Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Wolken

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Weisung, wie Kinder unk Stumme zum Versieben und Sprechen oder zu Sprach-kenntnissen und Begriffen zu bringen sind" (Leipzig 18Ü4). Seine Schriften,welche die deutsche Sprache zum Gegenstände haben, sind: „liüciiscbe «rü-risi-»cchc <WrIi->te. 8 intest taste, Ornvseli, iste». l.ecler, koinanren u» siuUiilen"(1804), bei deren Mittheilung W. aus den Wohlkkang der niederfachsischen Spra-che aufmerksam machen wollte. «ein Hauptwerk aber ist: „Anlest, zur deutschenGelammtlprache, zur baldigen Erkennung und Verbesserung mehrer zu wenigst50,000 fehlerhafi gebildeten deutschen Wörter, auch zur Abwendung eines großenZeit- und Geldverlustes" (1812). Durch Aufsuchung der Wurzeln von den Wör-tern der deutsche Sprache suchte er die rechte Form dieser Wörter zu bestimmen,die überflüssigen fehlerhaften Buchstaben, z. B. da« auch von Jean Paul verwor-fene Verbindung«-S, sowie die in die deutsche Sprache aufgenommenen Fremd-wörter durch vorgeschlagene neue deutsche zu verdrängen. Dieses Werk ist dieFlucht langer und tüchtiger Studien und enthält einzelne treffliche Vorschläge undVersuche ,ur Reinigung und Verbesserung der teutschen Sprech-und -Schreibweise.Aber im Ganzen ist das Bestreben, eine lebende Sprache nach einem neuen Maß-stabe conseguent umzuformen, verfehlt; daher können auch Kinderfchriftn, in je-ner neuen Sprache verfaßt und gedruckt, keinen Eingang finden. — W. starb am8. Zan. 1825 zu Berlin im 84. Jahr seines Alters. Eine originelle Selbstbio-graphie desselben steht in der Hauke u. Spener'schen Zeit., Nr. 9. S. auch W.'S„Lebensgeschichte" von Hasselbach (Aachen 1828).

Wolken nennen wir die in beträchtlicher Höhe über der Erde schwebendensichtbaren Wasserdünste. Vom Nebel sind die Wolken nur durch die Höhe unddurch eine größere Undurchsichtigkeit verschieden. Letztere hat ihren Grund in derdünnern Luft, wo die Dunsttheilchen sich verdichten. Doch findet darin ein großerUnterschied statt, indem es Wolken gibt, die den Himmel trüben, ja verfinstern,und wieder andre, die, einem leichten Schleier ähnlich, die sonnen - und Mond-strahlen durchscheinen lassen. Die Wolken entstehen auf ähnliche Art wie der Ne-bel. Die wässerigen Dünste, die au« den Meeren, Seen, Teichen, Flüssen unddem ganzen Erdboden aufsteigen, erheben sich vermöge ihrer Elasticität und gerin-gern Schwere in der Atmosphäre so hoch, bis sie eine sehr dünne und kalte Luftantreffen, in welcher sie nicht mehr steigen können, sondern vielmehr verdichtetwerden. Über die Art und Weise aber, wie diele Verdichtung und die gan;e Wol-kenbildung vor sich geht, sind die Physiker verschiedener Meinung. De Luc, dessenAnsicht die statthafteste ist, glaubt, daß sich das Wasser nach seinem Aufsteigen inDünsten, ehe es Wolken bildet, in Gasgestalt in der Luft befinde und gar nichtaufs Hvgrometer wirke, daher die Luft in den obern Regionen immer trocken sei.Die Wolken erklärt er für Ansammlungen von Bläschen, bei deren Bildung ausdem Gase der Wärmestoff wenigst n« zum Thstl wirken soll, weil sie nach seiner Er-fahrung fühlbare Wärme dem Körper mitlhe>l-n, den sie benetzen. Nach Hübe sinddie Wolken Sammlungen von niedergeschlagenen Bläschen und unterscheiden sichdurch ihre negative Eliktricnät von den Nebeln, deren Elektricität mnstentheils vo-sitiv ist; verlieren Nebel und Wolken ihre Elektricität, so entsteht Regen. Völligbefriedigend sind indeß diele Erklärungsarten kein swegs. Mehr darüber in Maver'S„L-hrbuch über die phvsische Astronomie, Theorie der Erde und Meteorologie" (Göt-tingen 1805). Auch die Veränderung der Win^e ist bei der Bildung von Wolkenund N.beln wesentlich wirksam. Wo diese Veränderungen geringer und seltensind, wie zwischen den Wendekreisen, müssen auch die wässerigen Lusierschstiuinge:.weit seltener, aber wenn sie sich ereignen, auch desto heftiger sein, wegen derMenge wässeriger Dünste, die sich vorher in der Atmosphäre gesammelt haben.Sehr verschieden sind die Entfernungen, in welchen die Wolken über der Erdeschweben. Dünne unh leichte Wolken übersteigen »och um Vieles die Höhe unserer