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Die Eisenbahnen als finanzielle Spekulationen betrachtet / von M. Surville
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entschließen sollte, auf seine eigenen Kosten einen oder mehrereHauptwege zum Muster für andere zu errichten, so würde esnichts desto weniger genöthigt seyn, um dieses Kommunikations-system zu vervollständigen, die Mitwirkung von Privatgesell-schaften anzurufen.

Diesen Gesellschaften kommt es nun nicht darauf an, zuwissen, ob die Eisenbahnen nützlich und angenehm sind fürdiejenigen, welche davon Gebrauch machen, sondern vielmehrdarauf, um von der Ersprießlichkeit derselben für diejenigen,die den Bau und die Ausführung derselben unternehmen,überzeugt zu werden.

Und dies ist gerade der Gesichtspunkt, von welchem wirglauben, bei der Behandlung der Eisenbahnen in dieser Schriftausgehen zu müssen. Für den Anfang unserer Untersuchungenstellen wir die Frage auf: haben die Eisenbahnen irgend einespezielle Bestimmung oder nicht? und wir werden zeigen, daßdieselben in der That nur für eine gewisse Art von Trans-port passend sind.

Darauf werden wir den Belauf der Anlagckosten schätzenund uns dabei nicht auf unvollkommeneTheorien gründen,sondern auf die authentische Erfahrung welche die Muster-Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester geliefert hat.

Dies wird uns wie von selbst zur Auflösung dieser zweiHauptfragen führen:

1. Welche Tarife sind für die Unternehmung einer Eisenbahnnothwendig, um bei der angenommenen Masse der zutransportirenden Güter bestimmte Renten aufzubringen?

2. Welches ist das bei einer Unternehmung dieser Art noth-wendige Quantum der zu transportirenden Gegenstände,um bei einem bekannten Tarif die bestimmten Rentenaufzubringen? «

Indem wir dann unsere Resultate auf verschiedene bisjetzt bekannt gemachte Entwürfe von Eisenbahnen anwenden,werden wir zeigen, daß die durch die Urheber derselben ver-langten Tarife als ganz unzureichend, den Untergang dieserUnternehmungen nach sich ziehen würden; und wir werden