Vereinigte Staaten . V. Statistische Verhältnisse 643
1500 engl. Meilen von O. nach W. und 1200 engl. Meilen jvon N. nach S. imDurci-messer hat und welche ganz aus Gebirgsarten zweiter Bildung (Kalksteinund Sandstein in fast horizontalen Lagern) best.ht, einst der Grund eine« großenBinnenmeeres gewesen, dessen Gewässer nach und nach in den Missisippi, Hudsonund Lorenzstrom abgeflossen sind.
Der Anbau des Landes ist ein Triumph de« beharrlichen und verständigenFleißes unter dem Schilde der Freiheit und der Ordnung. Indeß waren im I.1810 von 1180 Mill. Acres erst 10,050,000 cullivirt. Schon ist die Pferde-,Rindvieh-, Schweine-, und Schafzucht so gut wie irgend in Europa . Man führtbereits veredelte Wolle aus. E« gibt große Heerden wilder Ochsen, eine MengeWild, Pelztbiere und Geflügel; die Bienen, welche die ersten Ansiedler au«Europa nach Amerika brachten, haben sich nun wild durch alle Länder verbreitet, und die In-dianer glauben, daß. wo Bienen sich zeigen, die weißen Leute bald nachkommen; dieFischereien (selbst Walisische und Robben, auch Land- und Flußschildkröten) liefernAusfuhrartikel. Roch wichtiger ist der Getreide-, Reis-, Mais- und Kartoffelbau.Flachs, Hanf, Obst, Gartengewächse -c., sowie viele edle Südfrüchte, Indigo, Gin-seng, Farbekräuter rc., werten in Menge gewonnen. Auch der Weinbau gelingt.Besonders nimmt der Anbau des Zuckerrohrs in Georgien, Luisiana , am Missi-sippi, Missurt und Ohio immer mehr zu und ist ein Verbesserungsmittel der Mo-räste (Soomps). Vorzüglich gut und häufig ist der Taback, überhaupt machenZucker, Bauniwolle, Weizen und Reis den Reichthum der Verein. St. aus. InLuisiana wurden 1817 über 20 Mill. Pf. Zucker gewonnen. Dom Sept. 1827 biszum Sept. 1828 wurden 720,595 Ballen Baumwolle geärntet, wovon Großbri-tannien 421,743 erhielt, und von den 1828 erzeugten. 870,000 Ballen blieben194,000 zur Verarbeitung im Inlaute. Taback wird jetzt in Virginien weniger alssonst gebaut, weil man den Wetzenbau vortheilhafter findet; doch führte man 1818an Taback für 9 Mill. Dell. aus. Der ganze Ertrag des Landbaues wird auf 60Mill. geschätzt. Unter den Walderzevgntssen muß der Ahornzucker (in Vermont )ausgezeichnet werten. Es gibt Tannen, die Masten von 100 Fuß liefern. DerReichthum an Mineralien wird erforscht; doch ist der Bergbau erst im Werden.Es fehlt an keinen! nutzbaren Fossil. Eisen, Blei, Steinkohlen, Marmor undSalz sind reichlich vorhanden. Am Arkansasflusse. der dem Missisippi zuströmt,ist ein Lager von Steinsalz von 280 deutschen s^M. entdeckt worden. Auch zei-gen sich Spuren von Gold und Silber.
Die Bewohner sind theils europ. Ursprungs, theil« Neger und Farbige,theils Israeliten ; für Letztere hat 1820 Mardochai Noah die Insel Grande Isle imNtagarastrome angekauft, um daselbst eine Ansiedelung von Israeliten zu bilden.Außerdem gibt es freie und steuerpflichtige Indianer. Die engl. Sprache ist nichtallein die Staatssprache, sondern auch die derMehrheit der Nation. Die Zahl derSklaven betrug 1798 nahe an 100,000 Köpfe; nach dem Census von 1820 war sieauf 1,538,118 Köpfe gestiegen; ein Achtel der Bevölkerung besteht also au« Skla-ven. Die meisten werden in den südl. Provinzen, besonders in Virginien, des Plan»tagenbaues wegen gehalten. Zwar hatten die Verein. St. den Sklavenhandel be-reit« durch das Gesetz voni 13. Juli 1787 abgeschafft und durch die Acte von 1803auch die Einfuhr von Negersklaven von 1808 an verboten; allein einzelne Staatenhaben in ihrem Innern die Sklaverei noch nicht aufgehoben. Neuhampshire, Mas-sachusets, Vermont, Ohio, Maine, Rhode-Island, Connecticut , Neuyork, Neu-jersey, Pennsylvanien, Delaware, Indiana und Illinois sind gegenwärtig ohneSklaven. Die meisten neuen inländischen Staaten haben die Sklaverei in ihren Ge-bieten ganz aufgehoben; andre versagen allen Ziegern, sowol freien als unfreien, dieNiederlassung. Nur die 11 südl. Staaten: Moryland, Virginien, Nord-, und Süd-carolina, Georgig, Allabama, Missisippi, Luisiana , Teneffee, Keniucky und Mis-
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