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sind. Die Zobel sind nicht bloß in Ansehung der Farbe, sondern auch der Güteihrer Felle, nach den verschiedenen Gegenden, wo sie sich aufhalten, verschieden.Ze weiter die Landschaften gegen Osten liegen, desto schöner sind die Zobel . Amschönsten und zahlreichsten findet man sie an dem Lenastrome in der Landschaft Ja«kutzk. Man fängt sie vom Nov. bis in den Febr. mit Schlingen, oder schießt siemit stumpfen Bolzen, um da? Fell nicht zu verletzen. Daß die nach Sibirien ver«wiesenen Staatsgefangenen oder Verbrecher zum Zobelfange gebraucht würden, istunqegründet. Gewöhnlich vereinigt sich eine Gesellschaft von 10 oder 12 M. zurZobeljagd, die sich einen Anführer wählen, und alle Zobel , die sie fangen, untersich theilen. Sie bauen sich zu diesem Behufe an einem passenden Orte eine Hütte,versorgen sich mit Lebensmitteln, und stellen dann Fallen auf, in denen sich derZobel fängt. Die Tataren legen sich besonders auf diese Jagd. Die Zobel sind einRegal der Krone, die den Fang derselben nur denjenigen Einw. Sibiriens überlas-sen hat, die einen Theil ihres Tributs damit bezahlen müssen. Es werden aberjetzt weniger Zobel an die Krone eingeliefert als sonst; denn theils haben sie, weilman sie zu häufig gefangen, überhaupt abgenommen, theils sind die Tataren klü-ger geworden, verkaufen ihren Fang an Schleichhändler für einen bessern Preisund zahlen ihren Tribut in andern Thierfellen oder auch in baarem Gelde. Dieeingelieferten Zobelfelle werden mit einem Siegel bezeichnet und nach Petersburg geschickt, doch werden auch viele heimlich verkauft. Von den gewöhnlichen gutenFellen wird das Stück mit b—10 Rubel bezahlt. Man hat, wiewol selten, auchweiße Zobel, ferner kastanienbraune mit einem Goldglanze und schwarze mit einemSilberglanze. Die weißen sind sehr selten und theuer; von den kastanienbraunenkostet das Stück 20—40 R. Ein vollständiger Zobelpelz aus lauter schwarzenFellen, die einen Silberglanz haben, wird auf b—10,000 R. geschätzt. DieRussen verstehen die Kunst, die Zobel zu färben oder durch Räuchern zu schwärzen,doch erkennt man die gefärbten Felle leicht an dem Mangel des Glanzes, den dievon Natur schwarzen haben, oder dadurch, daß sie abfärben. Daß sie durch Räu-chern schwarz gemacht sind, erkennt man an den gekrümmten Haaren, denn beieinem guten Felle müssen die Haare alle gleich sein, und wenn nian es mit derHand streicht, nach allen Richtungen folgen. Die Chinesen aber sotten die Kunst,die Zobel zu färben, in einem so hohen Grade der Vollkommenheit besitzen, daßman sie von den echten nicht unterscheiden kann.
Zobten berg, ein Berg im schlesischcn Regierungsbezirke Dreslau, 2Meilen von Schweidnitz, 5 Meilen von Breslau , besteht aus einer Reihe vonBergen, wovon nur ein einzelner Zobtenberg heißt. Er hat wahrscheinlich s. Na-men von deni nicht weit entlegenen Städtchen Zobten , wird aber im gemeinenLeben auch der Zotkenberg (Zorhenbera) genannt. Nach Büsching's Vermuthungsoll auf demselben die alkeAsciburg oderAsenburg (Asgard) gestanden haben, wo-mit des Ptolemäus ninur .Isniblir^iu- übereinstimmt. Der Z. steht mit dem Rie-sengebirge in Verbindung, hat eine fast kegelförmige Gestalt und liegt 2318 F.über dem Meere. Auf 3 Seiten wird er von einer weitläufigen Ebene umgeben,gegen Mittag grenzt er an den Geiersberg. Der bequemste Weg auf den Bergführt von dem Städtchen Zobten aus. Auf der höchsten Spitze desselben stand im11. Jahrh, einschloß, das, nach mancherlei Veränderungen der Besitzer, 1411 alsRaubschloß zerstört wurde. Seit 1192 ist an dessen Stelle eine kleine Kirche er-baut worden, wohin am Feste Mariü Heimsuchung zahlreiche Wallfahrten gemochtwerden. SüdwestwärtS hinter der Kirche ist ein steiler Felsen, von welchem maneinen beträchtlichen Theil Schlesiens, besonder? die schönen Fluren von Franken-stein bis Liegmtz übersehen kann. Der übrige Theil des Berges ist dicht mit Holzbewachsen. Es finden sich da auch gut« Marmorbrüche. Der Berg dient den Land-leuten in Schlesien zum Wetteranzeiger. Mit Gewölk bedeckt, läßt er Regen, licht-