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läge hat Herr l). Ludwig Hain keinen Theil gehabt, so wenig als an derRedaction der Neuen Folge und der spätern Auflagen des Eonv. - Lex. DieDurchsicht des Hauptwerks in 10 Bänden für den ersten Nachschuß übernabmim Allgemeinen Herr Pros. Hasse in Dresden . Das Verdienst der aber-maligen Revision für den dritten Abdruck gehört demselben allein.
Aus dem bisher Angeführten wird man jedoch keineswegs folgern, daßder Urbeber dieses von ihm 5 Mal erneuerten Werks je geglaubt, er habedie Aufgabe, die er sich zu lösen vorgenommen:
die gegenwärtige Bildung der Umgangswelt oder des geselligen Verkehrs,
sowol ikrem Inhalt als ihrer Form nach zunächst für den umfassenden.
Blick des deutschen Europäers treu darzustellen,
wirklich vollständig gelöst. Diese Ausgabe ist an und für sich zu schwierig,um je erwarten zu können, daß sie ohne Fehl und Irrthum verwirklicht wer-den dürfte; sie verändert sich nach der Eigenthümlichkeit jedes einzelnen Men-schen; endlich schreitet die Zeit so rasch und unaufhaltsam fort, und es tretenfast täglich so bedeutende Veränderungen in allen Staats- und politischen Ver-hältnissen, in der Literatur und dem Gcfammtgebiete aller Wissenschaften ein,daß Das, was heute wichtig, neu und richtig war, of. schon in wenig Mo-naten veraltet und ungültig ist. Ebenso schnell entstehen auch neue Intel essenfür früher unbeachtete oder gar nicht da gewesene Gegenstände. Dies Alleshewog teil Herausgeber, wie schon oben gesagt worden ist, statt eines viertenAbdrucks der fünften, eine sechste Austage des Conv.-Lex, zu veranstalten.Er unterwarf daher als alleiniger Redacteur das Was, das Wieviel vonjedem Gegenstände und die sprach form des ganzen Werks einer durch-greifenden Musterung, wobei er folgendes Verfahren befolgte.
Er schied zuerst aus der Masse von ungefähr 12,600 Artikeln die ver-alteten und unwichtigen, sowie solche Artikel aus, die als bloße Worte, klä-rungen in ein Wörterbuch gehören, das reine Nomenclatur gibt; zwei-tens wurden solche Gegenstände, die in den Hinteigrund der öffentlichenAufmerksamkeit getreten waren, kürzer dargestellt, andre dagegen, welche einbesonderes Interesse wieder erregt hatten, sowie neue Gegenstände, welchewichtig schienen, besonders aus den in der fünften Auflage noch nicht genug berück-sichtigten Fächern der Kunstgeschichte, Naturwissenschaft, Archäologie undRechtskunde, aufgenommen; drittens wurden neu abgefaßte Gesammtarti-kel zur Übersicht großer Ideen, welche die Zeit bewegen und das Schicksalder Völker bestimmen, aufgestellt; viertens wurden eine Menge Artikel,für welche der Fortschritt der Wissenschaft und Kunst bis auf den Zeitpunktdes I. 1823 neuen Stoff gegeben hatte, vorzüglich solche, die durch dieZeitgeschichte, Staaten- und Länderkunde berichtigt oder bereichert wordenwaren, sowie mehre, die nicht nach einem allgemeinen, sondern einem beson-dern Gesichtspunkte abgefaßt waren, theils gänzlich umgearbeitet oder neuverfaßt, theils ergänzt und fortgesetzt; fünftens wurden längere Artikel,insbesondere die historisch-statistischen, der leichtern Übersicht wegen, in Ab-schnitte getheilt; sechskens wurde das ganze Werk, hinsichtlich der Richtig-keit, Angemessenheit, Kürze und Reinhait des Ausdrucks verbessert. Insbe-sondere unterzog sich der Herr Regisirator Knolle in Draunschweigder mühevollen Durchsicht der Sprachform des ganzen Werks.
Da sich auf diese Art der vierte Abdruck der fünften Austage, dem In-halte wie der Form nach, wesentlich von dem dritten — was schon ein Blickauf Register und Seitenzahl zeigt, — unterschieden haben würde, so mußte
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