Band 
Zwölfter Band. W bis Z.
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Verwandtschaft nicht bloß im Bau ihrer Theile, auch in der Entwickelung im Wach«:thum und in den Bedürfnissen für ihre Erhaltung. In jeder Familie könnenKräuter und Sträucher und Bäume beisammenstehen, sie können, was in vielenwirklich der Fall ist, durch -Lüden und Norden zerstreut sein: eine gewisse Überein-stimmung in ihrem Wesen bleibt ihnen immer. Die Gärtner unterscheiden ihreZierpflanzen als Kräuter, nämlich 1) als einjährige, annu-.e. (H; 2) bleun«,zweijäkrge, §; 3) pereuu«, Lkaudengewächse. Erstere blühen während ihresersten Lonumrs, bringen dann Samen und sterben mit der Wurzel ab, die zwei-jährige» blühen erst im 2. Jahre, worauf sie gleichfalls Samen bringen und ab-sterben; letztere aber, die ausdauernden, treiben jährlich neueSkäng.'l aus der fort-wachenden Wurzel, diese tragen Blüthen und Früchte, un) sterben vor dem Win-ter nieder ab. Holzpflanzen, d, dagegen behalten ihren holzigen Stamm durch denWinter, und sind entweder Sträucher, wenn sie von unten auf schon verästelt sind,oder Bäume, deren G psel nur aus Asten besteht, getragen von einfachem Stamm.Für Verzierung der Gärten werden ..sie angewendet und es ist eine besondere Auf-gabe der Cultur, die einzelnen Arten dergestalt ästhetisch zu vertheilen, daß sie inHinsicht auf Höbe und Wuchs, aus die Form ihrer Theile: vorzüglich die Blätteriu Hinsicht auf Farbe der Blüihe und auf die Zeit ihrer Erscheinung, auch wol inBezug auf Gerüche und Contcaste mit andern Gegenständen, den Ansoterungendes Geschmacks entsprechen. Die Blüthcncalender geben Nachweisung über dieBlütbewit der Gewächse, die für die meisten sehr bestimmt ist, und hiernach ist manim Stande, seinen Gal len so einzurichten, daß alle Monate der warnien und gemä-ßigten Iah: eszeii sein Blüihenschmuck das Auge ergötzt. Für die kalke Jahreszeitgewährt man sich den Genuß der Blüthenwelt durch Schutz vor der Kälte in Zim-mern, Salons ue dGewächshäusern, durch Aufstellung solcher Gewächse, welche mdieser Zeit ihre Blüthen entwickeln oder durch schöne Belaubung die Gruppen be-leben. Für einen solchen Wintergarten sind besonders die kleinen Llräucher undBäume vom Vorgebirge der guten Hoffnung und aus Neuholland , dann ganz vor-züglich die Knollen- und Zwiebelgewächse zu empfehlen, aber auch einige Staudenmit ästiger und faseriger Wurzel vertragen das Treiben und bieten so früher ihreBlüthen als im gewöhnlichen Klima. (S. Gartenkunst.) Vgl. Dielrich'sWintergärtner, oder Anweisung, die beliebtesten Modeblumen und ökonom.Ge-wächse in Zimmern zu überwintern" (4. Aufl., Weim. 1818, 2 Thle.); I. E. v.Neider,Die Geheimnisse der Blumisterei :c." (3.Aufl., Nürnd. 1824).

Zielhen (Hans Joachim v.), königl. preuß. General der Cavalcrie, Ritterdes schwarzen Ailerordens :c., ward den 18. Mai 1699 auf dem väterlichen GuteWustrau in der Grafschaft Ruppin geb., begann seine milüawische Laufbahnin seinem 11. Jahre beim Infanterieregimente v. Schwenty, nahm einige Jahredarauf, wegen unverdienter Zurücksetzung, seine Entlassung, lebte dritihaib Jahreauf dem väterlichen Gute und trat 1426 beim Drazonerregimente v. Wathenowals Piemierlieutenant wieder in Dienste, wo er sich nun mit unermüdetem Eiferseiner neuen Waffe widmete. Nichtsdestoweniger ward er von einem unwürdigenKameraden in Händel verwickelt, die ihm zuerst einjährigen Festungearrest, spätersogar Cassakion zuzogen. Er ward jedoch arf einiger Generale Verwendung 1480wieder bei der Lelbhusarencompognie angestellt, die der König in Berlin errichtenließ, und aus welcher sein nachmals so berühmt gewordenes Regiment entstand.1431 zum Rittmeister befördert, machte er 1455 den ersten Feldzug gegen Frank-reich unter Befehl des östr. Generals Baronay mit, eines damals berühmten Par-teigängers, auf dessen Empfehlung er 1436 zum Major ernannt ward. Im Laufedes ersten schl,fischen Krieges erhob ihn Friedlich II. zum -Obrisilieutenont. Als eraber wenige Tage darauf, in der Affaire bei Rothschloß, sich besonders auszeich-nete und fluten vormaligen LehrerDaronay (der des Schülers Würdigkeit in eurem