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Tirol
TireskaS
eigne Taktik und bewegen sich, wo sie nicht in dichten Massen gleich den Linientrup-pen stehen, nach besondern Signalen. Die möglichste Beweglichkeit und Gewandtheit, gesunder, scharfer Blick, um alle U in stände, besonders das Terrain im günstigsie» Moment zu benutzen, sich, wenn es nöthig ist, schnell in geschlossene Truppezu sammeln und wieder in die zerstreute Fechtart überzugehen und in beständigemZusammenhange mit dem Ganzen zu wirken, das sind Haupterfodcrnisse für dieTrraillcurs. Das, sie geübt sein müssen, richtig und zweckmäßig zu feuern, ohne darumeigentliche Scharfschützen oder Jäger zu sein, versteht sich von selbst. Im Revolu-tionskriege ward das Tirailleursystem von den Franzosen eingeführt; vielleichtbrachte man die Idee dazu aus dem nordamerikanischen Freiheitskriege mit. Auchmachten es die Umstände nöthig, denn die neuen franz.Kricger konnten in der kurzenjtbustgszcit nicht die Manoeuvrirfähigkeit erhalten, um der damaligen Taktik ihrerGegner den langen zusammenhängenden Linien — das Gleichgewicht zu halten;sie kanicn also auf die Colonnen, wodurch jene Mangel größtentheils beseitigt wur-den, und schickten diesen, theils um die Gewalt des ersten feindlichen Anfalls zu bre-chen (vielleicht auch um einen den Linie» der Gegner angemessenen Raum einzuneh-men), theils um jenen ihre eigentlichen Bewegungen, sowie die etwa entstehendenUnordnungen zu verbergen, große Schwärme zerstreuter Infanteristen voran, welcheplänkelten. Eine lange KriegSpraxis bildete diesen ersten einfachen Gebrauch immerMehr aus, und jetzt sind die TirailleurS unentbehrlich. Sie leisten beim Angriffewie bei der Vertheidigung die wesentlichsten Dienste, und gewöhnlich besteht ein be-trächtlicher Theil unsrer "Schlachten aus Tirailleurgefechten, besonders da, wo derFeind von der eigentlichen Stellung der Colonnen ab- und überhaupt hingehalten,und Terrainabschnitte verkbeidigt werden sollen, in welchen man keine geschlosseneMassen aufstellen kann. Der Gebrauch der TirailleurS, in Verbindung mit denColonnen, hat die ganze Taktik geändert und damit den entscheidendsten Einfluß aufdie Kriegsführung im Allgemeinen gehabt. ki-r.
Tiresias (mpthol.), ein Sohn des Eueres und der Nymphe Chariklo, warein vornehmer Thebaner und berübmrer Wahrsager. Er wurde blind, und davonführt die Fabel mehre Ursachen an. Nach HcsiotuS traf er einst unterwegs 2Schlangen, die sich begatteten. Er schlug mit seinem Stäbe dazwischen und sahsich plötzlich in ein Weib verwandelt. Sieben Jahre später ward er jedoch ausgleicheWeise wieder zum Manne. Da er folglich aus eigner Erfahrung die natürlichenEmpfindungen beider Geschlechter kannte, so ward er nachmals bei einem streiteJupiters und der Juno über die Frage: ob die Begattung dem Weibe oder demManne höher» Genuß gewähre, zum Schiedsrichter erwählt. Er entschied für dieMeinung Jupiters, indem er behauptete, der Genuß des Weibes sei 10 Mal grö-ßer als der des Mannes, und ward dafür von der beleidigten Juno mit Blindheitbestraft; wogegen Jupiter ' ihm zum Ersitze die Kunst wahrzusagen schenkte. NachAndern ward er von den Göttern geblendet, weil er den Menschen das Verborgeneenthüllte; nach Andern von der Pallas, weil er sie bei seiner Mutter, ihrer Günst-kingin, einst im Bade überrascht hatte. Chariklo flehte zwar die Göttin an, ihmsein Gesicht wiederzugeben, da diese es aber nicht vermochte, so beschenkte sie ihnmit der Wahrsagekunst und schärfte sein Gehör so, daß er die Stimmen der Vögelverstehen konnte; auch gab sie ihm einen blauen Stab, der ihm statt der Augendienen und ihn immer auf dem rechten Wege erhalten sollte. Man rühmt seineKenntniß der Sterne. Er erreichte ein sehr hohes Alter, das auf 9 Menschenalterangegeben wird. Bei dem Kriege der Epigonen gegen Theben wurde er als Gefan-gener weggeführt und starb aus dem Wege an der Quelle Tilphuse, wo man ihmein Grabmal errichtete. Proserpina bewilligte auch noch seinem Schatten die Gabeder Weissagung, und man weihte ihm ein Orakel zu Orchomenos .
Tirol, eine zu den deutschen BundeSstaatcn des Kaiserthums Ostreich ge-