Zeitungen (Handelsbl., gelehrte Zeit., Unterhaltungsbl.) 419
— Dir Hellenen lesen seit 1821 polit.Dl.in ihrer Sprache; Maxime Raybaudgibt in Parras seit dem 6. Dec. 1828, jetzt in Ägina , den „Lnurrier el'Oiieul" her-aus, der an die Stelle der ,,^b<?il >« grek-c,ue" getreten ist. Die allgemeine Zeitungin neugriechischer Sprache zu Ägina ist das Regierungsblatt. — Der „Speoiaisurorleiiiul" in Smyrna heißt jetzt„Lour,lk-r <I,'8,»)rno" und wird von einem fran-zösischen ?tdv. Blacque mit Talent, aber ohr.eWahrheitksinn, oft ganz im türk. Sy-stem redigirt. Auch in Tripo li S (in derDerb.rei) erscheint seitdem 31. Juli 1827eine polir. und literar. franz. Monatsschrift u. t. T.: „I.'>nveitizaleur ^sric-ain".Endlich erscheint seit der Landung der Franzosen in Algier (14. Juni 1830) einfranz. Blatt daselbst.
Von eigentlichen Handelsb lättern kennen wir dielondner „Illoyal, list",die amsterdamer , /eetiilingo»", das „.Inuinsl cle cominercr", die Hamburger„Bdrsenhallenliste", die nürnberger „Handlungszeitung" (36. Iahrg. 1829) unddie „Preuß. Handelezeitung" in Berlin. (Dos von Hasse in Schneeberg zu Leipzig herausgeg. „Elbeblatt", polytechnischen Inhalts, dem seit 1824 eine kleine Bör-senliste beigelegt war, hat 1829 aufge hört.) Sie enthalten sämmtlich Waaren- undWechselweise, (surfe derSkaatSpapiere, Nachrichten über das Ankommen und Ab-gehen der Schiffe, Verzeichnisse von Fallissements und gezahlten Dividenden undähnliche, die Handelswelt betreffende Berichte. Die hamburger„Börsenhallenliste"(von Niebour und Runge besorgt), das vorzüglichste dieser Blätter, theilt zugleichdie neuesten polik. Nachrichten mit.
Über die gelehrten Zeitungen, als kovieev«, „kev. eno^clop.", „8il>l.ii->I.", „Hermes", wiener „Jahrbücher" w., s. Literaturzeitungen. Hierhergehört auch die„Kathol. Literat.-Zeit.", von Kerz herausgeg.; „Der Katholik" vonWeis zu Mainz ; die „Literat.-Zeit. für die kathol. Geistlichkeit" von Franz v. Bes-nard zu Landehut; die von 0. Zimmermann zu Darmstadt herausgeg. „Allgem.Kirchenzeitung" (9. Iahrg. 1830), welcher die berliner „Evangel.Kirchenzeitung ',herausgeg. von l). Hengstenberg (4. Iahrg., 1830), gegenüberlrat. Der PfarrerSpieß in Frankfurt gab die „Eusebia" seit 1828 heraus; der Graf von Benzel-Sternau und I). G. Friedrich „Den Protestanten", Straeburg 1829. Die aniije-suilische Zeitschrift: „Der kanonische Wächter", von Alex. Müller, erscheint 1830bei Ruff in Halle. Eine „Allgemeine Schulzeitung", von 1). Zimmermann, erscheintin Darmstadt seit 1824; — Eine „GesundheitSzeitung", vorn Rath Streit seit1828 in Greiz; — eine „Flora", oder boian. Zeitung, in Nürnberg ; — eine lant-wirthschaftl. Zeit., von Schnee, in Halle, der 28. Iahrg. 1830 nach Schnee'S To-de von Rüder; eine stoaiswirthschaslüche (2. Iahrg. 1828) zu Büdingen , sowie„Kunstblätter" zu Berlin von Toelken, zu Stuttgart von Schor»; ein „antiquari-sches" von Stellwag zu Franks , a. M.; ein „Kunst und Gewcrbeblatt" zu Mi'w-chen u. s. w.;— die „Allgem. milüair. Zeitung" zu Daimstatt u. a. m.— InFrankreich erscheinen ähnliche Bl., z. B. „be «.i.itli<zlir,uo", vom Baron v. Eckstein; „l..a lövue.- p,»le-lunt>-", Hauptredacteur Eh. Eoquerel; die „6i,7.cle l'insliucl. izneetle <>e -unlä" seil 1830 u. d. T.: „tlu/. n-cü--
rsle elo p.irii" u. o. Als encyklopädisches Blatt muß der „HeeperuS" von An-dre- vor allen andern genannt werken (s. unten).
Die deutschen Unterhalrung sb lä tter sind mit der vom HofrathSpazier 1801 in Leipzig gegiünteten Zeitung für die elegant« Welt,welche unter des Hofr. Meth. Müller Leitung noch fortdauert, entstanden. Da die„Zeitung für die elegante Welt" damals der Schlegkl'schen Schule huldigte, sostellte ihr K o tzebue (s. d.), mir Merkel verbunden, 1803 ein ähnliches Blatt ent-gegen: den„F, ei:i'ülh'ge,i", welches 1). Aug. Kühn (gest. 1830) übernahm. Seit-dem hat sich die Zahl der llmei Haltungsblätter b«ständig vermehrt, obgleich auchviele bald untergegangen sind. Die bedeutendsten sind: 1) Das „M org en bla t l".Es begann 1807 und ist unter verschiedenen Redactionen von L. F. Huder, Hang,