IV
um jeden Preis ins Leben rufen und generalisiren will,wie es selbst die blindlobpreisenden Anhänger der Eisen-bahnen zu fordern nicht gewagt haben. Und eben weiler durch die Schärfe der Beurtheilung, vorgefaßte Mei-nungen bekämpft, freiwillige oder unfreiwillige vage Be-hauptungen in ihr Nichts zurückführt und zahlreicheIrrthümer aufdeckt, an ihre Stelle aber die unverkenn-baren Kriterien der Wissenschaft und Erfahrung treten laßt,so unterscheidet er sich von jenen blinden Enkomiasten, wieder wahre Freund sich von dem falschen unterscheidet.
Wenn wir zwar in unseren, jedem Kapitel nachfol-genden „Anmerkungen", mit unserer nationalen Kühleuns gegen die französische Wärme überall da verwahren,wo unser Autor die Beforderungs-Mittel der Eisenbahnenum allzu hohen Preis erkaufen will und wir aber selbstdas Gold nicht zu theuer bezahlt sehen wollen, so ver-kennen wir doch zugleich auch nicht, daß der Autor ausallen Kräften sein Bestes gethan hat, die einzigen zumZweck führenden Hülfsmittel ausfindig zu machen, umden Eisenbahnen die allgemeinste Anwendung zu bereiten.
Seine scharfsinnigen und in die Liefe der Sache drin-genden Untersuchungen bezwecken nicht bloß die Unter-nehmer zu erleuchten und auf die rechten Wege zu führen,sondern sie geben zugleich die Klippen und den ganzenUmfang von Schwierigkeiten zu erkennen, womit dieEisenbahnen, sowohl im Allgemeinen als im Besondern,mehr noch in ihren äußeren, als inneren Beziehungenzu kämpfen haben.
Unsere Ansichten sind durchgängig mit denjenigen desAutors in Uebereinstimmung. Ueberall, wo uns dieselbennicht hinreichend entwickelt und nicht genugsam auf Leserberechnet schienen, die nicht Zeit noch Beruf haben, dieFluth von Schriften und Gegenschriften über das Eisen-bahn-Wesen zu ergründen, haben wir die zu kurzen An-deutungen durch unsere „Anmerkungen" zu erweiternund zu verdeutlichen versucht.