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Vinalia
Vincent(Williain)
die Regierung nach Venedig , rlm dort die Handschriften der St.-Marcusbibliothekzu untersuchen. Hier benutzte er den Umgang des gelehrten Mvrelli, welchem Um-gänge auch die von D. herausgeg. „,1noeüolu ^I.,eca e regia puririeiiri <-t u V c-»eti, 8. lübl. Ü<-P»»i>.>'tü" (Venedig 1781, 2 Bde., 4.) ihr Entslcden ver-danken. In der Sü Morcusbibliorhek fand er einen wichtigen Codep, derHomer'sIliade mit einer Menge Schoben enthielt, den er herausgab (Venedig 1788,Fol.),und dessen Werth vorzüglich Wolf ane, konnt hat. Nach s. Rückkehr ausZtalien be-suchte er Deutschland und benutzte die Bibliothek zu Weimar . 1785 ging er mitdem franz. Gesandten bei der ottoman. Pforte, dem Kunstfreunde, Grasen Choi-seul, noch Konstantinopel , bereiste 3 I. lang die Inseln des Archipelagus und da«feste Land von Griechenland , und vervollkommnete sich in derKenntniß les Neugrie-chischen, das er milFertigkeit sprach. Diese Reise weckte in ihm den Entschluß, einevollständige Beschreibung von Griechenland auszuarbeiten. Er excerpiere zu diesemZwecke die griech. Schriftsteller, selbst dieKirchcnväler und die Byzantiner, allein dieeingetretenen politischen Verhältnisse hinderten ihn, diese Arbeit fortzusetzen. BeimAukbrvche der R-volution ging er nach Orleans und lebte dort, bis die Stürme sichgelegt halten. Noch s. Rückkehr ward er Mitglied des Nationalinstitutö und Pro-fessor; genoß aber diese Auszeichnung nicht lange, denn erstarb den 26. Apr. 1865.Noch verdanken wir ihm eine treffliche AuSg. von „I.onpf l^-idlomln, ,Io11.i,>b„i<leel tNlu." (Paris 1778, 2 Bde., 4.) und schätzbare Abhandl. in den -stVIem. üel'Aooil. ei,'» iiu-cr." und andern Zeitschriften. Sein hanlschriftl. Nachlaß, Anmer-kungen zu Tournefort U. s. w., besinden sich auf der königl.Bibliothek zu Paris .
Vinalia (aus dem Lot.), Weinftsie, welche die Römer zu feiern pflegten.Die Etrusker halten — so lautet die Sage — nach einem Kriege von den b. siegtenLateinern alsFriedenebedingung die Auslieferung alles Weines verlangt. Die La-teiner, über diese Zumulhung empört, vertrauten ihr Glück noch einmal den Waf-fen, gelobten aber dem Jupiter im Falle des Sieges ihren Wein. S ie siegten, undum das Gelübde -u erfüllen, brachten sie ihm aus jedetn Fasse den ei ste» Becher.Dir Folgezeit behielt diese Sitte bei und feierte dusisFesi alljährlich am 23. April,an welchem Tage man die Weinfässer öffnete. Ein zweites Weins.st wurde am 21.Aug. gefeiert, um Iupiter'S Gnade für die nahe Weinlese zu erflehen. Erst nachdiesem Feste durfte der vorjährige Wein zum Verkauf ausgeboten werden, indemder künftige bereits durch die Feieilicbkeit geweiht und Jupiters Schutz vertrautwar. Bei diesem zweiten Weinseste eröffnete der Flamen TialiS die Weinlese durchdie Abnahme der ersten Traube.
D i n c« n t (William),!).,einverdienlerSchuimannündbcrübmterSchrift:steiler in London , wo er den 2.Nov. 1739 geb. wurde und 1816 starb. Sein Va-ter war Bollenbinder für lonknerKaufleute, und erwarb sich viel Vermögen, ver-lor es ab« auch wieder durch Unglücksfälle. So blieb für William, den fünftenSohn, IM eineKleinigkeit übrig. Zum Predigerstande bestimmt, wurde er im 9.Jahre »Wie Westminstk'schule geschickt und ging 1757 nach Irinjiv uolwpo inCambridge , wo ihn s. älterer Bruder, welcher das väterliche Ballenbinderoewerbeforttrieb, unterhielt. 1761 wurde er dort Baccalaureus und im folg. Iahi'elln-terlehrer an der Schule zu We,Münster . Er machte sich durch s. außerord-nllicheLehrgabe bckanntund eihiekt 1771 die zweite Lehret stelle an jener großen Anstalt.Er führte jetzt die Aussicht über die !>,'i»>6>i.e. mußte für den innern Haushaltdes Colleoiums Sorge kl agen und über die Disciplin und das sittliche Betragen der^ chüler wachen. Da er diese schweren Pflichten gewissenhaft ersüll'e, ernannteihn der König 1776, nachdem er I). dcrTheologie geworden war, zu einem seinerCapläne, 1788 zum obersten Lehrer der » e8l,»in8it , eebool, und 1788 zumVorst.hei vonNoii cullege. Dabei versah er noch eine Predig »stelle an der Al-lerhetligenku che in der Stadt London und wurde vom Lrzbischofe in Voik zum Um