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Elfter Band. T bis V.
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Tetanus

Tettenborn

Durchstreichen u. s. w., verknüpft ist, die nämlichen Formalitäten wie bei Errich-tung eines neuen Testaments; in Frankreich sowol durch eine eigenhändige schrift-liche Erklärung als durch eine mündliche vor einem Notar und 2 Zeugen. Vondem Testament, welches eine Zrbeinsetzung enthält, ist das Eodicill, welchesnur Vermächtnisse (Legate) enthalten kann, unterschieden; daher ist es gewöhnlich,den Testamente» die Claufel anzuhängen, daß sie, wenn sie aus irgend einem Um-stände nicht als Testamente wirken konnten, sie doch als Codicille angesehen werdensollten, > 5 . Diese kann noch gemeinem Recht in manchen Fab-

le» von Nutze» sein, besonders wenn die Trbeinsetzung fehlt oder nicht zu Recht be-steht. Übrigens ist es sehr streitig, welche Formalitäten das Eodicill haben muß,daher am sichersten, nichts, was zur äußern Form des Testaments gehört, dabei zuverabsäumen. Die Geschichte hat die Testamente berühmter Männer als ur-kundliche Denkmäler ihres Lebens aufbewahrt. Man findet 160 derselben, vonPlato bis auf Tambac.BS herab in G. Peignot'sOlivir sie ->»<üci

et (Paris 1820, 2 Bde.). 37.

Tetanus, der Todkenrrampf, der Starrkrampf, die Steissucht, d. i. der-jenige Krampf, wo der ganze Körper steif Und starr wird, das Athmen schwer geht,die Sinne aber unverletzt bleiben. Wird der untere Kinnbacken so heftig gegen denobern gezogen, daß man den Mund fast mit keiner Gewalt öffnen kann, so heißtdas die Mundfperre, Muntklemme, TrismuS.

Tethy S (nicht zu verwechseln mit Thesis), eine Tochter des Uranus undder Gäa (des Himmels und der Erde) und Gemahlin ihres Bruders Okeanos ,dem sie mehre tausend Söhne und Töchter gebar, Flusse, Bäche und Quellen. Inden orphischen Hymnen heißt sie die Königin im meerfarbenen Gewände. Sie er-scheint als personifieirtes Meer, und ihr Name (die Ernährerin, Amme) scheintdarairs hinzudeuten, daß man das Wasser als da? zur Erzeugung und Ernährungaller Dinge Nothwendige betrachtete. Bei Aristoteles wird namentlich gesagt, daßQceanuS und TethyS von den Alken als Erzeuger aller Dinge angesehen wurden.

Tetra chord war bei den alten Griechen eine Scala von 4 Tönen. DieAlte» theilten nämlich ihr Tonsystem in Tetrachorde, wie wir das unsere in L)cra-ven theile». Deßhalb hatten sie auch in ihren Singschulen zur Solmisasion nur4 Sylben nöthig, da hingegen m der neuern Zeit die 6 Aretino'schen Sylben einge-führt wurden. Die Tetrachorde aber waren früher nur diatonisch, später auchchromatisch und enharmonisch. ( Ton, Tonsystem und Vers.)

Tetralogie, s. Trilog ie.

Tetrameter, s. Vers.

Tett e n b o r n (Friede. Karl, Freih. v.), Generallieut., badischer außer-ordentlicher Gesandter und bevollmächt. Minister am wiener Hofe, ist geb. 1778 zuTettenborn in der Grafschaft Hohenstein. Sein Vater, zuvor Militair, zwarniarkgräfl. badischer -Oberjägermeister zu Rastadt geworden. 1791 kam derSohn als kurfürstl. Page nach Mainz . Als aber 1792 der Hof vor den Franzo-sen flüchten mußte, ging T. 1793 nach Waltershausen , um sich unter dem be-rühmten Bechstein den Forstwissenschaften zu widmen. Noch in kems. Jahre be-zog er die Universität Göttingen , die er in Folge einer jugendlichen Übereilung mitJena vertauschen mußte. Der Tod seines Vaters gab ihm Freiheit, ganz feinetNeigung zum Kriegsdienste zu folgen, und so trat er 1794 als Caket beim JosephKinSky'schen, später Klenau'schen Ehevauxlegersregiment in das östr. Heer. Diedamaligen KriegSercignisse sind bekannt; ihren Wendungen folgte T. in den Be-wegungen seines Regiments, das wir 1799 bei dem Heere des Erzherzogs Karllind 1801 unter Kray wiederfinden. Er stieg im Laufe des Kriegs zum Rittmei-ster und Schwadroncommandanten. Wie er auf dem Schlachifelde seinen Muthvielfältig bewährt hatte, so lebte er glänzend und genußreich im Schoße des Frie-