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Elfter Band. T bis V.
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Tironianische Note Tischbein (Faniikle)

Reiche, und bei der Schwäebe seiner Regenten, die ihnen Anfangs zur Verwaltunganvertrauten Gaue erblich Zugeeignet hatten. Doch blieben noch einige mächtigeDynasten übrig, unter welchen sich besonders die Grasen von Andechs auszeichneten.Einem Grafen aus diesem Hause, Bertholt gab Kaiser Friedrich l., nach derAchtScrklärung des bairischen Herzogs, Heinrichs des Löwen, Tirol zu Lehen. Bert-,hold war der erste tirolische LandeSfürsi, der seinen Sitz in Mcran hatte und sich einenHerzog von Meran nannte. Schon im 12. Jahrh, erscheinen mächtige Grasen vonTirol in der Geschichte, deren Stammschloß die alte Bergfeste Terioli war. Einerderselben, Heinrich genannt, hinterließ eine einzige Tochter in der bekannten Mar-garetha Maultasche, welche ihren Vettern, den Herzogen von Ostreich , 1359 ihreBesitzungen in Tirol verschrieb. So kain Tirol an das Haus Östreich, welches1369 die bairischen Ansprüche mit Geld abkaufte Und 1803 .die bis dahin reichsun-nüttelbar gewesenen Gebiete der Bischöfe von Trient und Brixcn einzog. Durchden presburger Frieden 1805 wurde Tirol, nach diesem Umfange, an Baiern über-lassen, welches aber davon einen kleinen Bezirk im Süden, und 1810 den ganzensüdlichen Theil jenseits der Hauptkette der Alpen an das Königreich Italien, undden östlichen Theil des PusterthaleS an die neugeschaffene Provinz Illyrien abtretenmußte. Beide letztereTheile wurden 1814 von Östreich erobert, und der bairischeAntheil in eben diesem Jahre von Baiern wieder an Östreich abgetreten, welcheshierauf auch die salzburgischen eingeschlossenen Landestheile, nämlich das Ziller -,und Brixenthal und Windisch-Matray, damit vereinigt hat. So v. Hormayr'sGeschichte von Tirol" (1.TH., b.Eotta, 1806); Seel'sGeschichte von Tirol"' (3 Thle., München 1818). Don des k. k. Gen. - O.nartiermeist. - StabesCharte der gefürsteten Grafschaft Tirol nebst Vorarlberg und dem souverainenFürstenthuM Liechtenstein , nach einer astronomisch.trigonometrischen Vermes-sung, topographisch aufgenommen und gezeichnet 1823, sind bis 1829 von 21Sect. 15 erschienen.

Tironianische Nöte (oiae Tironianae). s. Abbreviaturen.

Tischbein, eine berühmte deutsche Künstlerfamilie. Wir nennen 2 dervorzüglichsten Mitglieder. Johann Heinrich, der Erste oder Ältere genannt,geb. 1122 zu Heyna in Hessen , wo sein Vater Klosterbäcker war, sollte das Schloffserhandwerk lernen. Wegen seines Hanges und seiner außerordentlichen Talente zuden bildenden Künsten entriß ihn jedoch sein älterer Bruder, Ioh. Valentin, wel-cher CabinekSsecretair des Herzogs tzon Hildburghausen und ein guter Maler war,jenem Handwerke und gab ihn Meinem Tapetenmaler Zimmermann in Kassel indie Lehre. Zugleich benutzte cher ji^ge Künstler den Unterricht des Hofmalers v.Freese daselbst und ging, von bM>ßürmainzischen Großhofmeister, Grafen v. Sta-dion, unterstützt, 1143 nach Paris , wo er bis 1148 bei K. A. Vanloo studirte.Hierauf begab er sich nach Venedig , fand iu dem Maler I. B. Piazetta einen Leh-rer und Freund, dessen Unterricht er 8 Monate genoß und nach seiner 2 Jahrespäter erfolgten Heimkehr von Rom aufs Neue benutzte. 1152 ward er Cabinets-maler des Landgrafen v. Hessen-Kassel und lebte fortan seiner Kunst rastlos thätig inKassel , als dirigirender Pros. der Kunstakademie, mit dem Charakter eines Ra-thes, auch ward er Mitglied des Instituts zu Bologna. Er starb in Kassel 1189. Als Künstler zeichnete er sich besonders in der historisch-mythologischenMalerei aus, weniger iin Bildniß. Mit Begeisterung ergriffet jeden neuen Ge-danken, den er einer Malerischen Darstellung fähig hielt, und festigte, sobald ernur konnte, das Bild seiner Seele mittelst einer flüchtigen Skizze auf Grundpa-pier, mit Schwarzkreide oder Rothsiein. Sodann ruhte er nicht eher, als bis ers. Idee auf der Leinwand ausgeführt hatte. Er schloß sich zu dem Ende bei hellenTagen ein, war selbst seinen Hausgenossen unzugänglich und zeigte sein Gemälde erstdann seinen Freunden, wenn es bis zu einem gewissen Grate fertig war. LUs Gc-