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Die beobachteten Fälle zeigten in Beziehung auf den Grad der Verwach-sung der Keimlinge eine lehrreiche Abstufung:
1) Zwei unter sich fast ganz getrennte Reimpllänzchen hängen nurin der Grenzregion des (hypocotylen) Stengelehens und des Wiirzelchensetwas zusammen, so dafs sie sich nach oben und unten getrennt entwickeln(Taf. II, Fig. 9).
2) Die Stengelchen sind fester und auf eine längere Strecke, dochnicht bis zu den Cotyledonen, verwachsen, die Würzelchen getrennt (Fig. 11).
3) Die Stengelchen sind oberwärts nicht bis zu den Cotyledonen,nach unten aber so vollkommen verwachsen, dafs sie in eine gemeinsameWurzel auslaufen (Fig. 10).
4) Die Stengelchen der ganzen Länge nach, d. i. bis zu den Cotyle-donen, verwachsen, nur 1 Wurzel, wie im vorigen Fall (Fig. 1-8).
In den zu Nummer 2 und 3 gehörigen Fällen waren die beiden Keim-linge von ungleicher Stärke, die Cotyledonen des kleineren schmäler, mehrspatelförmig, zuweilen ausgerandet. Da das Stengelchen des kiäftigerenKeimlings sich stärker in die Länge streckt, als das des schwächlicheren, soentsteht eine Krümmung nach der Seile des letzteren, welcher bald eineZerreifsung folgt, durch welche das stärkere Stengelchen sich von demschwächeren zu trennen strebt, wie die beiden unter Fig. 10 und Fig. 11dargestellen Fälle zeigen. In dem letzteren hängt noch ein kleines überzähligesBlatt an dem Stengelchen des kleineren Keimlings, unterhalb der 2 Coty-ledonen desselben, an, welches möglicherweise das Rudiment eines drittenKeimlings sein könnte. In Folge der erwähnten Zerreifsung entwickeln sichsolche Doppelpflänzchen unvollkommen und gehen leicht zu Grunde. An-ders verhält es sich in den zu Nummer 4 gehörigen Fällen, bei welchen dieVerwachsung zweier nahezu gleich grofser Keimlinge so vollkommen ist, dafsman ein einziges mit 4 Cotyledonen versehenes Pflänzchen vor sich zu habenglaubt, allein bei genauerer Prüfung verräth sich die Zwillingsnatur durchdie Anwesenheit zweier Plumulae, so wie durch die an dem etwas flach-gedrückten Stengelchen angedeuteten Verwachsungslinien und den doppel-ten Gelafsbiindelkreis, der sich auf dem Durchschnitt desselben zeigt. Ichhabe ein solches Zwillingspflänzchen mit noch zusammengefalleten, im Sa-men eingeschlossenen Cotyledonen auf Tafel II, Fig. 1-3 ^argestellt. Diein Fig. 4-7 gegebene Entblüfsung und Zerlegung zeigt die ungleiche Gröfse