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Vereinigte Staaten . VI. Literatur
Boston seit 1818 erscheint, aus dem ,,^I> leciie ino^oe.ine", und Bigelow's„^Inn-ria. innntlil^ ino^u/.ino anst vriliual roviv'v", die seit 181? zu Neuyorkherauskommen, und aus dem vonWalsh zu Philadelphia herauSgeg. „AmericanI > ^i^tor", oder „8unimary xnirev ok Istslvi v. ;>c>I>tiv« »n<l lilioraluio^'. Reich-haltig sind die medicinischen Zeitschriften in Philadelphia, Boston und Neuyork.Hall s „lAni-Polin" ist ein mit Geschmack und Kritik redigieret! Journal, dasschon vor 22 Z. der verstört'. Dcnnie (der amerikan. Addison) gegründet hat.9»och erscheinen in Philadelphia das „>V.->ilnn^ton inuseuin, >>, ie-,„>5itor^ okueeliUI a, is", und Core'g „känpo,in», nl'uiis >nst soienoos", 2 Zeitschriften zurBeförderung wisseisschaftl. Kenntnisse, die für Manufakturen und Künste wichtigsind. — Für die Bildung der Frauen wird viel gethan, theils in Schulen und inöffentlichen Vorlesungen, theils in Schriften. MißHannah Moore hat treffliche„8t >> turos <»> ll>« n»»0 in svslon, o> lönuile ostnraiinn" geschrieben. — WeilPolitik undTHandel alle Bürger anziehen, die theils durch ihre Geschäfte, theilsdurch ihr Slimmrecht Antheil an der Staatsverwaltung haben, so gibt es in denVerein. St. eine Menge Zeitungen. 182? erschienen in Neuyork 113 verschie-dene Zeitdlätter; in Philadelphia , das über 60 Buchdruckereien besitzt, 8 Tage-blätter, zusammen in mehr als 8000 Epemplaien, 9 Wochenblätter in mehr als?000 Eppl. und 4 a. Journale in beinahe 4000 Eppl., überhaupt in Pennsylva-nien 110 verschiedene polit.Z itungen; cbeiüo in Boston und in a. L). Der jungeStaat von Ohio zählt 60 engl. und 5 deutsche Zeitungen; Cincinnati 3 Zeitbl.,darunter seil dem 1. Zan 182? eine , Naliona'zeitung der Deutschen ". Zm Z.182? stieg die Zahl aller Zeit. in den Verein. St. auf 840, darunter 28 deutsche.— Der Nachdruck ist in Amerika , als den Wissenschaften hindert.ch und als einRaub des edelsten Eigemhums, verboten; indeß schadet dem Aufblühen der ein-heimischen Literatur das Einbringen der engst. Bücher, die gewöhnlich in Philadel-phia bald nachgedruckt werden, wie die Werke des Lord Byron, der Miß Edgeworth und der Lady Morgan ; selbst das Pstin6urpch und f>uoi leiH x-vieev werden nach-gedruckt. Vgl. Knapp's „Oinuis str lUli ruluio unn'ricaine 1830" (worin Nach-richten über den noch lebenden Wilden Sceguahyah, den Erfinder des Alphabetsder Cherokesen). — Zn der schönen Kunst haben die Amerikaner noch kein-Schule gebildet; doch besitzen sie einige gute Historien- und Landschaftsmaler,z.B. West, Gilb. Stuart (starb zu Boston 1828), Zarvis, Wood, Peal, Morse,Earl. Todde, Trumbull, Allsto», Eopely, Vanderlyn und Lesly. Letzterer ist einervon des Präsidenten West besten Schülern. Auch Westmüller, ein Schwede vonGeburt, ist als Künstler voriheilhaft bekannt. Es gibt eine Pennsylvania » undeine ,1,„ern-a„ i<„ ie!v <-s tlx- linr a, Is. Bei letzterer haben Gemäldeausstellun-gen statt. Trumbull malte die Nationalbilder für das Tapitol zu Washington .Zn der Baukunst wird die marmorne City - Hall von Neuyork als ein Meisterwerkvor allen andern öffentlichen Gebäuden in Boston, Philadelphia und Washing-ton genannt. Bildhauerkunst und Musik können in einem Lande nicht aufkom-men, wo der Sinn für ideale Foi men nicht geweckt wird, und die Empfindung indem Dränge der Arbeit erstickt. Doch gibt es in Philadelphia und Neuyork Aka-demien der schönen Künste. Auch wetteiferten die amerikan. Theater, deren eS inden Verein. St. 21 von Bedeutung gibt, in Geschmack und Pracht mit denen deralten Welt. Einer der berühmtesten Schauspieler ist Tooper in Philadelphia .
Zur nähern Kenntniß der Verein. St., welche für die dahin aus Europa Wandernden jetzt so wichtig ist, empfehlen wir außer den genannten einheimischenGeographen und Statistikern und außer den zum Theil veralteten Werken vonVvlney, Llancourt, v. Bülow, v. Zimmermann u. A.: I. Mellish's, Morris Birk-beck's, Fearon'S, Palmer'S und leg H. v. Fürstenwärlher Reiseberichte, auch E.Braun's „Skizzen von Amerika" (Halberst. 1830), so verschiedene Ansichten fieCouversakionS-kerlcvn. Dd. AI. 42