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Die Steiger Schiefer : und ihre Contactzone an den Granititen von Barr-Andlau und Hohwald / H. Rosenbusch
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Menge vorhanden. In den Schliffen beider Art durchziehen un-glaublich feine Triimclien eines Gemenges aus Quarz- und Feld-spath(?)körnchen die Schiefersubstanz. Spärliche ül- bis dunkel-grüne Chlorithäufchen hier wie dort, ganz analog den im Stei-ger Schiefer beschriebenen. Combinirt man die Beobachtungenan beiderlei Präparaten, so könnte das Gestein aus einem schup-pig-fasrigen Mineral, welches ich für Sericit halten möchte, undQuarz bestehen. Ersteres läge mit seiner breiten Fläche oft derSchieferfläche parallel, oft senkrecht dazu und verdeckte imersten Fall zum grössten Theil die im zweiten in Menge her-vortretenden mikrolithischen Gebilde. Diesem Typus, welchemnur durch Schwankungen in den relativen Quantitäten der Ge-mengtheile und hie und da durch den Eintritt des kohlensaurenKalkes in das Gemenge eine gewisse Beweglichkeit verliehenwird, gehört die grosse Mehrzahl der in der Umgegend vonTreseburg gesammelten Stücke an. Durchaus verschieden davonist das Vorkommen aus dem Krebsbachthale. Das Gestein be-steht unter dem Mikroskope aus einer fast farblosen, anschei-nend isotropen Substanz, an welcher auch keinerlei etwa blättrige,schuppige oder fasrige Structur wahrgenommen werden konnte,so dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich ein porodinamorpher Körper sein dürfte. Daneben erkennt man ziemlichviel Quarzkörnchen, wenig ölgrüne schuppige Aggregate, mehrEisenglanztafeln und sehr viel stachlige und kurzprismatischeMikrolithe unbestimmbarer Natur, einzeln und in mannigfacherArt gruppirt. Etwa in der Mitte dieser beiden Typen steht einan Calcit und koliliger Substanz ziemlich reicher Schiefer un-mittelbar vom rechten Bodeufer an der Einmündung der Lupbode.

Die normalen Thonschiefer des erzgebirgischen Systems,welche unter andern die schon von Naumann so genau be-schriebene Contactzone am Granitstock vom Ivirchberg bildenund von Camus in einer für derartige Vorgänge höchst lelir-

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