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Wasser
sich enge Durchgänge. Das königk. große unk hohe Wohnhaus hat ebenfalls eineviereckige Gestalt, ist aber aus Steinen, die mit einer kalkähnlichen, jedoch nichtso harten weißen Masse zusammengefügt sink, erbaut. Die Stakt zählt ungefährdoppelt soviel Einw. als Tombuktu, wenigstens besteht ihre Anzahl aus mehr als300,000 Seelen. Die Vornehmen von Wassanah tragen Hemden von weißemunk blauem Zeuche, weiße kurze Beinkleider unk zum Theil noch einen langen Kaf-tan, mit einem vielfarbigen Gürtel. Die unvei heiratheten Personen weiblichenGeschlechts, welche fast alle sehr wohlbeleibt sind, kleiden sich in weiße und blaue,mit Gürteln von allen Farben um den Leib befestigte Gewänder, und schmückensich die stracken, Ohren, Nasen, Arme und Haare mit einer Menge kleiner gol-kcner Verzierungen, Knöpfe und Muschelschalen. Der König führt den TitelOlibu, d. h. guter Sultan, trägt ein weißes Hemde, lange orangefarbige Bein-kleider, wie ein europäischer Matrose, und einen rothen Kaftan mit Ärmeln vonblauem Tuche, kerdurch einen aus vielfarbigen seidenen Tüchern verfertigten Gür-tel befestigt wirk. Er trägt auch Arm - und Fußbänder von feiner bunter Seideund das Haar in kleinen Locken. Der Gürtel reicht ihm von der Brust bis zu denHüften und ist mit den schönfarbigen Enden um seineArme und Beine geschlungen.Auf dem Haupte trägt er einen sehr hohen, feingefärbten, mit Federn geziertenRvhrhut, Sandalen an den Füßen mit goldenen Kelten angebunden, »ine großegoldene Kette um die Schultern hängend, auf der Brust einen Büschel blendenderSteine und Muscheln und a» der Seite einen goldenen Dolch in einer solchenScheide. Er reitet auf einem Ilfement (schwarzen Elefanten), ein Thier, wel-ches 3 Mal höher als das größte Kameel ist. Der Charakter dieser schwarzen Ein-wohner von Wassanah ist gastfrei, gutmüthig und ehrlich, wenigstens ohne Hangz ,r Dieberei. Zhre Lebensrnittel bestehen aus Gerste, Reis, Milch und Fleisch.GokteSdienstliche Gebräuche scheinen ihnen gänzlich unbekannt zu sein. Nur beimTode ihrer Freunde springen sie herum, werfen sich nieder, zerfleischen ihre Ange-seilter, als wären sie unsinnig, und beim Neumonde begehen sie ein Fest, wobeisie die ganze Nacht nach einer Musik tanzen, die in Singen, taktmäßigem Schla-gen aus Felle, welche über ausgehöhlte Hölzer gespannt sind, und im schüttelnkleiner Muscheln und «Lteine in Beuteln, oder auch Kokosscha'en besteht. VomLeün und Schreiben haben sie gar keine Kenntniß, wohl aber einige von der Schiff-sahei, die sie auf dem großen Flusse mit Böten von ausgehöhlten Baumstämmen,die l5— 0 Neger fassen, betreiben. Sie tauschen für Sklaven Elefantenzähne,Edelsteine, Gold und Schalthiergehäuse, andre auch europäische Waaren ein.Das Land rund um die Sradt wird mit dem Spaten angebaut. An der Flußseitewächst Reis. Ochsen, Kube und Esel sieht nian daselbst häufig; Kameele,Pferde, Maulthiere und Ziegen fehlen; desto mehr gibt eS in und bei Was-sanah schönfarbiges Geflügel, Eier und Fische in Menge. Auch Krokodillewerden hier gefunden. S. James Riley'S „Reise" (London 1801).
Wasser. Dem elastischen, trockenen, durchsichtigen Naturkörper, der Lust,steht das unelastische Flüssige, das alles specifisch Gebildete auflösende, alle Tren-nung undWiedervereinigung befördernde Nasse, dasWasser, entgegen. Es durch-stießt die Erdrinde, umgibt sie als Meer, erfüllt als Dunst und Dampf den Lust-kreis bis zu einer gewissen Höhe, ist eine Bedingung alles organischen Lebens, wirktselbst bei der Gestaltung vieler unorganischer Körper, und wird, bei unaufhörlicherZersetzung und Wiederzusammensetzung, stets in den Urquell, woraus es in denmannigfaltigsten Gestalten entspringt, zurückgeführt. Schon früh hielt man esfür einen einfachen Urstoff(Element), bis man später (wie schon Newton aus derlichkbrechenden Kraft desselben geschlossen hatte) durch die nähere Kenntniß des Waf-fe! stoffgases ein Zusammengesetztes darin erkannte. Die Entdeckung der Zusam-mensetzung des Wassers gehört dem Engländer, Heinrich Cavendish, der 1731