214 Tischbein (Heinrich Wilhelm)
bereit? angehörtem Todesurrheile mir Friedrich von O'kreich „och aus dem Brotespielt. Um 178,1 kam er nach Rom , wo er durch da? Anschauen alter und neuerKunstwerke sein Talent selbstschaffend weiter bildete. Von dort sandte er Copienin Öl nach Rasael, Donienichino und da Vinci, und al? Orizinalgemälde Hercu-le?, wählend zwischen Tugend und Laster, ferner eine italienische Landschaft „. s. f.nach Kassel. Sein Konradui erregte in Rom Aussehen. Ein imposante? Werk,sagt ein ätunstkenner, von 8 Fuk; Breite und 5 Fuß Höhe, welche? er seinci» f ü-Hern Unterstützet, dem Herzoge von Gotha , geweiht hak, und welche? jetzt eineZierde teS Schlosse? Friedenstein zu Gotha ist. Es sollen mehre kleine Copien da-,vo» vorhanden sein. ?(ii? dieser Periode ist auch ein kleinere? Gemälde, die Herr-schaft des Menschen »der die Thiere darstellend, und da? Bildn» vo» (Lothe. VonRom ging er 1787 auch Neavel, wurde von der Königin für da? Portrait de?Ki'oupiaujeu te.'chlick beschenkt und 1700 als Direktor bei' dortigeii Malerakademieangestellt. Er verbesserte diese Annalt iiiid bildete »iehie geschickte Schüler. Auchverwendete er, indem er sehr genügsam leoie, seinen Iahrgehalt von KOO Dueangrößtentheil? für seine Zöglinge. Nrel, »or dein Ausbrucke der Revolution, wodie königl. Faniilie sich nach Sicilie» eiiischisste, hatte er Urlaub, nach Deutschland zu reisen, erhalten, um dort die Herausgabe s. erläuternden Kupsersanmilung zumHomer zu besorgen. Indessen blieb er bis zur Revolution in Neapel , die ihn ineine Lebensgefahr brachte, woran? ihn bloß seine Deutschheit und seine Knuff ret-teten. Mit einem ausgeflickten Tbeile s. Kunstschäße, worunter sich die sänimtl.Kupserplatten zu s. großen Werke über die zweite Hamilton'sche Vasensammlung>n -i Ddn. Fol. und zu f. erwähnten Homer in 0 Bildern befanden, schiffte er sich1700 auf einem neutralen Schiffe »ach Livorno ein, ward verschlagen, vo» franz.Schiffen geeaperr, abei' mit seiner ganzen Habe freigelassen, und kam nach einer4 monatliche» Reise unk vielen Mühseligkeiten zu Kassel an, lebte 1800 zu Göt-ringen lind Hanover, und von da an fast immer zu Hamburg und Eutin , alsKünstler und Mensch in gleich hohem Grade geachtet. Hier arbeitete er mehreschöne Gemälde und Zeichnungen aus, unter andern (1805) einen Ajax, der dieKassandra von der Statue der Pallas wegreißt, und 3 Figuren von übermenschlicherGröße, für die Galerie de? Herzogs von Oldenburg zu Eutin . Eine kleine, aberausgewählte Sammlung von Gemälden (worunter ein Rasael von höchster Schön-heit) verkaufte er diesem vortrefflichen Fürsten. 1806 bekam er von der Stadt Bre-men den Auftrag, für die St.-AnSgarikirche daselbst auf einer Altartafel da? „Las-set die Kindlein zu mir ko>:men" zu malen. Eine Beurtheilung dieses Bilde? inder „Allg. Literatur Zeitung" 1810, Nr. 30 nennt dasselbe „eine Welt voll Schön-heit, Andacht, Mutterliebe und kindlicher Unschuld, die man Stunden lang betrach-ten muß, um jeden einzelnen Aug des Genies seines Schöpfers au? ihm herauszu-fühlen. Über allen Ausdruck bezaubernd ist auch die, ungeachtet der großen Man-nigfaltigkeit der Gegenstände, kunstvollen Perspektiven und Verkürzungen, durch-aus hell gehaltene Perspektive desselben". H. W. Tischb. starb zu Eutin am 26.Zuni 1820, 78 Jahr alt. Er hat auch mehre artistische Werke herausgegebenund zum Theil mit Atzbarkeiren ausgestattet; z. B. die Sammlung s. Thicrstudie»u. d. T.: ,, lütoii cke ckllkeiLiN, aninniux, ckoseiinW >l apius nnlnre Zinne <Ivn-inn »ne iilee pln5 evgcl« -In lenr.-i cAinctär»" (Neapel 1706, 2 Bde., gr. Fol.).Es war nämlich s. Lieblingsstudium, die Physiognomien der Menschen, mit denender Thiere zu vergleichen, auf welche Idee er wahrsckeinlich durch seinen Umgangmit Lavater gekommen war. Im 1.TH. de? angeführten Werke? sind 16, >mankern 8 Bl. enthalten. Veit bewundernswürdiger Kunst ist die Gemüthsartjedes Thieres in tiefen Bildern dargestellt. Ferner: „N, Nillü,», ll.niiiltoiiaollootion ok c»gr», ing^ i'ioni antiguv easos, t!>>: z>a>t ol greonin lu-
diic koniiel in aiunent touibs in tevo N-üli,, in Uw ee-eir, 1780 auel 1700, evitl.