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Titus Vdftv.jmnus
Wcschicklichkeit. »koch sehr jung, heircuheke er die Tochter eines löimschen Ritters,nach deren Tode er sich zum '.weiten Viale unk einer vornehmen Römerin vermählte,vo". der er sich schied, nachdem sie ihm eine Tochter gehören hatte. Mir Auszeuch-nung verwaltete er das Amt eines tAuästors, und hegleitete daiaus als Befehlsha-ber einer Legion seinen Vater in den Krieg »ach Iutäa. Als (Kalba nach Nero'STode den Thron bestiegen hatte, ward T. von seinem Vater an den neuen Kaisergesandt, um demselben seine Ergebenheit zu befugen. Als er aber unterwegs dieHeach-'tcht erhielt, das; tKaiba ermordet sei, und Vitellius und Otho sich um dieHerrschaft stritten, kehrte er zu seinem Vater zurück, um keinem der Thronbewer-ber in die Hände zu fallen. Nach Oiho's Tode beschlos; Vespasian selbst sich desReich? zu bemächtige», und Titus vermittelte em Bündnis zwischen ihn; und demMucianus, Statthalter von Syrien. Bei Veipasian's Abgänge nach Italien blieb er zurück, um den Krieg gegen die Juden fortzusetzen. Den über die Aus-schweifungen seines Bruder? Domitia » entrüsteten Varer sehnte er etelmmhig aus.Als Vespasian zur Kaiserwürde gelangt war, erklärte er den T. (76 n. Ehr,) zu sei-nem Mitgenosse» im Eonsulat. Um diese Zelt nahm T. Ierusalenz, nach denschrecklichsten Unglücksfällen und Leiden, die es erdulden muste, ein. Der Tem-pel, obgleich T. >h» zu retten suchte, ward zerstört, und die M'änekchaten währenddieser denkwürdigen Belagerung, wo 7 »den im Innern der Stadt gegen Judenfechten, sind in derMschichre fast beispiellos. Obgleich T. hier so vielMenschlichkeitzu üben suchte, wie nach den Umständen nur möglich war, so dürfte doch die Kreu-zigung von Hunderten der (Hesangenei. schwer zu rechtfertigen sein. Nach der Zer-störung Jerusalems ging er nach Alerandne», wo er der Einweihung des AptS bei-wohnte. Dei-König der Pärchen schickte hierher (Gesandte zum T., welcher jedochauf die Nachricht, dar sein längere? Wegbleiben widrige Mi schte gegen ihn veran-lasse, nach Rom zurückeilte, wo er einen glänzenden T> iumpheinzug hielt. Vespa-sian nahm ihn jetzt zu seinem Milkatter an, und Beide lebten m vollkommensterEinkracht mit einander. Wenn man dem Sueronms glauben darf, so war dieserZeitraum von T.'s Leben keineswegs der ruhmvollste für ihn. Er überließ sichschändlicher Schwelgerei und dem Umgänge Mit den ausschweifendsten Jünglin-gen iii Rom z wenn ihm Leute verdächtig waren, so liest er sie im Theater oder nnLager der präkorianifchen stvarde angeben, und verui theilte sie ohne Verhör. Inder Verwaltung terlKerechtigkeit liest er sich leicht durch (Keschenke bestimmen, undVer uftc ohne Wissen seines Vaters Ämter von großer Wichtigkeit. Währenddes jüdischen Kriegs hatte er sich in die Beren ice (s. d.), die TochterAgrip-pa'S I., Königs der Juten, und Witwe des Königs Herodes von Ch. lcis, ver-liebt. Sie folgte ihm nach Rom , und das römische Volk war sehr unzufriedenüber seine Anhänglichkeit an eine Fürstin von so zweideutigem Ruf. Überhaupterwartete man damals, nach S ueton's Bericht, daß T. cm zweiter Nero werdenwürde. Vespasian starb im I. und T. folgte ihm im ganze» Unifange seinerÄewalt, obgleich Domitian einen Antheil der Regierung verlangte, und vor-gab, das Testament seines Vaters sei verfälscht worden. Wirklich veranlaßte ereinige Unruhen in der Stadt, die aber beigelegt winden, und die freundschaftlicheund liebevolle Weise, womit T. ihn behandelte, war ein Beweis von jener Her-zenSaüte, welche nach seiner Thronbesteigung einen Hanptzug in seinem Charakterbildet, und weshalb er mit Recht die Liebe und das Vergnügen des menschlichenHleseblechtS (unn>, et .Icüw'n.e hun.sui ^<-»c>iH genannt wurde. Zum Pontise.rMapimus ernannt, erklärte er: daß er dies Amt als eine feierliche Verpachtungannehme, nie seine Hände in Bürgerblut zu tauchen. Als daher 2 Patrizier sichwider ihn verschworen hatten, ließ er sich so weit herab, ihnen das Thörichte ihresVergehens vorzustellen, versprach ihnen, in jeder andern Hinsicht, wo sie es wün-schen würden, ihnen sein Wohlwollen zu beweisen, lud sie freundschaftlich zur Ta-