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Elfter Band. T bis V.
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522 Universitäten

und ihre Vorrechte bestätigt. Das Letztere geschah fast 3 Jahrh, hindurch von denPäpsten, die zugleich das Recht ausübten, die von ihnen bestätigten hohen Schulenzu beschützen, aber auch unter Aufsicht zu halten. Die Regenten, welche hohe Schu-len in ihren Ländern errichten wollten, verlangten von den Päpsten die Bestätigungderselben, die ihnen auch nie verweigert wurde, und ließen sich die angemaßte Herr-schaft, welche jene über ihre Landesuniversttäten ausübten, gefallen. Wittenberg war die erste deutsche Universität, die nicht vom Papst«, sondern vom Kaiser Maxi-milian l. (1502) die Destätigungsurkunde erhielt; doch wurde späterhin auch fürsie um die päpstl. Bestätigung nachgesucht. Marburg wurde 1525 ohne pstpstl,oder kaiserl, Privilegien und Bestätignngsbriefe errichtet, erhielt aber in der Fol^enoch die Bestätigung des Kaisers. Seil der Reformation ist keine protesiani. Uni-versität mehr von den Päpsten, sonder» bloß von den Kaisern bestätigt worden.Auch Götlmgen erhielt (1134) kaiserl. 'Privilegien, und zwar nach den» Muster derPrivilegien von Halle. Die traurige Periode des dreißigsähr. Krieges hakte auchauf die deutschen Universitäten den nachtheiligsten Einfluß. Fleiß und gute Sittenschienen von denselben ganz verschwunden zu sein. In» Anfange d. 18. Jahrh, ho-ben sich die deutschen Universitäten wieder, vorzüglich die protestantischen, denen diekatholischen bis in die zweite Hälfte d. 18. Jahrh, weit nachstanden. Den lsch-lau d gibt auch dadurch einen Beweis von s. höher» Bildung, daß, obgleich seinehohen Schulen später als in andern Ländern entstanden oder ausgebildet wurden, esdoch mehr Universitäten besitzt, als irgend eins der andern Länder. Vor 25 Jahrenzählte man mehr als 40 hohe Schulen in Deutschland . In» 1.1826 halten sänimr-kiche 22 deutsche Universitäten 1045 Lehrer und 15,148 Srudirende. (Berlin allein105 Docenten und 1612 Stud.) Wir nennen sie nach den Jahren ihrer Stiftung,mit Inbegriff der aufgehobener». Prag (1348), Wien (1365), Heidelberg (1386),Köln (1388), Erfurt P392, aufgehoben 1816), Leipzig (1409), Rostock (14 l9),Greifswald (1456), Freidurg (1451), Trier (1412), Jngolstadt (1412, von 1802bis 1826 in Landshut), Tübingen (1411), Mainz (1411, aufgehoben 1198), Wit-tenberg (1502, ausgehob. und mir Halle vereinigt 1815), Frankfurt a. d. 2). (1506,aufgehoben und mit Breslau vereinigt 1810), Marburg (1521), Dillingen (1549), Jena (1558), Helnistädt (1516, aufgehoben 1809), A6dorf(1518, auf-gehoben 1801), Würzburg (1582), Gießen (1601), Rinteln (1621, aufgehoben1809), Strasburg (1621), Salzburg (1623, aufgehoben 1810), Bamberg (1648,aufgehoben 1804), Kiel (1665), Jniisbruck (1612, aufgehoben 1810 und herzest.1814), Halle (1694), Breslau (1102), Göttingen (1131), Erlangen (1143),Landshut (1802, aufgehoben und zum Theil nach München verlegt 1826), Berlin (1810), Bonn (1818), München (>826). S. 1>. Kilian;Die UniversitätenDeutschlands in medicinischrnaturwiffeiischaftlicher Hinsicht" (Heidelb. 1829).Dgl. Ch. Meiners'o ,,Gesch. der Entstehung und Eiiliv ckelung der hohen Schulenunsers Zrdtheils" (Gött. 1802 8, 2 Bde.). Haupt-Universitäten in Italien 8 :Padua (1222), Pavia (1361), Genua, Pisa, Bologna, Rom, Neapel, 'Palermo ;in Frankreich, mit Ausnahme der Specialschulen, 3: Paris, Montpellier, Stras-burg; ehemals: Lyon (gegen 1300), Drleans (1305), Aoignon (1340); in Portu-gal und Spanien; Valencia (1209), Salamanca (1250), Toledo, Alcala (1x99),Coimbra (1219); Großbritannien 8: Oxford, Cambridge, Edinburg (1581), St.-AndrewS, Aberdeen, Glasgow, Dublin (1591) und London (1828).') Schweiz :Basel (1460), Genf (1559); Niederlande: Löwen (1126), Leyden (1515), Gro-ningen (1614), Utrecht (1636), Lüilich undGent(1816);Dänemark:Kopenhagen

*) Die Geistesbildung auf den aus lauter Stistnngsaggregaten bestehenden englischenUniversitäten !>rford »ab Cambridge »st valb klösterlich, ba.b ebne Aufsicht. (Man vgl.Me.never'S Reise.) 'Arzneiknnde und Erocrimentalvhvsik waren von den» Plane deraltenglnchen Hochschulen fast ganz ausgeschlopen; daher vereinigten sich die Whigs, umdte neue Universität xoudon zu gründen.