völligen Vereinigung und zwar so, dafs die 4 Bündel jedes Cotylcdon zu zweiBündeln zusannnenlreten. Die so gebildeten 4 Bündel laufen zuletzt in derWurzel in ein einziges centrales zusammen.
Die Cotylcdonen liegen, so lange sie im Samen eingeschlossen sind,Hach aneinander (Fig. 6, 7, 8, 14); von den Hüllen befreit breiten sie sichfast horizontal aus (Fig. 16). Das Stengelglied, das sie über die Erde empor-trägt, erreicht eine Länge von 1-11-, Zoll. Sie haben keine Nebenblätter,welche allen folgenden Laubblättcrn zukommen, und sind von einem sehrkurzen dicken Blattstiel unterstützt. Die Spreite (lamina) ist breit ellip-tisch oder verkehrt eiförmig, an der Spitze abgerundet, ganzrandig, völligglatt, auf der Überseite glänzender als auf der Unterseite, die Nerven aufder Oberseite stärker vorragend, als auf der unteren. Von der Basis desMittelnerven (in welchem die 2 mittleren der 4 Gefäfsbiindel sich vereinigen)gehen 2 Seitennerven unter spitzen Winkeln ab (von den 2 seitlichen Gefäfs-biindeln des Blattstiels gebildet), welche gegen die Spitze des Blattes zusich in der Maschenbildung der feineren Nervenzweige verlieren (Fig. 17).Die Cotyledonen erreichen ausgewachsen eine Länge von 12-15 und eineBreite von 8-11sind von lederartiger Consistenz und grofser Dauerhaf-tigkeit, die sich aul die Zeit eines ganzen Jahres erstrecken kann. Die zuAnfang vorigen Jahres aus Samen gezogenen Pflänzchen waren Ende Juni,mit Ausnahme eines einzigen, noch sämmtlich im Besitz ihrer Cotyledonen,die sie erst theils im Spätherbst, theils nach Verbringung ins Gewächshauszu Anfang des Winters abwarfen.
Schon früher hatte mich Hr. Inspector Bouche auf das Vorkommenmonströser, meist verkrüppelnder Individuen unter den im Garten erzogenenjungen Caelebogynen aufmerksam gemacht, aber die wahre Natur derselbenblieb mir verborgen, bis die zu Anfang des vorigen Jahres in den ersten Sta-dien der Keimung beobachtete Generation Gelegenheit gab der Ursache dervorkommenden Missbildungen auf den Grund zu kommen. Unter den bereitserwähnten 23 Pflänzchen, welche im Januar und Frebruar v. J. aus Samenerwuchsen, befanden sich nicht weniger als 7 Monstra, deren Untersuchungeine neue merkwürdige Eigenschaft der Coclcbogync zur Kenntnifs brachte,die einer starken Neigung zur Polycmbryonie. Sämmtlielie Mifsbildungenberuhten nämlich auf der Entwickelung von 2, in einem Fall vielleicht 3,unter sich mehr oder weniger verwachsener Keimlinge in demselben Samen.