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keine bedeutenden Dimensionen haben können. Was ihnen aberan Masse fehlt, ersetzen sie durch Häufigkeit, denn man be-gegnet den Bruchstücken dieses Gesteins auf der ganzen langenLinie vom Dudenbachthal bei Andlau an bis zu den Hügelnzwischen Bourg-Bruche und Saales, besonders häufig in den Um-gebungen von Breitenbach und Ranrupt, und darf daher wohlannehmen, dass dieses Gestein einen Schwarm von unbedeutendenEinlagerungen im Steiger Schiefer bildet, der sich parallel derStreichrichtung derselben hinzieht. Diese Annahme findet ihrevolle Bestätigung durch die Beobachtung au den wenigen Stellenwo das Anstehende solcher Gesteine durch Steinbruchsarbeit auf-geschlossen ist, wie z. B. an dem Hügel unmittelbar norduordöstlichvom oberen Theile des Dorfes Breitenbach, oder noch besseram östlichen Fuss des isolirten Hügels zwischen den beidenunteren Theilen des Dorfes Steige, um welchen herum sich dieStrasse in einer grossen Schleife windet. An der letzterwähntenLocalität ist das Vorkommen in seiner ganzen Mächtigkeit durcheinen kleinen Steinbruch aufgeschlossen, welcher vor nicht langerZeit zur Gewinnung von Beschotterungsmaterial eröffnet wordenist. Das Vorkommen bildet eine starkgewölbte, linsenförmige,sich rasch auskeilende Einlagerung in dem Schiefergebirge,deren lange Axe genau in der Streichrichtung des Schiefersliegt. Wie an allen Orten, so zeigt auch hier das besprocheneGestein keine Spur einer Schichtung, sondern es zerklüftet inunregelmässig polygonale bis rundliche Blöcke, welche oftrecht deutlich eine schalige Structur erkennen lassen; es istein massiges Gestein. Irgend welche Einwirkung auf die an-grenzenden Schiefer, welche man als eine Contactwirkungim eigentlichen Sinne des Wortes bezeichnen könnte, ist nichtwahrnehmbar, und ebenso wenig wurde in dem ganzen Gebietemit seinen zahlreichen Vorkommnissen jemals ein Gesteinsstückaufgefunden, welches an Contactgebilde gemahnen dürfte. Die
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