Band 
Elfter Band. T bis V.
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Türkische Musik

aus dem Türkischen des Monka Abdul Latifi und des AschikHassan Tschelebi übers.uon Thom. Chabcrt" (Zürich 1808). Baki'S (st. 1600), des größten türk. Lyrikers,D,van bat Ios. v. Hammer zum ersten Male ganz verdeutscht (Wien 1725). 1727,unter der Regierung Achmed'S III., ward von dem aus Ofen gebürtigen Renega-ten, Ibrahim, mit Beihülfe eines prager Juden, Chacham Ionas, und durchUnterstützung des GroßvesierS, Ibrahim Pascha , zu Konstantinopcl eine türkischeBuchdruckerei errichtet, in welcher bis 1742 17 Werke in 23 Bdn. und 13,000Exemplaren gedruckt wurden. Nach einem langen Stillstände ward die Druckerei1783 unter der Regierung des Sultans Abdolhamid wiederhergestellt. Doch ar-beitete sie nur etwa 2 Jahre. 1703 ward sie von Abdorrhaman Effendi, einemverdien, wollen türkischen Geometer, welcher der Pforte alsAbgrenzungscommissairnach dem Frieden zu Sistov gute Dienste geleistet hatte, wieder in Thätigkeit ge-setzt und mit der i» Chaßkoj (einer Vorstadt Konstantinopels auf der Seite Peras)neu errichteten Ingenieurschule verbunden. Hier blieb sie jedoch nur einige Jahre,und zu Anfange des gegenwärtigen Jahrh, ward sie in die zu Skutari angelegtenCasernen der neuen Miliz Verlegt. Bis 1806 wurden in derselbe» 26 Werke gedruckt.In den Unruhen von 1807 und 1809 litt sie zwar großen Schaden, ward aber vondem jetzt regierenden Sultan Mahmud II. noch 1809 wiederhergestellt. Ei» voll-ständiges Verzeichnis der in Konstantinopel bis 1813 gedruckten Werke hatv. Ham-mer in derLeipz. Literaturzeit.", 1813, Nr. 42, 1814, Nr. 197 und 198, 1820,S. 507 fg., und in Hvrmavr'SArchiv" gegeben. Dgl. Todcrini'STürkischeLiteratur" (3 Bde.) und Lüdecke'SBeschreibung des türkischen Reichs" (3. Th.).Alle in die Theologie und in die Gesetzwissenschaften einschlagende Bücher warenvom Druck ausgeschlossen. In der Buchdruckerei zu Konstantinopel sind seitdemerschienen: derKamus ", 3 Bde., Fol.; derMewahib" (eine Metaphysik), und1824 der arabische Commentar desScheichsade" (verfaßt unter Mohammed I V.).zu dem arab.Multeka" des Scheichs Ibrahim von Haleb (verfaßt unter Sulei-inan dem Großen), dem berühmten Codex der muselmännischen religiösen Gesetzge-bung. Der kaiserl. Historiograph, Hieronymiis Megiser zu Wien , gab 1612die erste türkische Sprachlehre bcraus. Seitdem wurde das Studium der tür-kischen Sprache vorzüglich zu Wien betrieben , da Östreich und die Pforte in somannigfache Berührung mit einander kamen. Das größte Verdienst um das Stu-dium der türkischen Sprache erwarb sich Franz v. MeSgnien Meninski, kaiserl.Hoskriegörath und Hoftolmetscher, welchem man nicht nur die beste türkische Sprachlehre (in lat. Sprache, zuerst Wien 1680, Fol.), sondern auch das vollstän-digste türkische Wörterbuch verdankt. Die erstere wurde, mit Übungen im Ana-lysiren und Lescsiucken vermehrt, von Kollar (Wien 1756, 4.), das letztere, gleich-falls stark vermehrt, von Ienisch, auf kaiserl. Kosten (Wien 17801803) aufsNeue herausgegeben. Türkische Sprachlehren in franz. Sprache, in welchen die tür-kischen Worte mit lat. Lettern gedruckt sind, hat man von Preindl (Bei l. 1789, miteinem Wörterbuche) und von Viguier (Konstantinopel 1700, 4.). Die neueste gabIaubert, Lehrer der türkischen Sprache (Paris 1823), heraus. Aus der von der Kai-serin Maria Theresia 1753 zur Bildung junger Tiplomatiker für Geschäfte mit derPforte gestift. orientalischen Akademie zu Wien gingen mehre gelehrte Kenner desTürkischen hervor, namentlich v. Ienisch, v. Stürmer, v. Chabert und v. Hammer.Der Letztere hat in dem Anhange zu denLmliae-! /br.ibian;. I'errie»5, O'urcien;,bibl. Viinlob. rei.8,15. ele." (Wien 1820) eine Übersicht der osmanischen Lite-ratur geliefert. Außerdem haben sich auch Toderini (durch s. in ital . Sprache ver-faßteSIWerk über die türkische Literatur, Venedig 1787, 5 Bde.), Muradgead'Ohsson, Ioh. Christ. ClodiuS, Goldcrmann, v. Diez und v. Hammer um dieKenntniß der türkischen Sprache und Literatur verdient gemacht.

Türkische Musik. Die Musik steht ztvar bei den Türken, welche die-