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Die Steiger Schiefer : und ihre Contactzone an den Granititen von Barr-Andlau und Hohwald / H. Rosenbusch
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und man geräth unwillkürlich auf die Hypothese, dass die Quarz-porphyr-Gänge hier zum Tlieil gleichwertig seien den Gang-graniten dort. Man könnte dann zur Unterstützung einer solchenAnnahme den Umstand anführen, dass die gangförmigen Quarz-porphyre im Granitit von Hohwahl so sehr oft keine Porphyreim strengsten Sinne des Wortes, sondern vielmehr Mikrogra-nite sind.

Eine Aufzählung der zahlreichen beobachteten Vorkommnissedieser Ganggesteine, welche nur äusserst selten in dem durchausbewaldeten Terrain auf einige Erstreckungen hin sich verfolgenlassen, würde kaum eine Bedeutung haben, da dieselbe aufVollständigkeit keinen Anspruch würde machen können. Diemächtigsten Gänge, welche sich dann auch meistens in impo-santen Klippcnreilien an den Gehängen hin scharf aus demGranititterrain abheben, sind auf dem Kärtchen angegeben. Ebensowurden einige derjenigen Gänge eiugezeichnet, welche sich durchinteressante und seltene petrographische Ausbildung auszeichnen.

Die wenigen und dürftigen hier folgenden Notizen bean-spruchen nicht mehr als den geringen Werth einer vorläufigenMittheilung, da die geologische Bedeutung, sowie die geologischeund petrographische Gruppirung dieser Gesteine erst dann indas rechte Licht treten wird, wenn in späterer Zeit die Ge-sammtheit derselben einer zusammenfassenden Darstellung wirdunterworfen werden können. Es wird dann besonders ein Tlieilund nicht der unwesentlichste Tlieil der Untersuchung seinmüssen, ob es sich wird nachweisen lassen, dass, wie ich ver-muthen möchte, eine Gruppe dieser Gesteine als ein Aequiva-lent der Ganggranite aufgefasst werden muss, während eine an-dere Gruppe derselben eine selbstständige Stellung beanspruchendarf und ob vielleicht zwischen dieser verschiedenen geologischenWerthigkeit und den herrschenden Streichrichtimgeu irgend eineengere Beziehung besteht.

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