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Thermopylä Theroigne- de- Mericourt
schon verwandeln, so wird der gegebene Räaumur'sche Grad mit 9 multiplicirt, dasProdnct durch 4 dividirt, und zum Quotienten 32 addirt. — Außerdem hat mannoch Metall,hermometer, z. B. in Uhrform, wo ein Zeiger die Ausdehnung oderZusammenziehung weist, die eine Metallfeder durch Wärme oder Kälte erleidet.Da indeß die umstehend angegebenen Quecksilberthermometer von 80° doch die ge-wöhnlichsten sind, so begnügen wir uns, schließlich einige der merkwürdigstenStände danach anzugeben. Ein solches Thermometer zeigte z. B.
Wärme am Senegal am 12. April 1738 . — -s- 36^ °.
Wärme in Leipzig 1755 — -s- 31 °.
Kälte zu Leipzig 1785 — — 23^°.
Kälte zu Waldheim 1785 .- -- — 27 ^ °.
Es zeigt ferner bei mä ßiger Sommerwärme . ^ -j- 14^".
bei der Kelle, temperatur . . . — -j- 10 °.
Eis nüt Salmiak gefriert bei.— — 14^ °.
Quecksilber gefriert bei. - — 32 °.
S. Lnz's ,,Völlst. Anweisung, Thermometer zu fertigen" (Nürnb. 1781); Nach-trag dazu (Nürnb. und Leipz. 1784). Zur Dergleichung der verschiedenen Thcr-mometerscalen ertheilen vollständige Anweisung Hindenburg'S „borinul-,- uoiu-^.'ir.nioliü il^rrmnnieU (Leipz. 1781, 4.).
>Thermopvlä, wörtlich der Paß oder die Pforte der warmen Quellenoder Bäder, da in der Nähe warme Quellen sind. Dieser Engpaß, der einzige,der aus Thessalien durch das Gebirge Öta nach Hellas führte, ist berühmt durchden heldenmutkigen Tod des Leonidas (s. d.) und durch das Amphiktyo-nengericht (s. d.).
T h ä r o i g n e - de - M e r i c o u r t, die sogen. Amazone der Revolution,war in der Nähe von Luxemburg geb. Mit glänzender Schönheit verband ste einausgezeichnetes Rednertalent, welches in den ersten Jahren der franz. Revolutionmehre Parteihäupter mit Erfolg für ibre Zwecke benutzten. Man behauptet, daßsie am 5. Qet. 1789 zu Versailles war und durch GAdvertheilungen, mehr abernoch durch eine nachdrucksvolle Anrede, das Regiment Flandern zum Ausstandereizte. Bald darauf hörte man sie bei jeder Gelegenheit die Sprache der beliebte-sten Volksredner führen und ihren Zuhörern den Enthusiasmus mittheilen, der sieentflammte. 1790 begleitete sie in das Lüttichfche die geheimcn,Agenten, welchehier das Volk aufwiegeln sollten; bald aber ward sie von den Üstreichcrn aufge-fangen und nach Wie» abgeführt. Der Bericht, den die Unkersuchungscommisfionüber sie erstattete, machte den Kaiser Leopold auf ihre Bekanntschaft neugierig.Des Kaisers Unterhaltung mit ihr hatte ihre Freilassung zur Folge, doch ward ihrdie Rückkunft aufs bstreich. Gebiet untersagt. Zn den ersten Tagen 1792 nachParis zurückgekehrt, zeigte sie sich als den Paladin der constüukionnellen Grund-sätze, von denen man sich damals zu entfernen ansinz. Bald nachher erschien sie,bald mit der Pike in der Hand, bald nüt bloßem Säbel und mit Pistolen im Gür-tel, auf den öffentlichen Plätzen und in den Tlubbs an der Spitze einer Schar vonAmazonen, um Glut- und Muthreden zu halten. Sie war es, die am 10. Aug.1792 Suleau und 5 Andre, die, der Theilnahme an einer falschen Patrouille derNationalgarde beschuldigt, in Verhaft genommen waren, im Namen des Volksermorden ließ. Mit eigner Hand soll sie Suleau (Redacteur einer Zeitschrift) denersten Stoß versetzt haben, um die Beleidigungen zu rächen, welche ihr dieser mehr-mals in seinem Journale zugefügt. Nach einiger Zeit ging diese Überspannung inGcisteszerrüttung über und endigte nüt völligem Wahnsinn. T. ward in das Ir-renhaus der Vorstadt St.-Marceau und spater nach der Salpetrige gebracht;hier blieb sie bis zu ihrem Ente (1817) in einen, dumpfen Hinbrüten, das mitden heftigsten Anfällen von Raserei wechselte. Langer als 20 Jahre hatte sie in