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Zwölfter Band. W bis Z.
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rom-nierqnc", in einem Act schrieb und daselbst zur Aufführung brachte. 1805ging er nach England, wo er 1812 starb. Folgende Anekdote beweist seine Ge-schicklichkeit und Geistesgegenwart (s. Gerber'S „Tonkünsilerlexikon"). Als W.ein Concert in Dresden geben wollte, und die Capelle zur Probe desselben versam-melt war, f.hlte es an dem Instrumente, woraus er spielen wollte. Endlich wirdes gebracht, ober es steht einen halben Ton zu tief. Um indeß das Orchester nichtaufzuhalten, setzt sich 28. ganz ruhig an das Pianoforle und spielt sein in Ol gesetz-tes Concert (eins der schwel sten für dies Instrument) aus (lis mit eben der Fertig-keit, Reinheit und Präcision, als wäre es in dieser Tonart geschrieben.— Er warein bescheidener, angenehmer und munterer Mann, der seinen frühen Tod leiderdurch eine ausschweifende Lebensart herbeiführte. Außer den angeführten thea«irakischen Werken hat er für die Kammer eine große Anzahl Sonaten, Quartette,Trios, Phantasien, Fugen rc. für das Pianoforle, mit und ohne Begleitung, 15verschiedene Hefte Variationen für da« Pianosorte, welche vorzüglich sind, 3 großeConcerte für dos Pianoforte mit Orchester, „Die Geister des Sees", Ballade fürClavier und Gesang (Leipzig bei Härtet), 2 Hefte Gesänge niit Begleitung desClaviers, nebst einer Isiimmigen Hymne componirt.

Wolga , in Rücksicht ihres gegen 510 deutsche Meilen fortgehenden Laufesder größte Fluß von ganz Europa. Sie entspringt im russischen Gouvern. Twer ,auf den «launischen Höhen bei dem Dorfe Wolcho-Werchowie, aus einigen Seen,20 Meilen oberhalb Twer , wird bei dieser Stadt für Lastschiffe schiffbar, undnachdem sich die Ocka oberhalb Nowgorod und die Kama unterhalb Kasan mit ihrvereinigt haben, zum beträchtlichen Strome, der sich in mehr a's 60 Armen, 12Meilen unter Astrachan, in das kaspische Meer ergießt. Die Wolga wird imLause des Jahres immer seichter, und nur wenn gegen das Ende des FrühlingsSchnee und Eis schmilzt, und der Fluß dadurch so anschwillt, daß er (gewöhnlichim Mai und Juni) aus seinen Usern tritt, können auf demselben große Schiffe überdie Sandbänke und die niedrigen, alsdann ganz unter Wasser stehenden Inselnbis Astrachan sicher hinabführen. Die Ufer der Wolga sind überaus fruchtbar,selbst die näh.r gegen die Mündungen zu liegenden, noch nicht angebauten Gegen-den derselben. Nirgends wirb in Rußland so viel Eichenholz angetroffen als in derNähe dieses Stroms, der für die Veibindung des innern Rußlands von äußersterWichtigkeit ist und auch den ausländsschen Handel belebt, indem der Canal vonWsschnei-Woloischock einen Nebenfluß der Wolga , nämlich die Twerza, mit demZna, und diesen mit der Schlina verbindet, welche in einer natürlichen Verbindungmit der Msta, dem Wvlchow und der Newa saht, wodurch eine Schifffahrt vonAstrachan bis Petersburg , mithin eine Verbindung des kaspischen Meeres mit derOstsee bewirkt wird; desgleichen verbindet der nördliche Canal im GouvernementsWologda die nö> dl.Kelimo und den Dschuritsch mit der südl. Kcltma, und dadurchdieKama und Witschegda, durch diese aber die Wolga und Dwina , das kaspischeund weiße Meer mit einander. Die Wolga ist, besonders von Astrachan an biszu ihrem Ausfluß in das Meer, außerordentlich fischreich; von allen den Fischen,die im kaspischen Meere sich sinken, drängen sich im Frühjahre eine so außerordent-liche Menge in die Mündungen des Flusses und weiter hinauf, daß der Fischfangum diese Zeit über 10,000 kleine Fahrzeuge beschäftign Die Fische, welche amhäufigsten gefangen werden, sind Störe, Sterlet, Karpfen und Hechte von au-ßerordentlicher Größe, und vorzüglich der Hausen (im Russischen wegen seinerweißen Farbe Deluga genannt). Aus dem Rogen des Sterlet und des Hausenwird der aus Rußland zu uns kommende Kaviar, sowie aus der Haut und den Einge-weiden des letztern die Hausenblase bereitet. Auch Seehunde kommen aus demkaspischen Meere in die Mündungen der Wolga und werden da gefangen. Wich-mann schlägt den reinen jährl. Gewinn von dieser Fischerei aus4,100,000 Rubel an.

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