Band 
Erster Theil.
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Dritter Abschnitt. Zweyte Ordnung.

Saugflachel, mit dem sie an Baumwurzeln ihre Nahrung sucht, und so ein ganzes Jahrauf drey Schuh tief unter der Erde ihren Larven- und Puppenstand zubringt. Wenn dieLarve nach mehreren Häutungen Flügelscheidcn bekömmt, so ist sie Puppe, seht aber ihreLebensweise fort, bis die Puppenhaut zerplatzt, und das Insekt geflügelt aus der Erdeanfänglich in einem grünen Gewand zum Vorschein kömmt, alsdann aber sich braun färbtund die Bäume besteigt.

Aufenthalt-

Das vollkommene Insekt findet sich im Jun. und Julius auf den wilden Eschen -bäumen und deren Saft, auf den Rothbuchen, auch auf den Maulbeerbäumen in Italien und dem südlichen Europa . Doch führt Brahm in seinem Handbuch der ökonomischenJnsektenzeschichte, oder Jnsekcenkalender I. S. 192 an, daß es auch in den Gegenden amRhein , und Kleemann in den Anmerkungen zu Rösels II. Bande, von den Heuschrek-ken S. 162, daß es, nach Herrn C. C. Jungs Beobachtung, in Franken nicht unbe-kannt sey. Besonders war die in der dritten Figur der 25. R ö se lsch en Tafel abgemaltei?75 n" Junius in Franken, jedoch nur in einer Strecke von vier Stunden, nämlich vonSegnitz bis Randersacker in den Weinbergen häufig, welche Gegenden und Weinberge allean der Nordseite des Mayns liegen, wo es warmer ist, als an der entgegengesetzten Mit-tagsscite. Ihr Name ist in Franken Lauer, und aus ihrer Menge wird auf ein gutesWeinjahr geschloffen c).

Fortpflanzung und Feinde.

Eine weibliche Cieade legt im Jul. an die fünf bis sechs hundert Eyer, und zwaran die dünnen Aeste von abgestandenen Bäumen, in welche sie einzelne Löcher bohrt, inderen jedes sie bald fünf, bald sechs weißliche längliche, an beyden Seiten zugespitzte Eyerlegt. Unter diesen Eyern richtet ein gewiffcr Raupentödter, Ichneumon, eine große Zer-stöhrung an. Sonst würde sich das Insekt zu sehr vermehren, das nach der Entwickelungaus dem Ey bald sich herunter an die Wurzeln der Bäume begiebt.

Dieser Familie der Singcieaden wird der Name: Mannakragende, deshalb bey-gelegt, weil sich theils auf den Eschen im Königreich Neapel , woher das calabrischeManna kömmt, eine große Menge derselben befindet, theils solche ihren Stachel so tiefin die Pflanze einstechen sollen, daß beym Wegjagen des Insekts der Saft oder das Man-na noch nachstießt.

Dritte

0 2« unsern Hcnncbergischen Gegenden habeich in zwanzig Zähren nur einmal ihren Gar-

lungsgenossen, die Blut-Singcicade, Cica-da haenaatodes, Lin. gefangen. S.