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Peoman Port (Friedrich, Herzog v.) j
Portugal und dem mittelländischen Meere treiben. Nach Norwich werden über -Parmouth viele Güter eingeführt, und ebenso die eignen Fabricate von da ausge- 'führt. Die Küstenfahrt besteht in der Einfuhr von Steinkohlen und Ausfuhr vonKorn, Malz und Worstedzeu-yen. Nach Grönland werden schiffe auf den Wall- ,fischfaug geschickt, auch gehen Schiffe aus, um Kabeljau zu fangen. Den Mo-nat Oct. hindurch wird in der Nähe von Purmouth eine wichtige Perlenfischerei Ze-rrieben, wozu gegen 150 Sch ffe gebraucht werden. Die Hauptnahrung derEinw. besteht seit den ältesten Zeilen in der Herings- und Makreleusischeni. Die iMenge der gefangenen Heringe ist gewöhnlich außerordentlich groß, und sie werden ivon hier auf 4 0—50 Schiffen nach Spanien, Portugal und verschiedenen Häfen !Italiens verführt. Ausgezeichnete Gebäude sind: die Nicolaikirche, das Theater, 'das Fischerhospital, das Zuchthaus, das Rath-, und Zollhaus, Parmomh hat jein Seebad. Auch steht hier Nelson's Denkmal.
Peoman, in England ein Mann, der ein freies Landgut besitzt, welchesihn im Range unmittelbar der Gentry nachsitzt. Sonst waren 250 M. der königl.Leibwache aus diesem Stande, daher noch > tzt die königl. sogen. Schweizcrgarden,welche jedoch nicht, wie in Frankreich , aus wirklichen Schweizern bestehen, etwa200 M. stark sind und sich durch ihre seltsame, altvaterische Uniform auszeichnen,v>'»n,oi> ok tlie Onarst genannt werden. Sie thun keine eigentlichen Kriegs-dienste, beziehen nur die Wache im Tower und scheinen nichts weiter als eine Artvon Polizeisoldaten zu sein.
Permak, auch Zermak, der Eroberer Sibiriens , s. Stroganoff.
chermoloff, s. Jermolofs (Alexei Pewowitsch).
Porik, s. Sterne (Lorenz).
Pork und Albanien (Friedrich, Herzog v.), Bruder des K. Georg IV. v. Großbritannien , geb. d. 16 Aug. 1763, wurde schon am 27. Febr. 1764 zumFürstbischof zu Osnabrück postulier, und regierte das Land von 1782—1802.1811 zvard er zum zweiten Male zum Generalissimus der brit. Landmacht ernannt;Such war er kais. östr. Feldmarschall, Großmeister des BaihordeuS, und hatte au-ßer einer Rente von 18,000 Pf wegen des abgetretenen Bislhums Osnabrück einEinkommen von 24,000 Pf. In einem Alter von 16 I. kam er nach Berlin , umden preuß. Kriegsdienst zu lernen. Hier vermählte er sich 1791 mit Friederike, K.Friedrich Wilhelm « II. v. Preußen Tochter (gest. den 6. Aug. 1820), und kehrtehierauf nach London zurück. Er wohnte zu Oatlands Park bei London und wardnach dem Tode der Prinzessin Charlotte (6. Nov. 1817) Kronerbe, starb aber kin-derlos d. 5. Jan. 1827. Sein öffentl. Leben hat ihn mehr als einmal der streng-,sten Beurtheilung, selbst im Parlamente, bloßgestellt. 1793 erhielt er den Befehlüber das brit. Heer in Flandern , welches zu der großen Armee unter dem Prinzenv. Koburg gehörte. Unter ihm dienten Sir Ralph Abercrombie, Sir Will. ErS-kine und andre Officicre mit großer Au: z-ichnung; allein der Feldzug hatte, bei denFehlern des allgemeinen Plans, keinen glücklichen Erfolg. Der Herzog nahm Da-lenciennes nach einerBelagerung von 6 Wochen. Die unglückliche Unternehmunggegen Dünkirchen kann ihm nicht zur Last gelegt werten. Sie war von Ostreich mitdem brit.Cabinet verabredet, um dadurch das Parlament zu gewinnen, daß Englandals Hauptmacht an dem Kriege Theil nähme. Nach Playsair („Lolit. pnrli.üt,",I.Thl., London 1813) sollen silbst Ofsiciere vom Generalstabe des Prinzen v. Ko-bürg, aus Unzufriedenheit darüber, daß ValencienneS , zu dessen Einnahme vor-züglich die Östreicher beigetragen hatten, den Briten übergeben wurde, der Unter-nehmung aufDünkirchen entgegengewirkt haben. Wenigstens äußerten die Ostrei-cher ihre Freude, als die Engländer unter dem Herzog v. Hork die Schlacht vonHondschoote bei Dünkirchen gegen Houchard (8. Sepk.) verloren und 4000 M. ein-gebüßt hatten. Der Feldzug von 1794 endigte so, daß der Herzog sich einschiffen