130
rallel den langen Kanten liegt und welche also dem monoklinenOrthoklas angehören müssen. Auch diese sind zum grössten Theilebereits stark verändert und zeigen eine sehr feinkörnige Aggre-gatpolarisation, ohne dass es möglich gewesen wäre, über dieNatur der Zersetzungsproducte etwas mit Sicherheit festzustellen.
Als weiteren aber nur in geringer Quantität vorhandenenGemengtheil erkennt man den Augit, der ganz vereinzelt inkleinen Kryställchen, meistens in durchaus regellosen Körnchenvon hellgrüner, hie und da auch wohl einmal gelbbrauner Farbeerscheint. Spaltung und optische Charakteristik lassen an derBestimmung des Minerals keinen Zweifel. Ganz frische Augitkörnersind selten; im Allgemeinen hat der Augit die für die alten ba-sischen Eruptivgesteine so charakteristische Umwandlung in einejedenfalls dem Chlorit sehr nahe stehende, wenn nicht mit dem-selben identische Substanz durchgemacht, welche neuerdingsvon verschiedenen Forschern verschiedene Namen erhalten hat.In unserm Gestein stellt sich dieses Mineral als eine meistensverworren fasrige Masse dar, deren Fasern sich zu winfeigenSchuppen ordnen; seltener findet man sie zu radialstrahligen Kügel-chen verbunden, welche einzeln oder zu mehreren aggregirt beieinander liegen. Dass diese Substanz in vorliegendem Falle durch-aus nur aus Augit entstanden sein kann und nicht etwa einursprünglicher Gemengtheil sei, das beweisen vollkommen dieächten Pseudomorphosen, welche dieselbe im Gemenge mit Quarz-körnchen nach Augit bildet. Was die Charakteristik dieser Sub-stanz anbetrifft, so erweist sich dieselbe bei fasriger Structurals deutlich doppelbrechend. Wie die Elasticitätsaxen liegen, kannbei der meistens verworrenen Anordnung der Fasern hier nichtconstatirt werden. Wo sich die Fasern zu Schüppchen geordnethaben, scheint das Mineral durch Dunkelbleiben zwischen ge-kreuzten Nicols oft durchaus isotrop zu sein. In andern Fällengewahrt man eine schwache Doppelbrechung, und dass das
52