 erhielten sie alsEntschädigung ein Fürstenthum im ehemal. BiSthume Münster von 21 UM.,mit 38,000 L. und 340,000 Fr. Eink. Der Fürst von Salm-Salm trat zumRheinbünde, verlor aber f. Souverainekät durch den Senatsbeschluß vom lO.Dec.1810. Er ist seit 1815 k. preuß. Vasall. Der Fürst Konstantin von Salm-Salm,zu Docholt, Aahaus und Anholt , Herzog von Hoogstraken (Residenz Anholt unweitBocholt, Fl. an der Aa), überließ 1816 den anholter Zoll an den König der Nie-derlande gegen jährl. Entschädigung von 22,150 holl. Gld. Den 11. Mai 1826trat er für s. Person zur proiest. Kirche über, mußte deßwegen Frankreich verlassen,ging nach Dresden und starb zu Karlsruhe im Febr. 1828. Zbm folgte sein SohnersterEhe, Florentin, geb. 1186. Seine Kinder zweiter Ehe besitzen s von denHerrschaften Schussenried und Weissenau in Würtemberg. I>)Das fürstlicheHaus Salm-Neu-Kyrburg wurde 1803 für den Verlust der Grafschaft Kyr-burg und s. Antheil an den wild- und rheingräfl. Gütern, im Münsterschcn (mitlO^PM., 8000 E. und 110,000 Fr. Eink.), angrenzend an Salm-Salm , seit1815 unter k. preuß. Souverainetät, entschädigt. Dieser Fürst trat 1806 zumRheinbünde, verlor aber 1810 seine Souverainetät an Frankreich . (S. Salm-Kyrburg.) e) Das fürstl. Haus Salm-Horstmar, luth. Kirche, stammtvon der Grumbach 'schen Linie der Mild- und Rheingrasen ab, deren beide Zweige,