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wird Essig gemacht. In den gebirgigen Gegenden, wo der Boden sich weniger zumGetreide-- und Gartenbau eignet, ist er doch um Holz bewachsen oder gibt guteWeiden und Wiesen. Flachs wird in Menge gebaut, und ist ein Hauptzwerg derFabriken und des Handels. Hanfhai man nicht so viel, wie verarbeite! wird: aberder Handel ins Ausland mit Färberrötke, deren Anbau hier von einem niederländ.Kaufmann im 16. Jahrh, eingeführt ward, ist desto beträchtlicher. Auch wird vielHopfen, besonders in der Gegend von Münsterberg , gebaut und ausgeführt, schär-te, ein Färbekraut, sammelt man in mehren Gegenden fuderweise ein. Auch derTabacksbau ist sehr in Aufnahme gekommen. Das Holz nimmt auf dem plattenLande ab, indessen wird aus den Fichten, Tannen und Kiefern viel Theer und Pech,und aus den Lerchenbäumen Terpenlhin und Kienruß verfertigt und ausgeführt.Rindvieh-, und Pferdezucht reichen nicht zu dem Bedarf hin. Das nökhigeSchlacht-vieh kommt aus Polen und Ungarn . Die Wolle der schlesischen veredelten Schafegehört zu den feinsten Sorten, welche die Provinzen des preuß. Staates liefern.Die feinste fällt uin Öls und Namslau. Ziegen gibt es viel im Gebirge, und dieBienenzucht ist besonders in der Herrschaft MuSkau und in Oberschlesien wichtig.Wildpret und Fische sind reichlich vorhanden. Das Steinreich ist sehr ergiebig anEisen, Kupfer, Blei, etwas Silber, Arsenik, Galmei, Vitriol, Schwefel, Steinkoh-len an vielen Orten, Kalk, Gyps, Mergel, Marmor, Schiefer, Mühl- und Schleif-steinen, Jaspis, Agat, Topasen, Karniolen, Onyx , Amethyst rc. Mineralwassersind zu Warmbrunn, Flinsberg, Reinerz, Landeck, Altwasser , Charloktenbrunn rc.Die Leinwandmanufacturen und die dazu gehörigen Spinnereien und Bleichen sindsehr berühmt. Sie lieferten 1805 für 10- Mist. Thlr. Waaren, und der Ertragder Baumwollen-und Wollenmanufactur und der Lederbereitung stieg beinahe ebensohoch. Man webt Leinwand von verschiedener Güte und Breite; feine besondersin Greifenberg und in der Umgegend. Daß die schlesische Leinwand so berühmt ist,verdankt sie hauptsächlich den eingeführten Schauanstalten, die alle gewebte Lein-wand prüfen müssen. Unter den Metallfabriken sind nur die in Eisen von Bedeu-tung. Auch gibt es Papier -, Tabacks-, Fayence - und Zrdengeschirrfabriken. Dievorzüglichsten Ausfuhrartikel sind Garn, Leinwand, Tuch, Baumwollenwaaren undKrapp. Die Ausfuhr übersteigt im Allgemeinen die Einfuhr. — Schlesien ist in3 Regierungsbezirke, Breslau , Liognitz und Oppeln, getheilt. Die höchste Gerichis-pflege besorgen die königl. Oberlandesgerichte zu Breslau , Liegnih und Raiibor.Ein großer Theil der oben genannten Fürstenthümer, Standes- und Minderherr-schasten wird von mittelbaren Fürsten, Standes - und Minderherren besessen, diezwar zum Theil auch ihre eignen Regierungen und Iustijkanzleien, aber keine lan-desherrl. Gewalt haben und der Aufsicht der k. Oberlandescollegien untergeordnetsind. — Die meisten Einw. (1828) sind Evangelische (1,264,186) und Katholi-ken (1,077,107). Doch ist auch denHussilen, griech. Christen, Herrnhuterii,Schwenkfcldern und Juden die freie Übung ihrer Religion gestaltet. Die Katholi-ken stehen in Kirchensachen unter dem Bischof von Breslau , der zugleich Fürst vonNeiße und als solcher, wegen der bestehenden Theilung dieses Fürstemhums, auchöstreich. Unterthan ist. Die Schrift: „Die kathol. Kirche, besonders m Schlesien ,in ihren Gebrechen dargestellt von einem kathol. Geistlichen" (Altcnburg, 2. v rm.A. 1828), veranlaßte eine „Vorstellung von 11 Diöcesan-Geistllchen an den Fürst-bischof». Breslau , l). Eman. v. Schimonsky (übergeben am 29.Nov. 182» undgedruckt u. d. T.: „Erster Sieg de« Lichts über die Finsterniß in der kath. KircheSchlesiens" Hanov. 1826), worin um die Einführung eines eillg-mi. Diccesan-Ge-sangbuches, um Abschaffung der lat. Sprache beide» goitesdienstl.Verrichtungen,um die Umarbeitung des Missals und um die Umwandlung des Rituals gebetenwurde. Die geistl. Sachen der Lutheraner werken von den in jedem Regierungsbe-zirk best-henden Kirchen - und Schulcommissionen, und m letzter Instanz von dem