446 Zabier Zach (Franz, Frech. v. — Anton, Baron v.)
Kampfe mit Rußland rühmlich bekannt. Als der König Stanislaus den Drohun-gen und der Macht Rußlands nachgab, nahmGrafZ. seinen Abschied und beaalsisich nach Böhmen . Bei dem von Kosciuszko 1194 geleiteten Nationalaufstande^verhielt er sich ruhig; weil man aber s. Besinnungen kannte, wurde er in Karlsbad ,verhaftet und nach Prag geführt. Hier erhielt er endlich s. Freiheit und die Erlaub- ^niß, sich nach Dresden zu begeben. — Sein älterer Bruder, Joseph Z., war!dagegen ein Anhänger Rußlands. 1194 wurde er in Warschau von den Polen ver- jhaftet, und da man in den Papieren des russ. Generals Igclström seinen Brief-1Wechsel mit demselben fand, von dem provisorischen Nationalgerichtöhofe (3. Mgi)gerichtet und als Lttaatsverräkher am 4. Mai gehangen. i
Zab ier, s. Sabier.
Zabira (Georg), ein gelehrter Grieche und Kaufmann, lebte zu Szabad-!szalla«, einem Flecken in Kleinkumanien. Er war der Sohn eines durch Reisen iin Italien gebildeten Kaufmanns, geb. z» Sialista in Macedonien, und wurde in !Thessalonich erzogen. Um das I.1164 kam er als Kaufmannsdiener -ach Ungarn und erlernte zu Kolotscha die lateinische, sowie d-e neuirn europ. Sprachen, undlegte sich eine Bibliothek an. Neben seinen Handelsgeschäften leitete er auch eineSchule sür seine Glaubensgenossen. In spätern Jahren besuchte er mehre deutscheUniversitäten und widmete sich hierauf zu Szabadszallas dem Handel und der Lite-,ratur. 119,1 ließ er Kantemir's Werk über die Kantakuzenen und Brankowancndrucken. Unter seinen hinterlassenen Handschriften ist besonders das«lXXya-xo-" wichtig: ein biographisches Verzeichniß aller neugriech. Schriftsteller, !die seit der Eroberung von Konstantinopel gelebt haben. In seinem Testamentevermachte er alle seine Bücher und Handschriften der griech. Kirche zu Pesth, undein Legat für die Bibliothek. Er starb ani 19. «ept. 1804.
Zach (Franz, Freih. v.), Bruder des östreich. Generals v. Zach, geb. zu Pres-burg 1154, ist einer der ausgezeichnetsten Mathematiker und Astronomen unsererZeit. Nachdem er in östreich. Kriegsdiensten gestanden und sich einige Zeit in Lon-don aufgehalten halte, ward er, mit dem Charakter eines Obristlieutenains, Ober-hofmeister der zu Eisenberg wohnenden verwitweten Herzogin von SachsemGolha,die er 1804 und 1805 auf einer Reise durch Frankreich begleitete. Er führte mitrühmlichem Eifer und zum Besten der Wissenschaft die Direciion der Sternwartebei Seeberg von 1181—1806, wo er sie niederlegte. Seitdem lebte er meistensim Auslande und IM Gefolge der Herzogin zu Paris und in Italien , wo er sichnoch vor Kurzem in der Nähe von Genua aufhielt. Auch hier ist Baron v. Z. fürdieAstrononue thätig gewesen, z. B. bei der Anlegung einer Sternwarte in Neapel ,als Zurlo daselbst Minister war, und vor Kurzem bei der Erbauung einer andern inder Nähe von Lucca . Baron v. Z. hat die Astronomie dui ch treffliche Schriftengefördert und erweitert, worin sich Gründlichk.u mit Faßlichkeit und Klarheit derDarstellung und des DoriragS vereinigen. Bekannt in einem wettern Kreise sinds. „Geographischen Ephemeriden", sowie die Fortsetzung derselben: „MonatlicheCorrespondenz zur Bef.rderung der Erd - und Himmelskunde". Eine neue Fort-setzung dieser gehaltvollen Zeitschrift läßt er in Italien u. d. T. „Lor>o5z,nn,l.,„u6sstrvuoroiijue" erscheinen. Außerdem Hai er einige gehaltreiche Abhandl. über ein-zelne astronom. Beobachtungen, und namentlich über die Ablenkung des Bleilothesaus seiner Normalrichtung durch den Einfluß der Gebirgswasser: „1A>i>i»e»ioi,lies inontagui» ul rus elli-td »UI les til,, - ä - zitvinb" (Avlgnon 1814, 2 Bde.)herauSgeg.; auch finden sich in » ehren Zeitschriften, z. D. in der „Goihaischen ge-lehrten Zeuung", treffliche Arbeiten von ihm. Bon seinen astronom. Tafeln führenwir nur noch die „l abnlae ii-otuniii «olis nve-ae et uvliuuiae" (Gotha 1192, 4.)an. In Genua gab er den „chlmansauo 6u„o,urv" heraus. 1828 machte ereine Reise in die Schweiz und hielt sich eine Zeit lang zu Gens, dann zu Elsenau