Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Winterpunkt Winterschlaf der Thiere 839

bert ward. Er leitete darauf noch das glänzende Gefecht bei Rothschloss (22.Juni).Im zweiten schlesischen Kriege (1744) machte er sich zuersi wieder bei dem Rückzügeaus Böhmen bemerkbar, wo er abermals eine Wunde empfing. 1745 lieferte erdenungarischen leichten Truppen bei Schlawentiz (11. April) ein glänzendes Gefecht,und schlug bald darauf den General Nadasii bei Landshut , wofür ihn der König, derihn zu diese» Unternehmungen ganz besonders ausgewählt hatte, zum Generalma-jor ernannte. Er nahm darauf vorzüglichen Antheil am Siege von Hohenfriedberg (4. Juni) und an dem glücklichen Gefechte bei Katholisch-Hennerckorf (23. Nov.),und that dem nach Böhmen fliehenden Feinde bei Zittau noch beträchtlichen Scha-den. In der nach dem dresdner Frieden eingetretenen tljähr>geu Waffenruhe warer, als Genkraladjuiant, immer in der Nähe diüKönigS, und im Besitz von dessengrößtem Vertrauen, sodaß er von ihm zu den verschiedenartigste» wichtigsten Ge-schäften gebraucht ward. Den dritten schlesischen Krieg voraussehend, strebte erdurch Einziehung guter Nachrichten über die Müüaireinrichtungen der Nachbarstaa-ten und Studium des wahrscheinlichen Kriegsschauplatzes sich darauf besonders vor-zubereiten. Als die aus dem dresdner Tubinet erhaltenen Papiere k> inen Zweifelüber die Absicht der Gegner übrigließen, drang er in den König, der ihm drohendenGefahr durch einen unvorhergesehenen Angriff zuvorzukommen. Seine Ansicht ge-wann die Oberhand über die entgegengesetzte Meinung der Prinzen und einiger Ge-nerale, und man hat ihm damals den Vorwurf einer großen Leidenschaftlichkeit undEhrsucht gemacht. Er ward kurz vor dem Auebruche des Krieges Generallieute«nant und erhielt den schwarzen Adlerorden. Als Friedrich die sächsische Armee in ih-rem Lager bei Pirna einschloß, ward W. abgesendet, um den König August von s.Verbindung mit Östreich abzuziehen, erreichtes,doch s. Zweck nicht. In der Schlachtbei Prag befehligte er die Division des linken Flügels und ward am Halse verwun-det; später ward er der Armee des Prinzen August Wilhelm zugetheilt DieserPrinz ward bekanntlich wegen der bei Gabeldund Zittau begangenen Fehler vomKönige ebenso hart behandelt, als alle unter ihm stehende Generale, nut AusnahmeW.'S, der nun bei dem Armeekorps des Herzogs v. Bever» angestellt wurde, wel-ches Friedrich, nach eignemGeständniß, eigentlich ihm anvertraute.D r Herzoglagerte daraufam 31. Aug. (1757) an der Lankskrone bei Görlitz , W. jenseits derNeisse , den rechten Flügel gegen Mops, den Holzberg mit 2 Grenadierbatailloneabesetzt haltend. Im östr. Lager war der Minister Kaunitz angekommen, und dieGe-nerale beschlossen, um diesem ein Compliment zu machen, den Angriff auf W.'sStellung, zu welchem sie in der Nacht zum 7. Sept. 66 Bat. und 70 Escadr. zu-sammenzogen. Am 7. des Morgens begann der Angriff aus den Holzberg, jenebeidenBat. mußten ihn nach tapferer Gegenwehr verlassen. W., der den Herzog vergeblichum Unterstützung bat, eilte an der Lpitze einer Brigade nach dem bedrohten Punkte,erhielt hier aber eineSchußwunde in die Brust, an welcher er den folgenden Morgenstarb. Friedrich, der ihm stets unbedingte« Vertrauen geschenkt hone, betrachtete s.Tod als einen der größten Verluste, die er je erlitten, und auch die Feinde ehrtenden gefallenen Helden. Seine marmorne Bildsäule steht auf dem Wich- lmoplatzezu Berlin. Eine Biographie von ihm gab sein Sohn heraus (Leipzig 1809).

Winterpunkt wird derjenige Punkt der Ekliptik genannt, in welchem dieSonne, bei ihrem scheinbaren Umlaufe, den weitesten Abstand südwärts vom Äqua-tor erlangt hak. Dies geschieht um den 21.Dec. Wir haben alsdann den kürzestenTag (von 7; Stunde), und die Sonne beschreibt den kleinsten Bogen über unsermHorizont. Der Winterpunkl ist der Anfang vom Zeichen dcs Steinbocks, obschon.dieses Sternbild den Ort verlassen hat (vgl. Vorrücken der Nachtglciche»),und jener Punkt daher jetzt in das Bild des Schützen fällt.

Winterschlaf der Thiere. Es gibt eine kleine Anzahl von Thieren,welche außer der täglichen Ruhe, die sie mit den meisten übrigen Thieren theilen,

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