Band 
Elfter Band. T bis V.
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Thiard . 4 94

Schutze desselben vorhanden, dieser Schritt isi der erste zumRückfall in dieBarbarei;die natürliche Folge davon ist Hungersnoth, denn wer würde die Früchte büucndie aufgehört haben, freies Eigenthum zu sei»? lind wollte man gar zum Anbauderselben zwingen, so setzt die Verarmung, der sinkende Werth der Güter, die Ver-nachlässigung derselben, dem Zwange bald unüberschreitbare Grenzen. Es gibtkein andres Mittel, die ersten Bedürfnisse des Lebens im angemessenen Preise zuerhalten, als der Urcrzcugung nicht zu viel Hände zu entziehen und diese selbst mög-lichst zu begünstigen. ^S. K orühandel, Kornmagazine.) X. -U.

Thiard (Auxonne Theodor, Graf v.) Mitglied derKammcr derDeputir-ten, trat 15 I. alt in das Regiment ü» X,5. damals eine'Bstdungsfchule fürJünglinge aus den vornehmsten Familien. Er hatte kaum ein Diensijahr beendigt,als die Revolution ausbrach; sein Regiment war für diese nicht günstig gestimmt;T. selbst, einer ihrer heftigsten Gegner, verliest Frankreich und begab sich nachWorms in das Hauptquartier des Prinzen Eondä. Als nach dem Felduigevo'n1502 das Corps des Prinzen Winterquartiere bezog, studirte T. die besten Schtift-steller seiner Nation. Voltaire und Rousseau flößten ihm freisinnige Ansichten ein;doch blieb er nichtsdestoweniger der Sache desKönigs getreu und kämpfte für sie 8Jahre lang. Glänzende Tapferkeit bewies er im Treffen von Bischheim und späterbei Konstanz . Nach mehren Versuchen, von der Emigrantenliste aüsgestrichenwerden, sah T. unter der Consularregiei'uiig die Heimath wieder und trat 1801 indenDepartementSrath der Saone und Loire . Dieser wählte 1808, mit einer Mehr-heit von nur 4 Stimmen, seinen Mitbewerber, den General Duhesnie, zum Mil-gliede des gesetzgebenden Rathes. Ein Freund des Generals hakte nämlich dasWahleollegium wider T. eingenommen durch die Bemerkung:Wollen Se denneinen Menschen wählen, an dessen Stiefeln noch der S chmuz von Koblenz zu sehenist?" Dies gab Veranlassung, daß Napoleon , der bald nachher die Kaiserkronenahm, T. seiner Aufmerksamkeit würdigte und ihn zu seinem Kammerherrn er-nannte. Als solcher begleitete GrafT. den Kaiser nach Mailand zur Krönung.SHt lange war die Hand der Prinzessin Auguste von Baietn dem Erbgrosiherzogvon Baden bestimmt; aber Napoleon , der die Prinzessin mit Eugen BeauharnaiSzu verheirathen wünschte, hatte den Gesandten;» München und Karlsruhe Befehlgegeben. Alles anzuwenden, damit man jene 'Absicht aufgebe. Da indeß mancherleiSchwierigkeiten eintraten, so sandte Napoleon den Grafen T. nach Karlsruhe undMünchen , und diesem gelang es, eine von dem Markgrafen unterzeichnete förmlicheDerzichtleisiung zu erhalten und durch solche jede Bedenklichkeit des Münchner Ho-fes zu beseitigen. Inzwischen war Napoleon aus dem Lager von Boulogne gegenOstreich i»s Feld gegangen. Nun erhielt T. Auftrag, mit den Höfen von Karls-ruhe, Stuttgart und MünchenAllianztractate abzuschließen, worauf ihn dcrKaiscrzum Beweise feiner Zufriedenheit im Heere (bei den reitenden Jäger» der Garde)anstellte,"was noch keinem Emigranten widerfahren war. Nach der Schlacht vonAusterlitz, ani Abend des Tages der Zusammenkunft mit dem Kaiser Franz , befahlNapoleon dem Grafen:Reisen L7ie nach Kai lsruhe! Sie haben die Vermählungdes ErbgroßherzogS hintertrieben; er muß eineFrau haben. Eine Schwester habeich nicht mehr, dochkann ich ihm StephanieBeauharnais oder Mademoiselle Ta-scher, und den Breisgau als Aussteuer geben: je 1,-s O-iM pr>uee->,-,cs". T. voll-zog den Auftrag und kam in Begleitung des badischen Staatsministers, der um dieHand der Prinzessin anhielt, in dem Hauptquartiere zu Schönbrunn an, nachdemer'in 20 Tagen 400 Lieues zurückgelegt hatte. Gleich darauf begleitete er Napo-leon »achMünchen zur Vermählungsfeier Eugen BeauharnaiS, und eilte dann nachStuttgart, wo ihm durch den Minister v. Normann für Hieronymus Bonaparte die Hand der Prinzessin Katharina vorgeschlagen ward. Auf die Nachricht davonerklärte Napoleon :()u'il5 attcnckeut clona ezue j'aie fiarelonnl; ä mon liere. il

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