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Elfter Band. T bis V.
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Tafelsiein Tag 9

wähne Blut), oder des sranz. reil. Den lat. Urtext der Romane vonder Tafelrunde bildeten Chrestien v. TroveS u. A. im 12. Jahrh, in nordsranzös.Verse um. Vorzugsweise gehören Hierher: Tristan de Leonnois; Lancelot ; Par-ceval de Kalkeis, und die noch nicht bekanntgemachte Geschichte des heil,Gral.

Tafelssein, s. Diamant.

Taffia heißt auf den antillischen Inseln bei den Franzosen eben Das,was die Engländer Rum nenne», der Zuckerbranntwein, der aus der gegohr-nen Melasse, oder demjenigen Theile des Zuckersaftes, der nicht gerinnt, ge-brannt wird. Der gewöhnliche Taffia wird aus einem Gemisch von Melasse,Svrup und Zuckerwasser bereitet, und ist im Geschmack und Geruch wenigerangenehm als der Rum.

Tag, eigentlich die Zeit einer Achftndrehnng der Erde, oder ferner auch,die davon etwas verschiedene Zeit zwischen 2 nächsten Durchgängen des Sonnen-mittelpunktS durch die obere Hälfte des Meridians (obere Culmination). (Vergk.Slernzeit.) Im gervöhnlichen Leben bezeichnet man mir diesem Ausdruck abernur die Dauer des Verweilen-! der Sonne über dem Horizonte, und setzt dieseinnatürlichen Tage jenen astronomischen sowol als den bürgerlichen Tag entgegen.Der Astronom nämlich zählt seinen Tag von einer obern Culmination der Sonnezur andern, der bürgerliche Gebrauch hingegen von Mitternacht zu Mitternacht ;der erstere seineStunden bis zu 24 ununterbrochen fort, wogegen der letztere, wiebekannt, 2 Mal 12 zählt. Die erste Stunde nach Mitternacht also, welches zu-gleich die erste stünde des neuen CalendertageS ist, macht die 13. Stunde des al-ten astronomischen Tages aus, und die erste Stunde des neuen astronomischen Ta-ges ist dagegen die erste Nachmittagsstunde des alten bürgerlichen. Bezieht manden Tag in der obern, zuerst angegebenen Bedeutung auf die Axendrehung der Erde (Wtermag), so ist er, gleich dieser, zu allen Zeiten von unveränderlicher Dauer.Der Sonnentag dagegen ist, wegen der ungleichen Geschwindigkeit der Sonne inihrerBahn, zwar für die ganzeErde, aber nicht zu allen Zeiten gleich lang. (Vgl.Sonnenzelt.) Die Dauer des natürlichen Tages ist für die verschiedenen Punkteder Erdoberfläche verschieden. Um sich dies zu vcrsmnlichen, rufe man die schein-bare tägliche Bewegung der Sonne um die Erde vor die Einbildungskraft. DieseBewegung erfolgt in kreisen, deren Ebenen sämmtlich dem Äquator parallel sind(Parallelkreisen). Der Horizont der Bewohner des Äquators theilt sowol letz-ter» als sämmtliche Parallelkrcise in gleiche und gleichkiegende Hälften; daher indiesen Gegenden die Sonne immer ebenso lange über als unter dem Horizontebleibt, Tag und Nacht also immer gleich lang sind. Nähert nian sich vom Äqua-tor aus den Polen , so ändert sich diese Lage der Parallelkreise gegen den entspre-chenden Horizont immer niehr; in der einen Hälfte des Jahres werden die Tage,in der andern die Nächte bei dieser größer» Annäherung zum Pole immer länger,

^ bis unter dem Pole selbst (abgesehen von andern Einflüssen) nur ein bmonatlicher! Tag mit einer ebenso langen Nacht abwechselt. Aus der Abhängigkeit der Tages-länge von der Lage der Parallelkreise gegen den Horizont wird auch begreiflich,warum an den Äquinoctiaktagen, wenn die Sonne im Äquator selbst ist, Tagund Nacht auf der ganzen Erde gleich lang sind. Der Äquator nämlich, als eingrößter Kreis der Kugel, wird von allen Horizonten, als ebenfalls größte» Kreisen,in 2 gleiche Hälften getheilt; nur die beiden Pole, deren Horizont der Äquatorselbst ausmacht, sehen die Sonne in diesen beiden Tagen rings durch ihren ganzen! Horizont laufen. Die äußersten Parallelkreise (Wendekreise), welche die Sonne

> nördlich und südlich vom Äquator beschreibt, sind vom letzter» bekanntlich nur umetwa 23-d° entfernt; ebenso weit aber stehen die Polarkreise von den Polen ab.

> Also berühren sich, wie man bei einigem Nachdenken leicht findet, der Horizonti der Bewohner der Polarkreise und die Wendekreise dergestalt, daß der eine der letz-