Tisiphone Titan (Mpthol.) 275
tl,«- emu-irb- ns ll«' i»o>n ieior, p>nlili«l>e<1 I,v FV.'1'irolibein" (Neapel 1790—>1809, 4 Bde., Fol.). Es sind darin zusammen 240 Umrisse wirklicher Vasenab-biltungen von T., die Hülfstafeln nicht mit gerechnet. Ein 5. Bd., wozu schon60 Kupfertafeln fertig liegen, sollte noch folgen. Deutsch n. d. T.: „Umrisse grie«chischer Gemälde auf antiken, in den 1.1789 und 90 in Eampanien und Sicilienausgezrabenen Gesäße» !c., von 2t?. Tischbein" (1. Bds. 1. Heft, mehr erschiennicht; Weimar 1747, gr. Fol.). Zinn Werke über die Hamilton'schen Vasen,welches dadurch noch wichtiger geworden, daß die iLammlung selbst in einem Schiff-bruche verloren ging, gab er den ersten Gedanken an, und von ihm sind auch diescharfsinnigsten und zugleich einfachsten Erläuterungen. Zur Ausschmückung vonZnnmern ließ er die nämlichen Kupfer auf starkes Papier abdrucken. Endlich:„Homer , nach Annken gezeichnet von W. Tischbein, Director w.; mit Erläute-rungen von Eh. s^oitl. Hepne" (l.—6. Heft, Götting. 1801—4, Royalfol., undfortges. 7.—11. Heft, 1821—23, Stüktg. bei Eotta, mit Erläut. von 1). T.Schorn; jedes Heft 6 Thlr.). — T.'S ganzes Leben war vorzugsweise der Be-trachtung der Homerischen Poesie gewidmet. Schon seit seinem Aufenthalte inZürich beschäftigte ihn der Gedanke, die Kunstwerke des Alterthums, denen irgendeine Homerische Dichtung eingewebt, oder die sonst Beziehung darauf haben, auf-zusuchen und sich eine möglichst vollständige Sammlung treuer davon genommenerAbzeichnungen zu verschaffen, die dann in Kupfer gestochen werden sollten. Mit ei-nem seltenen Eifer, unermüdlicher Geduld und Thätigkeit Und einem beträchtlichenGeldaufwände benutzte T. in der Holze die glücklichsten Verhältnisse zur Ausführungdieses schwierigen Plans und brachte eine überaus reiche und kostbare Folge antikepZeichnungen zu den Homerischen Gedichten zusammen, die in dem genannten Werkemitgetheilt werden. Leider ist die Herausgabe unterbrochen worden. Jedes der er-schienenen Hefte besteht, außer mannigfaltigen Verzierungen, i» 6 Blättern- dieabwechselnd zur „Ilias" und „Odyssee" gehören. Vergl. „I. H. Tischbein, alsMensch und Künstler dargestellt von ff. F. Engelschall" (Nürnb. 1797); über H.3t?. T. s. m. die „Zeitung für die elegante Welt" (1808, Nr. 83), und über Beide!Füßli S „Allgemeines Künstle, lerikon", 2^TH., 9. Abschn. (Zürich 1816).
Tisiphone, eine der Furien. (V. Eumenide n.)
Tissot (Simon Audi ), einer der berühmtesten Arzte, geb. in dem DorfeGrenep un Pays de Band, 1728. Er studirte zu Montpellier , prakrieirte dar-auf zu Lausanne, ging 1781 als Pros. der Medicin nach Pavia und von dort 1783nach Lausanne zurück, wo er 17 >7 starb. Die ausübende Arzneikunst trieb er mitdem gröhlen Beifall, und euie Menge von Fremden aus allen Nationen kamennach Lausanne , um sich Raths bei ihm zu erholen. Seine Schriften vermehrtennoch seinen Ruhm. Sie wurden fast in alle gebildete Sprachen übersetzt. Diewichtigsten sind: „I.'on .ni>.»o. <>u ilisswi taii-ui» üur le; lu.ii-xliez pioOuite; par1., u>a>luikiaiiuu"; „Fvi-i au peuplv 5ur I.i r.inl," (1792, 2 Bke., 12.);„Ira.lv ilr l «ftuli'iiLie"; „li.siw (le- Iirri^ ct cli' le.n? inabxlm-," (1778,4 Bde., 12.) u. s. f. Gesanimelt erschienen seine Schriften zu Lausanne 1783—95 in 15 Btn., 12., unk sind ins De>-tsche von I. C. G. 2lckermann (Leipzig 1784, 7 Bde.), im Auszuge aber von Eh. F. Held (Gera 1785, 3 Bde.) über-setzt. — Ein Verwandter von ihm, Element Zoseph T., geb. 1750, hat sichebenfalls durch eine große Anzahl Schriften über Gegenstände der Arzneikunde undin den wichtigen Ännern, welche er bei den franz. Heeren als einer der ersten In-spectoren über das Gesundheitswesen bekleidete, in Frankreich Und im Auslanderühmlichst bekanntgemacht. — Pierre Franeois T., geb. 1790, einer der Her-ausgeber der „>in,(.-rvt! Iraiirai-U'", ist ein ausgezeichneter politischer Schriftstellerund auch als Dichter Vortheilhaft bekannt.
Titan, ein Sohn des Uranos und der Gäa . Als dem ältesten unter seinen
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