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Ziechen (Hans Joachim v. —Graf von)
Schreiben anerkannte) beinahe gefangen nahm, verfügte der König s. Beförderungzum Obersten und Chef des nunmehr sormirte» Husarenregiments und verlieh ihmden Verdienstorden. Zm Fel^zuge von 1712 drang Z. mit der Vorhut eines vonOlwütz aus abgesandten 15,600 M. starke» Corps bis Stockerau unfern Wien vor, in welche Nähe der östr. Hauptstadt nie wieder ein preuß. Feldherr gekommenist. Der zweite friesische Krieg begann (1711), und Z. zeichnete sich schon im er-sten Feldtuge so Vortheilhast aus, daß er zum Generalmajor befördert ward; imzweiten Feldzuge wollen wir nur s. berühmten Zuges nach Zägerndorf durch die östr.Armee, seiner Theilnahme an der Schlacht bei Hohenfriedberg. wo er dieReservebefehligte, und besonders des für ihn so glorreichen Gefechts bei kaihol.HennerSdor'f(23.9,0V.) erwähnen, mit welchem sich s. rühmliche Thätigkeit vor der Hand schloß,da er hier vei wi'udet ward, und bald daraus nach der Schlacht bei Kesselskorf, derFriede eintrat. Von da bis zum Ausbruche des dritten schlesischen Krieges trasdenHelden viel Ungemach. Der Tod seiner Gattin und des einzigen Sohnes beugtenihn noch tiefer als dieUn.madeFriedrichs, die, von s. Funden angefacht, sich viel-fach und höchst unangenehm äußerte, urtt erst kuiz vor dem Ausbruche dcs,1iebei>-jährizen Krieges durch eine persönliche Ziüai,i,ii>cnkuuji mit dem Könige auf eineArt beseitigt ward, die diesem Fürsten zur hohen Ehre gereicht. Hier ist nicht derOrt, olle die Thaten aufzuzählen, dui ch welche A. in diesem Kriege seinen Feld-herrnberus beurkundete. Wir erwähn.n bloß, daß er für ausgezeichnet kluge Lei-tung der Vordrnruppen vor der Schlacht buPragdenschwarzenAdlerordenerhielk,beiKollin, woeraustcm rechten Flügel 100 Schwadronen befehligte, verwundetward, bei Leurhen durch das Zurückwerfen des Nadasti'jcheu CerpS die Bahn zumSiege brach, und die ihm darauf überuagene Verfolgung des Feindes mit großerUmsicht und Thätigkeit leitete; späterhin aber bei Deckung des großen für das ol-müßer Belagerung, Heer bestuumten Transportes der feindlichen Übermacht undLondons Thätigkeit weichen mußte; daß er auf dem Schlachtfelde von Liegnitz ,wo er das östr. Haupiheer ziu ückhielt, zum General der Cavalerie ernannt ward;daß er es nar, der den blutigen Tag bei Torgau zur Entscheidung brachte, obwolihm der König darüber bittere, aber unverdiente Vorwürfe machte. Bald nach demhubertsburgcrFrieden (1703) vilh.iraihekc sich Z. in s. 05. Z. nochmals, und esward ihm zuerst ein Sohn geboren, den Friedrich au« der Taufe hob und in derWiege zum Cornet ernannie, sowie er denn von nun an s. Feldherrn immer durchBeweise von Gnade und Zuneigung erfreute, wovon einzelne Züge noch jetzt allge-mein bekannt zum Theil durch den Grabstichel verewigt sind. Unermüdl ch wie erwar. wollte der 78j..hrige Greis durchaus noch an dem bairischen ErbfolgekriegeTheil nehmen, allein der König lehnte s. wiederholten Antrüge in Rücksicht aufs.schwächliche Gksimthe.t gnädig ab. So von seinem Monarchen geehrt und geliebt,von s. Untergebenen und Denen, die ihm näher standen, fast angebetet, von dergroßen Menge mit enthusiastischer Bewunderung verehrt, durchlebte er ein heiteresGreisenalier, bis am 26. Zan. 1786 zu Berlin ein sanfter, schneller Tod s. ruhm-volles Leben ohne lange Krankheit endete. Der Prinz Heinrich ließ ihm 1780 zuRheinsberg ein Denkmal sitzen; bekannter ist die von Echatow gearbeitete Bild-säule desHelden, die Friedlich Wilhelm I >. 1794 auf dem Wilhelmsplatze in Brr»lin aufstellen ließ. Sein L.ben Hai Louise Zoh. Leop. v.Blumenhagen (Berl. 1800)herausgegeben. — Sein obengetachter, 1785 geb. Sohn war früher Rittmeisterbei den Husaren und ist jetzt ken. Londralh des ruppiner Kreises und Ritter des ro-then Adlerortenc 8. Classe, noch jetzt wohnhaft auf dem väterlichen Gute Wusirau.— Der General!ieuteiiaut, Graf v. Ziethen , Ritter des schwarzen Adlerordensund a. Orden, war der Sehn des Rittmeisters v. Z. bei dem ehemaligen Gendar-menregimente, diente 1806 bei dem R'egim. Königin Dragoner (jetzt KöniginKürassier), und hat sich insbesondere m dem Kriege von 1813—15 gegen dieZcan-Eoiu>enatiouö-rerucu« Bd. 2e11. L 3