Busari Vase 583
Volts wetteiferte. Er bildete durch Anwendung physikalischer und chemischer That-sache» in s. Schriften die Theorie der Elektricität, die Meteorologie und Land-wirthschaft weiter aus. In Paris nahm er mit an der Herstellung der Einheit inMaß und Gewicht Theil. Kaiser Alexander I. berief ihn nach Rußland ; allein deredle V. blieb seinem Vaterlande treu, obgleich er nach den Ereignissen von 1814viel leiden mußte. Er starb zu Turin d. 5. Juli 1825.
Vasari (Giorgio), der erste Gelehrte, der eine vollständige Geschichte al«ler neuern Künstler lieferte, und selbst ein ausübender Künstler, geb. 1512 zuArezzo iinGroßherzogthumToscana, lernte die Kunst von Lucasignorelli, MichelAngelo Buonarotli und Andrea del Sarto . Der Cardinal Ippolilo de Medici,Papst Clemens VIl., die Herzöge Alessandro und Cosmo halten ihn nach einan-der in ihren Diensten. Nach dem Tode des Herzogs faßte er den Entschluß, nichtMieder Hofdienste zu nehmen. Dennoch ward er von den nachfolgenden Herzogen,von den Päpsten und andern vornehmen Personen vielfältig als Baumeister undMaler gebraucht, denn in beiden Eigenschaften, besonders aber in ersterer, hatteer einen großen Namen, obwol er als Maler nur ein gewandter Nachahmer desMich. Angelo war. Seine berühmtesten Bilder sind: ein Abendmahl, im Domzu Arezzo, und mehre im Palazzo vecchio in Florenz und im Vatican in Rom . BonAllein, was er in Florenz, Arezzo, Pisa, Venedig, Bologna, Rom u. a. D. ar-beitete, hat er selbst uns Nachricht gegeben. Seine „Vilo <l<? z>iü rauollenti p>it-tori, «aiilturi ol urubitelli" (zuerst 1550 und in wiederholten Anst. vermehrt)siad noch jetzt sehr geschätzt wegen der in ihnen enthaltenen Nachrichten sowol alsauch wegen der eingestreuten Bemerkungen über das Fortschreiten der Künste, vondenen die Rede ist, wiewol den Vers. allerdings ein doppelter Tadel trifft: einmal,daß er in die Lebensgeschichten der ältern Meister viele Irrthümer, die jedoch durchden Mangel an bessern Nachrichten zu entschuldigen sind, ausgenommen; sodann,daß er die vaterländischen und die nicht toscanischen Meister nicht mit gleicher Ge-rechtigkeit gewürdigt, sondern diese gegen jene sichtlich in Schatten gestellt hat. End,lich ist auch der einfache, treuherzige Ton anziehend, in welchem D. erzählt. Nochbesitzen wir von ihm eine Abhandlung über die Malerei und einiges Andre. Erstarb 1511.
Vasco de Gama , s. Gama (Dasco de).
Dase (lat. va;o) bezeichnet eigentlich nur ein Gefäß; allein wir verbindendamit gewöhnlich den Begriff eines schönen, kunstreich geformten. Daher, inengerer Bedeutung, gewisse bei den Alten gewöhnliche irdene Gefäße, welche ver-schiedene Bestimmungen hatten. Diejenigen, welche man neuerlich bei dem Aus-graben der Alterthümer gefunden, sind von einer ganz feinen, röthlichen Erdmasse,mir den herrlichsten Zeichnungen und den schönste» Gruppen en baut reliek geziert.Am häufigsten findet man rothe oder gelbe Figuren auf schwarzem Grunde. Inkeinem Theile der Alterthumskunde hat die neuere Zeit so viel hinzulernen müssenals in dem Fache dieser gemalten Vasen von gebrannter Erde (rar« iiuiitia, vasozpuinls, ,>ainting!! V.-U.V5), welche früher, weil toscanische Gelehrte sie zuerst be-kanntmachten, gewöhnlich u. d. N. etruskische aufgeführt wurden. Die Entdek-kungen in Sicilien, G, oßzl-iechenland (besonders beiCapua und Nola) und in Athen selbst haben , den Schatz derselben so bedeutend vermehrt, daß die in Toscana vor,kommenden dagegen weniger wichtig erscheinen, und der Name etruskisch schon soals unpäßlich erscheinen möchte, wenn Lanst auch seinen Ungrund nicht erwiesenhätte. Anfangs war es das Alterthümliche der Inschriften, die man häufig aufihnen antrifft, oder die Schönheit der Form und der Malerei, was diesen Gefäßendie Aufmerksamkeit der Gelehrten zuwandte; doch beachtete man damals nur sehrwohl erhaltene; späterhin hat man auch die zerbrochenen herzustellen gelernt, unddie Sammlerliebhabcrei ließ keine herbe unbeachtet, besonders seit man den Werth