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Elfter Band. T bis V.
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Vulkanisten Vulpius 79S

tern hervorbringen. Entsteht nun in diesen eine, nach unten zu gegen den erhitztenLavakörper dermaßen geöffnete Spalte, daß sie dem sich entwickelnden und, bis dahindurch den Druck eingeschlossen, auch wol noch condensirt enthaltenen Wasserdampfdie Dilatation gestattet, so treibt dieser die Lava in die Spalte hinauf, und sowiean dieser Stelle der obereDruck abnimmt, wirkt aller durch den Dampfim Innernerzeugte Druck nach dieser Stelle; die flüssige Masse, nebst losgerissenen Theilen derWände einer solchen Spalte werden durch diese emporgetriebcn, und entweder wirddurch diese Stoffe die Spalte nur geschlossen und zugeheilt, oder sie werden bei hin-reiehender Kraft des Dampfes durch dieselbe hinaus bis auf die Oberfläche gewor-fen, als flüssige Lava und als feste Massen. Dieses ist der vulkanische Auü-bruch. Das durch die Hebung der festen GebirgSmossen erfolgende gewaltsameZerreißen derselben, ohne den Ausbruch, ist das Erdbeben. Noch im 18. Jahrh,haben wir im griech. Archipel und bei den liparischen Inseln durch vulkanischeAuS-bruche den Boden des Meeres emporgehoben und neue Inseln entsteh«» sehen, undam 10. Mai 1814 entstand an der Küste der russ. Prov. Tschernomorsu, nach ei-nem fürchterlichen Getöse im Meere und mehren aus demselben kommenden hefti-gen Ausbrüchen von Rauch und Steinen, plötzlich eine vulkanische Insel, die, alsman sie nach einiger Zeit näher untersuchen konnte, 1) Klafter über dasMeer er-haben war, und eine überall mit einer bimssteinariigen Masse überzogene Ober-fläche zeigte. Dgl. BreiSlak'SLehrbuch der Geologie" (Braunschweig 1821);Poulet Scrope,(äoniiiclor.itions c»i volcanns etc." (Lond. 182b); L. v. Buch,Physikalische Beschreibung der canarischen Inseln" (Berl. 1825, m. e. Atlas);v. HoffSGeschichte der durch Überlieferung nachgewiesenen natürliche!« Verän-derungen der Erdoberfläche" (2.Dd., Vulkane undErdbeben, Gotha1824); v.Un-gern-Sternberg,Werden und Sein des vulkanischen GebirgS" (Karlsruhe 1825).Vgl.Die Vulkane auf Java, v. T. S.RaffleS; über den Monte-Somma , vonL. A. Necker; über die Vulkane in der Auvergne, von K. Daubeny", aus dem Eng-lischen und Französischen übersetzt mit Anmerkungen, von I. Nöggerath und I.P. Pauls (Elberfeld 1825). Insbesondere haben Faujas St.-Fond, Dolomieu, Leo-pold v. Buch, d'Aubuisson, Beudant u. A. durch ihre Beobachtungen bestätigt, daßder in der Auvergne befindliche Basalt Lava sei, dadurch aber der plutonischen Theo-rie den Sieg über die neptunische (Werner s) verschafft. Schon 1802 hatte GrafMontlosier die vulkanische Gegend um Clermont , die Kette derPuyS genau beschrie-ben; seitdem Poulet Scrope in s.hlemvi, nu tbe gonlo^v o> Le,,in,I I rancoinclnili»^ tlic volc-inio l«»m«it!oi>5 c>s-4»ve>pne, ll>o Ve! >v :«»<! llio Viv-uniii"(Lond. 1827, 4., nebst Atlas); noch reicher an Thatsachen ist die Beschreibung derAuvergne von dem deutschen Geognosten Steininger, und des Freiherrn van derWyck:Übersicht der rheinischen und Eifeler erloschenen Vulkane und der Erhe-bungsgebilde, welche damit in geognostischer Verbindung stehe.n" (Bonn 1826).

Vulka nisten nennt man diejenigen Geologen, welche die Bildung derErde durch Wirkung von Feuer herleiten. (S. Geognosie.)

Vulpius (Christian August), Rath, erster Bibliothekar und Aufseher überdasMünzcabinet z» Weimar , wo er den 22. Juni 1763 geb. wurde, studirte zuJena und Erlangen . Durch Übers. franz. und ital. Ritterbücher zu deni romanti-schen Ritterwesen hingezogen, ging er zum Ritterthume der deutschen Vorzeit über,und schrieb dieRomantische Geschichte der Vorzeit" (in 12Bdn., Lechz. 179198). Darauf hegannen 1797 dieAnekdoten aus der Vorzeit" (2 Bde.). Von179899 lebte er in Franken unter den damaligen Reichsrittern, als Freundund Gesellschafter, nur der Dichtkunst, der ital. und span. Literatur; privatisirtedann in Baircuth, Würzburg und Bamberg, von wo er nach Leipzig ging, undschrieb in Bezug auf die franz. Revolution:Die Geschichte der Bastille, die Sce-nen in Paris " (8 Thle.). Hierauf kehrte er in seine Vaterstadt zurück und erhielt